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DFB Pokal

13.05.2014 - 11:05 Uhr


Berlin calling - Vorfreude pur in beiden Lagern

Im DFB-Pokalfinale treffen die beiden besten deutschen Teams aufeinander. Neu-Münchner Mario Götze (2.v.l.) trifft zum dritten Mal in dieser Saison auf seine Ex-Kollegen beim BVB

Der BVB ist in einer überragenden Form. Sieben der vergangenen neun Bundesliga-Partien gewannen die Schwarz-Gelben - zuletzt mit 4:0 in Berlin (© imago)

Auch die Münchner haben ihre Generalprobe gewonnen. Sie mühten sich dank Claudio Pizarro (r.) zu einem 1:0 gegen den VfB Stuttgart

Der direkte Vergleich in dieser Saison ist ausgeglichen. In Dortmund gewannen die Bayern 3:0. Der BVB revanchierte sich mit dem gleichen Ergebnis in der Allianz Arena

München - Der deutsche Clasico wirft seine Schatten voraus. Am Samstag (ab 19:30 Uhr im Live-Ticker) kommt es im Berliner Olympiastadion wieder einmal zum Kräftemessen der beiden besten deutschen Vereinsmannschaften. Die verbalen Giftpfeile hielten sich vor dem DFB-Pokal-Finale - anders als im Vorjahr vor dem Champions-League-Finale - aber in Grenzen. Die Vorfreude bei allen Beteiligten ist dafür umso größer.

"Es ist ein großartiges Gefühl, das Finale spielen zu dürfen", sagte der Dortmunder Offensivspieler Henrikh Mkhitaryan gegenüber bundesliga.de. "Ich freue mich sehr darauf. Wir werden bereit sein für ein großes Spiel." Der BVB durfte sich bei seiner Generalprobe schon einmal auf die Atmosphäre in der Hauptstadt einstimmen. Wie es der Spielplan so wollte, absolvierten die Schwarz-Gelben ihr letztes Saisonspiel bei Hertha BSC. Und das mit Erfolg.

Form spricht für den BVB

Dortmund siegte bei der Alten Dame glatt mit 4:0 und Robert Lewandowski sicherte sich mit einem Doppelpack die Torjägerkanone. Der Vizemeister wird die Reise in die Millionenmetropole also mit einem positiven Gefühl antreten. "Das war ein toller Vorgeschmack, aber die Stimmung wird am Samstag noch besser sein", ist sich Torhüter Roman Weidenfeller bei bundesliga.de sicher. "Wir können uns einfach immer auf unsere Fans und ihre Unterstützung verlassen."

Obendrein wird die Formkurve der beiden Finalisten dem BVB Hoffnung machen. Die Mannschaft von Jürgen Klopp ist in einer sehr guten Verfassung, was nicht zuletzt die Erfolgserlebnisse gegen Real Madrid (2:0) und den FC Bayern beweisen.

Klopp: "Bayern hat den besten Kader der Welt"

"Es bleibt dabei, dass Bayern München den besten Kader der Welt hat. Aber wir sind auch im Finale. Ich finde Favoritenrollen nicht so wichtig. Wir haben eine Mannschaft, die dieses Spiel gewinnen kann, aber es wird super schwer. Drauf freuen würde ich mich auf jeden Fall, weil beide Mannschaften das Ding auf jeden Fall gewinnen wollen. Das wird man dem Spiel ansehen", so Klopp im bundesliga.de-Interview. "Wenn Bayern und Dortmund aufeinander treffen, ist relativ viel Spektakel garantiert. Das ganze Jahr über war dieser Titel unser Ziel, warum sollten wir an dieser Zielsetzung jetzt etwas ändern." 

Ähnliche Gedanken umtreiben natürlich auch den Kontrahenten aus München, der nach der feuchtfröhlichen Meisterfeier nach dem Double greift. "Wenn wir so leidenschaftlich spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Stuttgart, können wir den Pokal gewinnen", meinte Bayern-Trainer Pep Guardiola. Der Spanier bangt um seinen Regisseur Bastian Schweinsteiger, der sich mit einer Reizung der Patellasehne herumplagt. Am Montag und Dienstag absolvierte der 29-Jährige ein individuelles Programm, das im Laufe der Woche gesteigert werden soll. Prognosen für Samstag gestalten sich schwierig, eng wird es mit einem Einsatz Schweinsteigers definitiv.

Keine Systemkritik von Lahm

Kapitän Philipp Lahm und Angreifer Mario Mandzukic werden dagegen rechtzeitig fit, beide laborierten nur an kleineren Blessuren. Lahm pausierte gegen den VfB wegen Oberschenkelproblemen, Mandzukic hatte einen Schlag abbekommen und wurde deshalb ausgewechselt. "Ich habe nur ein bisschen Probleme mit dem Oberschenkel. Nicht so dramatisch", hatte Lahm bereits am vergangenen Samstag Entwarnung gegeben. "Nächste Woche ist das Pokalfinale, da will ich unbedingt dabei sein."

Kritik an der Form der letzten Wochen ließ Lahm indes zu, Kritik am System keinesfalls: "Der Trainer gibt etwas vor und die Spieler versuchen, das umzusetzen. Und die Spieler stehen hinter dem Trainer. Es hat neun Monate lang super geklappt, dann sind wir Deutscher Meister geworden und danach ist es ein bisschen schlechter geworden. Das liegt sicher nicht am System, sondern an den Spielern und wir müssen jetzt die Kurve kriegen. Dass wir am Wochenende noch ein wenig besser spielen müssen als gegen den VfB, das ist allen klar."

David Schmidt

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