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27.08.2014 - 22:33 Uhr


Bayer Leverkusen stürmt in die Champions League

Schon in der 2. Minute bringt Heung-Min Son Bayer Leverkusen auf die Siegerstraße...

...sein Abschluss landet rechts unten im Netz (© imago)

Großer Jubel ist bei den Leverkusenern die Folge. Im vierten Spiel in Folge gelang ihnen ein Treffer in den ersten 10 Minuten (© imago)

Das war aber noch lange nicht alles: Mit einem abgefälschten Freistoß erhöht Hakan Calhanoglu (M.) schon in der 7. Minute auf 2:0 und sorgt für die frühe Vorentscheidung

Kopenhagens Trainer Stale Solbakken kann nicht fassen, mit welchen Fehlern sich seine Mannschaft aller Chancen beraubt

Roger Schmidt hat hingegen allen Grund zum Jubeln (© imago)

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat sich mit einem überzeugenden Auftritt für die Champions League qualifiziert und hofft am Donnerstagabend auf eine gute Auslosung für die Gruppenphase. Im Play-off-Rückspiel gegen den FC Kopenhagen gelang der über weite Strecken wie entfesselt aufspielenden Werkself ein müheloser 4:0 (3:0)-Erfolg, nachdem die Mannschaft des neuen Trainers Roger Schmidt bereits mit dem 3:2 im Hinspiel vergangene Woche in Dänemark die Tür zur Königsklasse weit aufgestoßen hatte.

Gegen den zehnmaligen dänischen Meister erzielten Heung-Min Son (2.), Neuzugang Hakan Calhanoglu (7.) und Torjäger Stefan Kießling (32., Foulelfmeter, 66.) die Treffer für Leverkusen. Bayer kann durch seine neunte Teilnahme an der Gruppenphase der Königsklasse mit zusätzlichen Einnahmen zwischen 15 und 20 Millionen Euro planen.

"Das ist ein tolles Gefühl. Trotz des Auswärtssieges im Hinspiel hatte ich ein mulmiges Gefühl, die Mannschaft hat es aber - wie schon am Samstag - überragend gemacht", sagt Bayer-Sportchef Rudi Völler nach dem Spiel. "Besonders die erste Halbzeit war super von uns. Wir sind sehr glücklich, in die Gruppenphase eingezogen zu sein."

Torschütze Calhanoglou ergänzte: "Wir sind glücklich, dass wir das neue System des Trainers so gut umsetzen können und freuen uns natürlich sehr, in der Gruppenphase dabei zu sein."

Bayer gelingt erneut ein Blitzstart

Die Gastgeber waren vom Start weg auf Betriebstemperatur und gingen wie schon beim 2:0 in Dortmund am vergangenen Samstag durch ein Blitztor in Führung. Nach genau 68 Sekunden gelang Son das 1:0, nachdem der Südkoreaner von Kießling glänzend in Szene gesetzt worden war.

Son, der bereits in Kopenhagen getroffen hatte, durchkreuzte vor 23.321 Zuschauern frühzeitig die Pläne des zehnmaligen dänischen Meisters, der sich trotz der Niederlage im Hinspiel einiges in der BayArena ausgerechnet hatte.

Bei seinem Führungstreffer profitierte Son von einem groben Fehler von Mathias Jörgensen, der kurz vor dem eigenen Strafraum die Leverkusener ins Spiel brachte. Calhanoglu gelang nur fünf Minuten später mit einem abgefälschten Freistoß die Vorentscheidung. Für den erneut glänzend aufgelegten Ex-Hamburger, der als zweite Spitze neben Kießling agierte, war es der erste Pflichtspieltreffer für seinen neuen Club.

Kießling trifft und trifft

Kopenhagen hatte dem Angriffswirbel der Leverkusener nicht viel entgegenzusetzen und zeigte sich von dem frühen 0:2 regelrecht geschockt. In der 17. Minute jubelten die Bayer-Fans erneut, Son stand aber bei seinem vermeintlichen zweiten Tor im Abseits. Bayer hielt aber auch so im "wichtigsten Spiel der Vorrunde", wie es Bayer-Sportchef Rudi Völler ausgedrückt hatte, jederzeit die Zügel in der Hand.

Kopenhagen hatte vor der Pause nur eine gute Gelegenheit, als Youssef Toutouh einen Freistoß aus 20 Metern in die Mauer schoss. Sekunden später traf Kießling vom Punkt zum 3:0, nachdem Amankwaa Tin Jedvaj im Strafraum umgerissen hatte.

Angesichts der klaren Führung offenbarte Leverkusen kurz nach der Pause einige Konzentrationsschwächen in der Abwehr, die das Team des früheren Kölner Trainers Stale Solbakken beinahe zum Anschlusstreffer genutzt hätte. Toutouh traf aber völlig freistehend in der 49. Minute nur den Querbalken.

In der Folgezeit übernahm Leverkusen aber wieder das Kommando und ließ drei Tage vor dem ersten Saison-Heimspiel in der Bundesliga gegen Hertha BSC nichts mehr abbrennen, schraubte das Ergebnis durch Kießling mit dessen neunten Treffer im vierten Pflichtspiel sogar noch in die Höhe.

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