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DFB Pokal

15.08.2014 - 22:23 Uhr


Pokal-Vorschau: Favoriten in der Pflicht

Dortmund und Bayern standen sich zuletzt am Mittwoch im Supercup gegenüber, davor im Pokalfinale 2014

Köln - Weltmeister gegen Drittliga-Kicker, Profis gegen Amateure, Top-Favoriten gegen Außenseiter: In der 1. Runde des DFB-Pokals treffen an diesem Wochenende wieder Welten aufeinander, wobei naturgemäß nur die Großen Angst vor einer Blamage haben müssen.

Die wichtigste Pokal-Nachricht des Samstags gab es schon eine Stunde vor dem ersten Anpfiff. Überraschend kehrte Marco Reus gut zwei Monate nach seiner schweren Verletzung im WM-Vorbereitungsspiel gegen Aserbaidschan in die Startelf von Borussia Dortmund zurück.

Nicht nur deshalb dürften die Vorjahres-Finalisten im Duell David gegen Goliath für ihre Gegner eine Nummer zu groß sein. Borussia Dortmund, im Finale 2014 dem FC Bayern München 0:2 n.V unterlegen, reist am Samstag als Supercup-Sieger bei Drittligist Stuttgarter Kickers (ab 15:15 Uhr im Live-Ticker) an. Rekord-Pokalsieger Bayern spielt einen Tag später (So., ab 15:45 Uhr im Live-Ticker) beim Drittligisten Preußen Münster.

Topfavorit FC Bayern

Die Vorzeichen sind klar, wenngleich sich die Bayern nach der 0:2-Pleite im Supercup unter der Woche und vor allem durch die schwere Verletzung des designierten Abwehrchefs Javi Martinez noch im Schockzustand befinden. "Das ist ein großes Problem", sagte Bayern-Coach Pep Guardiola.

Aber auch ohne Martinez sind die Bayern beim Zwölften der 3. Liga der Topfavorit, zumal der ein oder andere der sechs Münchner Weltmeister seine Visitenkarte im mit 16.800 Zuschauer ausverkauften Preußen-Stadion abgeben wird. "Ehrlich gesagt, ich bin froh, wenn das Spiel vorbei ist", sagte Münsters Kapitän und Drittliga-Rekordspieler Jens Truckenbrod, dem nichts Gutes schwant.

Kickers denken positiv

Weitaus positiver ist die Stimmung bei Liga-Konkurrent Stuttgarter Kickers. "Die Aufregung bei uns steigt von Tag zu Tag", sagte Club-Präsident Rainer Lorz vor dem Duell gegen den BVB in der Mercedes-Benz Arena. Dort erwarten die Kickers über 35.000 Fans - und damit mehr als beim bisherigen Pokalrekord gegen Bayern München am 27. August 1995 (0:1) an gleicher Stelle.

Kickers-Coach Horst Steffen nimmt das Duell gegen den normalerweise übermächtigen Giganten BVB mit Humor: "Wir bereiten uns ganz normal vor. Der einzige Unterschied ist, dass wir nicht um 14, sondern erst um 15:30 Uhr beginnen." Zudem müsse seine Mannschaft "darauf hoffen, dass der ein oder andere Dortmunder vorbeischießt".

Zittern auch beim VfB

In Stuttgart zittern sie nicht nur mit den Kickers, sondern auch mit dem großen VfB, der beim prächtig aufgelegten Zweitliga-Tabellenführer VfL Bochum vor einer schweren Aufgabe steht. Ähnliches gilt für Bundesliga-Neuling SC Paderborn bei Zweitliga-Neuling RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg bei Zweitliga-Aufsteiger SV Darmstadt.

"Die haben sehr viel Selbstvertrauen, das wird nicht einfach", sagte Stuttgarts neuer Trainer Armin Veh, der für den Fall einer Pleite schon einmal vorbaute: "Davon würde die Welt auch nicht untergehen."

"Zu 100 Prozent Leistung abrufen"

Paderborns Coach Andre Breitenreiter hat seinerseits mächtig Respekt vor Leipzig: "Die haben sehr viel Selbstvertrauen, das wird nicht einfach." Und auch beim ambitionierten VfL Wolfsburg ist nach zuletzt dürftigen Auftritten in der Vorbereitung eine gewisse Unsicherheit zu spüren. "Wir müssen 100 Prozent Leistung abrufen", forderte Trainer Dieter Hecking.

Unterdessen träumen sie in Darmstadt von einer neuerlichen Sensation, nachdem die Lilien zum Auftakt der vergangenen Pokalrunde Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen eliminiert hatten. "Wir wollen Wolfsburg so lange wie es geht ärgern", lautet die Marschroute von Trainer Dirk Schuster.

Bloß keine erneute Blamage

In Gladbach hoffen sie indes, dass sich eine solche Pokalblamage wie im vergangenen Sommer beim Viertligisten FC Homburg nicht wiederholt. "Das wollen wir nicht noch einmal erleben", sagte Borussen-Coach Lucien Favre und fügte trotz der Ausfälle von Weltmeister Christoph Kramer und Nationalspieler Max Kruse kämpferisch an: "Wir sind bereit."

Das gilt auch für Werder Bremen nach zuletzt drei bitteren Erstrunden-Pleiten am Stück bei den Drittligisten Heidenheim (2011/1:2), Münster (2012/2:4 n.V.) und Saarbrücken (2013/1:3 n.V). "Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Druck da ist. Wir werden diesem Druck aber erfolgreich standhalten", so Werder-Trainer Robin Dutt vor dem Match beim bayerischen Regionalligisten FV Illertissen.

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