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16.04.2014 - 08:04 Uhr


Durm: "Einfach nur happy"

Linksverteidiger Erik Durm überzeugt derzeit als Ersatz für Marcel Schmelzer

Der 21-Jährige (l.) spielte gegen Wolfsburgs Star Kevin De Bruyne eine bärenstarke Begegnung und ebnete den Borussen somit den Weg ins Pokalfinale

Dortmund steht zum zweiten Mal binnen drei Jahren im Pokalfinale

Dortmund - Als Ersatz für den verletzten Marcel Schmelzer spielt Erik Durm seit einigen Wochen groß auf  - und jetzt steht der 21-Jährige mit Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale in Berlin.

Nach dem 2:0-Sieg über den VfL Wolfsburg in einem umkämpften und packenden Halbfinale stellte sich ein müder, aber glücklicher Außenverteidiger den Fragen und sprach über Konzentration und Schwerstarbeit, Spaß und Glück.

Frage: Herr Durm, Sie stehen mit der Borussia im Pokalfinale. Wie fühlt es sich an?

Erik Durm: Das fühlt sich definitiv sehr gut an! Pokalfinale, das war unser Ziel von Anfang an. Wir sind natürlich einfach nur happy, dass wir das jetzt auch tatsächlich geschafft haben. Auch wenn wir nach diesem Spiel alle ganz schön geschafft und müde sind.

Frage: Für ein kleines Tänzchen auf dem Rasen vor der Südtribüne hat es nach dem Abpfiff aber noch gereicht.

Durm: Das macht dann auch mal Spaß! Wir mussten in den letzten drei, vier Wochen die Konzentration sehr hoch halten. Real Madrid, Bayern, Wolfsburg - das waren schwere Spiele, die einem alles abverlangt haben. Wenn du nach so einem Sieg und nach dem Einzug ins Finale dann vor den Fans einfach mal runterkommen und zusammen feiern kannst, dann ist das einfach nur geil.

Frage: Nach Gareth Bale, Angel di Maria und Arjen Robben hieß Ihr Gegenspieler dieses Mal Kevin de Bruyne. War es wieder ein schweres Stück Arbeit?

Durm: Definitiv! Vor allem hat Wolfsburg meistens drei Leute auf einer Seite stehen lassen, ob nun bei mir oder auf der anderen Seite bei Lukasz Piszczek. Es war dann sehr schwer für uns, weil wir meistens gegen drei Leute in Unterzahl spielen mussten. Auf der linken Außenbahn hatten Kevin Großkreutz und ich damit zu tun. Das war schon eine Herausforderung und wirklich harte Arbeit. Aber wir haben letztlich kein Tor rein bekommen, obwohl Wolfsburg immer wieder sehr gefährlich nach vorne gespielt hat. Ich finde, dieses Glück haben wir uns auch mal verdient.

Frage: Ab wann haben Sie an den Sieg und damit ans Finale geglaubt?

Durm: Während des Spiels denkst du eigentlich nicht wirklich darüber nach. Vor allem auch nicht gegen Wolfsburg, weil man genau weiß, dass es bei denen immer nach vorne geht. So richtig habe ich also erst daran geglaubt, als der Schiedsrichter die Partie nach 95 Minuten endlich abgepfiffen hat. Vorher muss man hoch konzentriert bleiben und darf sich bloß nicht zu früh freuen. Dafür war Wolfsburg auch zu gefährlich und hat bis zum Ende nicht aufgesteckt.

Frage: Jetzt winken wieder ein Titel und ein Pokal - schöne Aussichten für den BVB?

Durm: Wie gesagt - es war unser Ziel, wieder nach Berlin zu kommen. Gerade angesichts unserer großen Personalprobleme über die gesamte Saison hin haben wir das Optimum aus dieser Spielzeit herausgeholt. Darauf können wir stolz sein. Jetzt stehen wir im Finale - und jetzt wollen wir es natürlich auch gewinnen!

Frage: Bayern oder Kaiserslautern - welchen Gegner wünschen Sie sich?

Durm: Ganz ehrlich: Das ist mir jetzt völlig egal und ich werde das ganz entspannt abwarten. Hauptsache, wir sind in Berlin!

Aufgezeichnet von Dietmar Nolte

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