offizielle Webseite

Liveticker

Champions League

25.02.2014 - 18:55 Uhr


Doppel-Blitztor: BVB zu stark für Zenit

Und schon war's passiert! Borussia Dortmunds Henrikh Mkhitaryan (2.v.l.) netzt nach Marco Reus' (l.) toller Vorarbeit schon in der 4. Minute zum 1:0 bei Zenit St. Petersburg ein

Und nur eine Minute später macht es Reus gleich selber - sein drittes Saisontor in der Champions League

Was für ein Doppelschock für Zenit, das in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel kommt. Der BVB hingegen jubelt

Nuri Sahin (2.v.l.) und seine Kollegen haben die Sache total im Griff. Rechtsverteidiger Aleksandr Anyukov (r.) ist meist in der Defensive gebunden

Während der etatmäßige Abwehrchef Mats Hummels nur auf der Bank sitzt...

...kämpft sich Zenit zurück ins Spiel. Oleg Shatov (r.) trifft nach Konfusion in der BVB-Abwehr nach der Pause zum Anschluss

Doch Dortmund antwortet sofort wieder. Robert Lewandowski (l.) vollendet eine Vorlage seines Landsmanns Lukasz Piszczek nur drei Minuten später

St. Petersburgs Superstar Hulk (r.) bringt seine Farben mit einem Foulelfmeter (69.) zwar wieder ran...

Doch Lewandowski (v.) hat noch nicht genug. Der Mittelstürmer schnürt zwei Minuten darauf den Doppelpack, bereits sein sechstes Saisontor im Wettbewerb

Dabei bleibt es - Trainer Jürgen Klopp (l.) feiert mit seinem Topstürmer nach dem Abpfiff

Sankt Petersburg - Nach der angekündigten Trotzreaktion steht Borussia Dortmund vor dem erneuten Einzug in die Runde der letzten Acht der Champions League. Für eine ideale Ausgangsposition sorgte der deutsche Vizemeister nach einem Blitzstart und dem Doppelpack von Robert Lewandowski mit einem hochverdienten 4:2 (2:0)-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel bei Zenit St. Petersburg und betrieb Wiedergutmachung für die blamable Vorstellung in der Bundesliga drei Tage zuvor beim Hamburger SV. Das Rückspiel findet am 19. März statt.

"Das war nahe am Optimum", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp bei Sky: "Wir haben das Gefühl, wir sind noch nicht eine Runde weiter, wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns im Rückspiel. Das war eine Pressing- und Gegenpressing-Lehrveranstaltung gegen eine technisch hochtalentierte Truppe. Die Mannschaft hat sensationell gut in den Räumen agiert, hat die Zweikämpfe gesucht, gefunden und gewonnen." 

Kehl: "Beide Gegentore waren kurios"

"Wir haben das Spiel mit den frühen Toren in die richtige Richtung gelenkt. Wir haben am Ende das Spiel sehr gut dominiert", sagte Kapitän Sebastian Kehl bei Sky: "Es war klar, dass Zenit noch einmal kommen würde und das Spiel so nicht wegschenkt. Beide Gegentore waren kurios."

Henrik Mkhitaryan (4.) und Marco Reus (5.) innerhalb von 72 Sekunden sorgten schon frühzeitig für eine komfortable Führung gegen den Tabellenführer der russischen Premier Liga, der durch Oleg Shatov (58.) und einen umstrittenen Foulelfmeter von Hulk (69. ) zweimal zum Anschlusstreffer kam. Schließlich machte Lewandowski in seinem 50. Europacupspiel mit seinen Treffern (61. und 71.) den Sieg perfekt und avancierte mit nunmehr 18 Toren zum besten Europacup-Schützen der BVB-Geschichte vor Stephane Chapuisat (16).

Mkhitaryan vollendet Reus' Solo-Lauf

Besser hätte die Partie für die nach der Pleite beim HSV vielgescholtenen Borussen kaum beginnen. Zunächst nutzte Mkhitaryan einen Blackout der Zenit-Abwehr zum ersten Treffer nach einem Solo in den Strafraum von Reus, der von Lewandowski mit der Hacke eingesetzt worden war. Nicht einmal eine Minute später wurden die Russen erneut kalt erwischt, als Reus nach Vorlage von Kevin Großkreutz eine haarsträubende Passivität in der Defensive der Gastgeber konsequent zum 2:0 nutzte.

Es dauerte einige Zeit, bis sich die Russen von dem Schock erholten. Erst am 9. März beginnt für Zenit wieder die Saison, die mangelnde Spielpraxis war offensichtlich. Von dem Hexenkessel, den St. Petersburgs Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer prophezeit hatte, war nach dem Dortmunder Blitzstart nicht mehr viel zu spüren.

Lewandowski und Reus verpassen das 3:0

Die frühe Führung spielte dem BVB auch taktisch in die Karten. Mit schnellen Angriffen versuchte der Vorjahres-Finalist, die verunsicherte Zenit-Abwehr zu überraschen. Lewandowski (19.) und Reus (30.) vergaben große Chance zum dritten Treffer. Insgesamt präsentierten sich die Westfalen wesentlich konzentrierter und entschlossener als noch drei Tage zuvor in Hamburg.

Die Vorstellung der hochgelobten Gastgeber in der ersten Halbzeit passte zur Kulisse, denn die Begegnung fand vor 15.000 statt der ansonsten 21.570 Zuschauern im ausverkauften Petrowski-Stadion statt, weil die Euroäpische Fußball-Union (UEFA) Zenit mit einem Teilausschluss der Fans bestraft hatte. Grund waren rassistische Verfehlungen und das Abbrennen von Pyrotechnik im letzten Gruppenspiel im Dezember bei Austria Wien.

Hulk sicher vom Punkt

Die Borussen, die auf einen Einsatz von Mats Hummels (Fußverletzung) verzichteten, versuchten nach dem Wiederanpfiff für klare Verhältnisse zu sorgen. Auf der Gegenseite bedurfte es einer Unkonzentriertheit zum Anschlusstreffer von Zenit, das aus knapper Abseitsstellung durch Shatov im Nachschuss traf. Lewandowski antwortete mit dem dritten Treffer nach Vorlage von Lukasz Piszczek.

Und auch nachdem der schottische Schiedsrichter William Collum nach einem Foul von Piszczek auf den Elfmeterpunkt gezeigt und Hulk sicher verwandelt hatte, war Lewandowski wenig später mit Treffer Nummer vier zur Stelle, diesmal war Reus bei einem erneuten Konter der Vorbereiter, während Zenits Abwehr erneut nur zuschaute.

Aufstellungen und Statistiken im Ticker nachlesen ...

Die besten Bilder in der XL-Galerie

Verwandte Artikel
Champions League
Wettbewerbe

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH