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27.08.2013 - 08:54 Uhr


Schalke bei PAOK am Scheideweg

Schalke-Trainer Jens Keller steht in Piräus vor einer kniffligen Aufgabe

Immerhin kann der Coach auf Jefferson Farfan zurückgreifen

PAOK-Trainer Huub Stevens (r.) schiebt Schalke die Favoritenrolle zu

Thessaloniki - Ausgerechnet nach dem Schalker Fehlstart in der Bundesliga geht es für die Knappen um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League: S04 steht im Rückspiel der Play-offs bei PAOK Saloniki schon mit dem Rücken zur Wand. "Es geht um alles oder nichts", sagte Jungstar Julian Draxler, wohl wissend, dass im Falle einer Pleite im Geisterspiel in Griechenland der Horror auf Schalke erst richtig losgeht.
Das 1:2 bei Hannover 96 mit "Angsthasenfußball" (Draxler) in der ersten Halbzeit hat die Nerven aller Beteiligten noch weiter angespannt. Sportdirektor Horst Heldt appelliert an den Mannschaftsgeist: "Wir müssen weiter an uns glauben, sonst brauchen wir diese Reise gar nicht erst anzutreten. Wir müssen so auftreten wie in der zweiten Halbzeit in Hannover, dann bin ich mir sicher, dass wir weiterkommen." (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker)

"So kannst du keinen Erfolg haben"



Bei den Niedersachsen hatten sich die Schalker nach einer schwachen Leistung in der ersten Halbzeit zumindest noch in Unterzahl gegen die Niederlage gestemmt. Schon im Hinspiel gegen die Griechen brachte die Keller-Elf eine enttäuschende Hälfte, am vergangenen Mittwoch war es die zweite, um einen möglichen Erfolg. In beiden Spielen fehlte ein Anführer, der auch den verunsicherten jungen Spieler im Team Halt gab. Jermaine Jones, einer der Profis mit Führungsanspruch, sieht die Schuldigen aber eher im brodelnden Schalker Umfeld.

"Auf Schalke wird schneller alles schlecht geredet als woanders. Man bekommt sofort das Gefühl: Es geht alles unter, und das, obwohl die Mannschaft in den letzten Jahren immer europäisch vertreten war. Das ist Wahnsinn", sagte Jones der "Sport Bild": "Auf Schalke herrscht immer Dauertheater. So kannst Du keinen Erfolg haben."

Hoffen auf Farfan



Hoffnungen setzen die Königsblauen vor allem auf Jefferson Farfan, den sie in Hannover schon schmerzlich vermissten. Der peruanische Rechtsaußen, der im Hinspiel den S04-Treffer erzielte und kurz vor dem Abpfiff mit einer Knöchelprellung vom Feld musste, soll auch im Rückspiel treffen. Denn ein Tor brauchen die Schalker, sonst sind sie auf jeden Fall ausgeschieden.

Huub Stevens hat derweil ganz andere Probleme. Bei der Generalprobe bei Aufsteiger Panetolikos Agrinio (0:2) präsentierte sich sein Team ebenfalls nicht reif für die Champions League. "So kann man kein Spiel gewinnen", sagte Stevens, der vor acht Monaten auf Schalke entlassen worden war. Zudem muss PAOK auf die Unterstützung seiner Fans verzichten. Wegen wiederholter Ausschreitungen im Touma-Stadion bleiben die Ränge am Dienstag leer. "Der Druck liegt bei Schalke", sagte Stevens: "Sie müssen weiterkommen, wir wollen weiterkommen."

Voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Saloniki: Jacobo - Kitsiou, Katsouranis, Vitor, Lino (Skondras) - Tziolis, Lazar (Kace) - Stoch, Oliseh, Lucas - Salpingidis. - Trainer: Stevens

Schalke: Hildebrand - Uchida, Matip, Höwedes, Fuchs - Neustädter, Jones - Farfan, Draxler, Clemens - Szalai

Schiedsricher: Björn Kuipers (Niederlande)
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