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16.05.2014 - 09:40 Uhr


Boateng: "Es ist ein 50:50-Spiel"

In der kommenden Saison sind Jerome Boateng (r.) und Robert Lewandowski Teamkollegen in München, beim Pokalfinale will der Bayer dem Dortmunder aber nichts schenken

Der Innenverteidiger (M.) wurde im dritten Jahr in München zum zweiten Mal hintereinander Deutscher Meister

Beim letzten Aufeinandertreffen triumphierte Dortmund in München klar mit 3:0

München - Das DFB-Pokalfinale Borussia Dortmund gegen Bayern München (Samstag ab 19:30 Uhr im Live-Ticker) gilt als "deutscher Clasico". Für Münchens Innenverteidiger Jerome Boateng ist es das Duell der beiden besten deutschen Mannschaften.

Der 25 Jährige erwartet in seinem dritten DFB-Pokalfinale in Serie ein "besonders intensives Spiel", dennoch wollen Boateng und die Bayern ihre Saison "mit einem weiteren Titel abschließen."

Für den 1,92-Meter-Hünen und seine Kollegen wäre es zudem eine erfolgreiche Titelverteidigung, immerhin kommen die Münchner als amtierender Pokalsieger in die Hauptstadt.

bundesliga.de: Herr Boateng, gibt es einen Favoriten für das DFB-Pokal-Finale?

Jerome Boateng: Für mich ist es ein 50:50-Spiel. Ich sehe keinen Favoriten. Gewinnen wollen wir natürlich trotzdem.

bundesliga.de: Wann hat der FC Bayern denn eine sehr gute Saison gespielt? Ist es nur eine sehr gute, wenn am Ende der Pokalsieg steht?

Boateng: Es ist schon jetzt seine sehr gute Saison. Wir haben das Halbfinale der Champions League erreicht, wir waren so früh wie keiner zuvor Deutscher Meister und wurden Weltpokalsieger. Vor allem den Weltpokal vergessen viele. Jetzt soll noch ein Titel dazukommen.

bundesliga.de: Bei den beiden besten deutschen Mannschaften ist die Rivalität - auch im Umfeld - besonders groß.

Boateng: Dass im Pokalfinale die beiden besten deutschen Mannschaften aufeinandertreffen, sagt schon alles. Da gibt es immer eine besondere Rivalität. Mit dem, was außen herum passiert, beschäftige ich mich aber nicht.

bundesliga.de: Aber Sie erwarten ein besonders intensives Spiel?

Boateng: Beide wollen das Finale gewinnen, deshalb wird es wird ein intensives Spiel.

bundesliga.de: Beim BVB spielt Robert Lewandowski, der in der kommenden Saison zu den Bayern wechselt. Was ist es für ein Gefühl gegen den zukünftigen Teamkollegen zu spielen?

Boateng: Sie haben es schon richtig gesagt, er kommt nächste Saison zu uns. In Berlin spielt er für Dortmund und versucht, uns zu schlagen.

bundesliga.de: Nach dem frühen Titelgewinn haben die Bayern etwas den Rhythmus verloren. Haben Sie ihn rechtzeitig vor dem Pokalfinale wiedergefunden?

Boateng: Ich denke, jeder hat gesehen, dass wir einiges verbessert haben, nachdem wir etwas die Spannung verloren hatten. Ich bin sicher, wir können das am Samstag umsetzen. Jeder bei uns hat hart dafür an sich gearbeitet.

bundesliga.de: Der BVB ist für manche so etwas wie ein "Angstgegner" für die Bayern. Zuletzt haben Sie Ihr Heimspiel 0:3 verloren.

Boateng: Angstgegner ist sicher übertrieben. Der BVB hat eine gute Mannschaft, die jeden Gegner fordert. Es ist ja nicht so, dass wir jedes Spiel gegen den BVB verloren haben. Wir haben letztes Jahr die Meisterschaft gewonnen, dieses Jahr auch. Wir haben in Dortmund 3:0 gewonnen. Und beim 0:3 zuhause waren wir schon Meister.

bundesliga.de: Bayern gegen Dortmund ist auch das Duell von 17 WM-Fahrern und das der Innenverteidiger Jerome Boateng gegen Mats Hummels ...

Boateng: Wir haben drei bis vier Innenverteidiger im Nationalteam. Was die WM angeht, fangen wir nächste Woche damit an, uns für die Startelf zu empfehlen. In Berlin spielen wir gegeneinander und haben kein Problem damit. Danach versuchen wir gemeinsam alles, damit die WM für Deutschland ein Erfolg wird.

bundesliga.de: In der WM-Gruppenphase treffen Sie mit der deutschen Mannschaft auf Ghana. Dort spielt Ihr Bruder Kevin-Prince Boateng. Ihr Bruder hat gesagt, der deutschen Mannschaft fehlen die Typen. Sehen Sie das auch so?

Boateng: (lacht) Wir haben genug Typen. Ich würde sagen: Er hat seine Meinung, ich meine.

bundesliga.de: Zum Abschluss noch ein WM-Tipp: Wer wird Weltmeister?

Boateng: Deutschland. Ich bin davon überzeugt, dass wir das Potenzial haben.

Das Gespräch führte Oliver Trust

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