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16.04.2014 - 10:04 Uhr


FCB ohne Neuer ins Finale? "Müssen 100 Prozent abrufen"

Nach drei Bundesliga-Spielen ohne Sieg will der FC Bayern München im Halbfinale des DFB-Pokals wieder zu seinem Rhythmus finden. Trainer Pep Guardiola (r.) muss aber wohl auf Manuel Neuer verzichten (© Imago)

Kapitän Philipp Lahm (r.) forderte im Vorfeld "Leidenschaft und Herz", um dem 1. FC Kaiserslautern frühzeitig den Schneid abzukaufen

Die Pfälzer sind in der Allianz Arena der klare Außenseiter. Trainer Kosta Runjaic glaubt, dass sich der Meister im Prinzip "nur selbst schlagen" kann

München - Die Marschroute ist klar: Nach drei sieglosen Bundesliga-Spielen in Serie muss der FC Bayern München im Halbfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Kaiserslautern am Mittwochabend (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) dringend den Schalter umlegen. "Wenn wir spielen wie in den letzten drei Bundesliga-Spielen, erreichen wir kein Finale", sagte Trainer Pep Guardiola. Der Spanier muss ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel aber womöglich auf Manuel Neuer verzichten.

Denn der Nationaltorhüter laboriert nach wie vor an einer Wadenverletzung, wegen der er bereits beim 0:3 gegen Borussia Dortmund am Samstag zur Halbzeit ausgewechselt werden musste. "Wenn das Spiel gestern gewesen wäre, hätte er nicht spielen können, heute auch nicht. Ich hoffe, dass er morgen spielen kann", sagte Guardiola am Dienstag. Ob Neuer eingesetzt werden kann, werde sich erst nach dem Abschlusstraining am Mittwoch an der Säbener Straße zeigen.

Weil Ersatzkeeper Tom Starke am Ellbogen verletzt ist, würde die Nummer 1 wie schon am Samstag wieder vom 20-jährigen Lukas Raeder vertreten werden, der sonst im Regionalliga-Team zwischen den Pfosten steht. Darüber hinaus stehen auch Thiago, Xherdan Shaqiri, Diego Contento und Holger Badstuber aktuell nicht zur Verfügung.

Lahm fordert Leidenschaft

Obwohl sich Guardiola im Vorfeld sehr selbstkritisch zeigte, muss sich der Meistercoach anscheinend aber keine allzu großen Sorgen machen, dass die Spieler den Ernst der Situation unterschätzen könnten. "Wir müssen zu 100 Prozent unsere Leistung abrufen, konzentriert spielen und nicht so viele Fehler machen wie gegen Dortmund", forderte Kapitän Philipp Lahm und schob nach: "Wir brauchen Leidenschaft, Herz. Nur dann kommen wir nach Berlin und kämpfen in den Spielen gegen Real ums Champions-League-Finale."

Die Rollenverteilung ist klar - alles andere als ein deutlicher Sieg über den Zweitligisten wäre enttäuschend. Unterschätzen will der Rekordmeister die Roten Teufel aber nicht. Immerhin haben die Pfälzer im Viertelfinale mit Bayer Leverkusen den damaligen Tabellenzweiten der Bundesliga ausgeschaltet. "Natürlich ist das Weiterkommen Pflicht", warnte Toni Kroos, "aber es war auch in der letzten Runde für Leverkusen Pflicht."

FCK rechnet sich wenig Chancen aus

Das Ticket nach Berlin und der Sprung ins Pokal-Finale sind für Guardiola "ein kleiner Traum". Schon gegen den FCK müsse man deshalb zur alten Stärke zurückfinden. "Wir müssen spielen, was wir sind. Wir sind gut, wenn wir wie ein Team spielen", erklärte er.

Die Roten Teufel gehen derweil davon aus, dass der schier übermächtige Gegner seinen Rhythmus schnell wieder findet. Sich am Beispiel des mutig angreifenden BVB zu orientieren, hält Trainer Kosta Runjaic daher für unrealistisch. "Wir sind uns unserer Unterlegenheit bewusst. Die Bayern sind die beste Mannschaft der Welt. Sie können sich nur selbst schlagen", sagte der 42-Jährige, der abgesehen von Marcel Gaus (Meniskus-OP) aus dem Vollen schöpfen kann.

Voraussichtliche Aufstellungen:

FC Bayern München: Raeder (Neuer) - Lahm, Boateng, Dante, Alaba - Martinez, Schweinsteiger - Robben, Kroos, Ribery - Mandzukic

1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Orban, Torrejon, Löwe - Matmour, Karl, Jenssen, Fortounis - Zoller, Lakic

Schiedsrichter: Kinhöfer

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