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DFB Pokal

12.02.2014 - 21:30 Uhr


Jenssen knockt Bayer aus - FCK im Halbfinale

Kaiserslautern feiert in Leverkusen einen 1:0-Sieg nach Verlängerung und steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Ruben Jenssen (2.v.l.) gelingt das goldene Tor in der 114. Minute

Bayer tut sich von Beginn an schwer gegen gut sortierte Gäste aus Kaiserslautern. Bei der Werkself feiert Winter-Neuzugang Andres Guardado (r.) sein Debüt

Stürmer Eren Derdiyok hat in der 14. Minute die einzige klare Torchance für die Rheinländer im gesamten Spiel. Der Schweizer scheitert mit einem Kopfball an Gästekeeper Tobias Sippel

Nach 34 Minuten ist für Derdiyok auch schon Schluss. Der Angreifer muss wegen einer Knieblessur raus, Stefan Kießling ersetzt ihn

Auch in Hälfte zwei können Heung-Min Son (o.) und Co. die Defensive der Roten Teufel nicht knacken. Mit 0:0 geht es in die Verlängerung

In der 98. Minute bietet sich FCK-Torjäger Mohamadou Idrissou (v.) die große Chance zur Führung. Der Kameruner schießt einen Elfmeter aber rechts vorbei

Die Gäste zeigen sich davon unbeeindruckt. Nach schöner Flanke von Idrissou drischt Jenssen (l.) den Ball in der 114. Minute zum 1:0 für Kaiserslautern in die Maschen

Die Pfälzer bringen die Führung über die Zeit und ziehen ins Halbfinale des DFB-Pokals ein

Leverkusen - Sensation in der BayArena! Der 1. FC Kaiserslautern schlägt den Bundesligazweiten Bayer Leverkusen durch ein spätes Tor von Ruben Jenssen mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung und zieht in das Halbfinale des DFB-Pokals ein. Die Roten Teufel gastieren in der Runde der letzten Vier bei Titelverteidiger FC Bayern München.

Die Lauterer, die durchaus verdient zum zehnten Mal ins Halbfinale des DFB-Pokals einzogen, dürfen weiter von der Bundesliga-Rückkehr und ihrem dritten Cup-Erfolg nach 1990 und 1996 träumen. Den Siegtreffer für die Pfälzer, die letztmals 2003 in der Runde der letzten Vier gestanden haben, erzielte Jenssen in der 114. Minute. Zuvor hatte der eingewechselte Lauterer Mohamadou Idrissou mit einem Foulelfmeter (98.) das Tor verfehlt.

"Das ist ein großer Fußballabend für den 1. FC Kaiserslautern. Wir sind super glücklich. Uns ist eine Sensation geglückt", sagte FCK-Trainer Kosta Runjaic. Bei seinem Gegenüber Sami Hyypiä war die Enttäuschung natürlich groß: "Nur mit reden kann man kein Spiel gewinnen. Wir waren Kaiserslautern in allen Belangen unterlegen." 

Rolfes: "Der FCK hat zu Recht gewonnen"

Vor 25.244 Zuschauern war nur selten ein Klassenunterschied auszumachen. Die Pfälzer spielten vom Start weg mutig nach vorne und stellten den Champions-League-Achtelfinalisten vor große Probleme, wenngleich echte Torchancen Mangelware blieben. Leverkusen agierte seinerseits vor der Pause ziemlich ideenlos und konnte sich gegen den Tabellendritten des Unterhauses vor dem Seitenwechsel lediglich eine gute Möglichkeit erspielen.

"Das ist bitter. Der FCK hat zu Recht gewonnen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wer so spielt, hat es nicht verdient,  weiterzukommen. Wir müssen erkennen, dass es mit 90 Prozent nicht geht. Laufbereitschaft und Kampfbereitschaft stimmten nicht. Jetzt müssen wir am Samstag gegen Schalke 04 Reaktion zeigen", sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes.

Derdiyok muss verletzt raus  

Nach Vorarbeit von Kapitän Simon Rolfes scheiterte Eren Derdyiok in der 14. Minute am glänzend reagierenden FCK-Schlussmann Tobias Sippel. Derdiyok musste anschließend in der 34. Minute wegen einer Knieblessur frühzeitig ausscheiden und wurde durch Stefan Kießling ersetzt. Der Bundesliga-Torschützenkönig sollte eigentlich für das Bundesliga-Spitzenspiel am Samstagabend gegen Schalke 04 geschont werden. 

Mit Kießling wurde es aber auch nicht besser, da er ebenso wie zuvor Derdiyok kaum verwertbare Anspiele erhielt. Weder der schwache Nationalspieler Sidney Sam noch Heung Min Son konnten sich im offensiven Mittelfeld in Szene setzen.

Wenige Chancen auf beiden Seiten 

Auch im zweiten Durchgang bissen sich die Hausherren immer wieder an der guten Defensive der Pfälzer fest, die sich ihrerseits auf Konter verlegten. Bis auf zwei harmlose Schüsse des quirligen Alexander Ring (52.) brachte der zweimalige Pokalsieger aber auch nichts Nennenswertes in der Offensive zustande. 

Das Bild änderte sich auch in der Verlängerung nicht. Leverkusen wirkte im Angriff unkonzentriert und fand kaum Lücken in der Defenive der Gäste. Einen Blackout der Leverkusener nutzte schließlich Jenssen umso konsequenter zum 1:0 für die Roten Teufel. 

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