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02.10.2013 - 09:58 Uhr


Nasri: "Franck steht immer wieder auf"

In Frankreichs Nationalelf Kameraden, am Mittwochabend Gegner: Samir Nasri (r.) und Franck Ribery

Am Mittwoch trifft der FC Bayern in der Königsklasse auf den englischen Vizemeister Manchester City um Topstar Samir Nasri

Die Himmelblauen feierten im Auftaktmatch gegen Viktoria Pilsen einen ungefährdeten 3:0-Erfolg - genau wie der FC Bayern gegen CSKA Moskau

Nasri (r.) blüht unter dem neuen Trainer Manuel Pellegrini richtig auf. "Ich werde regelmäßig eingesetzt und bisher bin ich sehr zufrieden", sagt der Franzose (r.)

München - Gipfeltreffen in Gruppe D: Am Mittwoch reist Triple-Sieger FC Bayern München in der Champions League zum englischen Vizemeister Manchester City. Sowohl die Münchner als auch die Skyblues haben ihre Auftaktpartien gegen CSKA Moskau beziehungsweise Viktoria Pilsen erwartungsgemäß gewonnen und rangeln nun um die Tabellenführung.
Vor dem Kräftemessen der europäischen Schwergewichte (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) sprach City-Topstar Samir Nasri mit bundesliga.de.

bundesliga.de: Monsieur Nasri, geht es gegen den FC Bayern in der Champions League bereits um eine Vorentscheidung im Kampf um den Gruppensieg?

Samir Nasri: Beide Mannschaften haben Ihr erstes Spiel in dieser Gruppe klar gewonnen. Wer nun dieses Duell gewinnt, kann sicherlich einen psychologischen Vorteil für den Rest dieser Gruppenphase haben. Für uns geht es vor allem darum zu zeigen, dass in dieser Saison auch mit uns zu rechnen ist.

bundesliga.de: Was halten Sie vom FC Bayern?

Nasri: Es ist der Titelverteidiger der Champions League. Dieser Verein war in den letzten vier Jahren drei Mal im Finale. Das ist hervorragend. Und auch in dieser Saison ist erneut mit den Münchnern zu rechnen. Dieses Spiel wird für uns die Gelegenheit zu sehen, wo wir wirklich stehen.

bundesliga.de: Als Gegner werden Sie unter anderem auf Franck Ribery treffen. Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm?

Nasri: Seit unserer gemeinsamen Zeit bei Olympique Marseille sind wir gut befreundet. Zum Beispiel haben wir während der Sommerpause mehrfach telefoniert. Wir haben von den neuen Trainern und den neuen Spielern in unseren jeweiligen Teams gesprochen. Ich bin ehrlich gesagt nicht überrascht, dass er beim FC Bayern so toll spielt. Er hat immer hart dafür gearbeitet und er hat dieses Talent immer gehabt. Als er schwere Zeiten durchmachen musste, hat er es immer geschafft, wieder aufzustehen. Ich mag ihn sehr.

bundesliga.de: Gab es mal für Sie die Möglichkeit zum FC Bayern zu wechseln?

Nasri: Tatsächlich. Es war in der Saison 2005-2006, als der FC Bayern noch von Felix Magath trainiert wurde. Da gab es konkrete Kontakte, aber der Transfer kam am Ende nicht zustande.

bundesliga.de: Für Manchester City verlief der Saisonstart in der Meisterschaft holprig, bis auf den 4:1-Triumph gegen Nachbar und Intimfeind Manchester United. Wie erklären Sie diese Startprobleme?

Nasri: Wir müssen uns noch an den neuen Trainer gewöhnen. Wir haben einen fantastischen Kader und jede Position ist doppelt oder sogar dreifach besetzt. Deswegen bin ich überzeugt, dass wir bald eine Siegesserie starten werden.

bundesliga.de: Welche Ziele hat sich Manchester City für diese Saison gesteckt?

Nasri: Wir wollen besser abschneiden als in der vergangenen Saison, das bedeutet: Englischer Meister werden und erst einmal in der Champions League überwintern, was uns in den letzten beiden Spielzeiten nicht gelungen ist.

bundesliga.de: Was hat sich unter dem neuen Trainer Manuel Pellegrini verändert?

Nasri: Bei ihm gilt es, so oft wie möglich in Ballbesitz zu sein, das Spiel zu kontrollieren und kompakt zu stehen. Ich denke, dass wir mit einer solchen Spielweise mit den besten Mannschaften Europas mithalten können.

bundesliga.de: Was sind die Unterschiede zwischen Pellegrini und seinem Vorgänger Roberto Mancini?

Nasri: Manuel Pellegrini besitzt eine große Erfahrung. Er ist mit seinen Ex-Teams Villareal und Malaga in der Königsklasse immer sehr weit gekommen, obwohl sie nicht zum Favoritenkreis gehörten. Er legt viel Wert auf die Kommunikation. Wenn ihm irgendetwas nicht passt, spricht er es sofort an. Mit solchen Methoden kann man sich als Spieler schnell entwickeln. Mit Mancini war es anders. Mit uns hat er nie viel gesprochen. Es war halt seine Mentalität.

bundesliga.de: Und Sie sind unter Pellegrini eine feste Größe geworden.

Nasri: Seit seinem ersten Tag in Manchester verstehen wir uns prächtig. Gleich am Anfang hat er mir versichert, dass ich unter ihm eine wichtige Rolle spielen werde und dass er mich braucht. Ich werde regelmäßig eingesetzt und bisher bin ich sehr zufrieden.

Das Gespräch führte Alexis Menuge
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