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Champions League

12.03.2014 - 14:47 Uhr


Hyypiäs Erinnerungen an Istanbul

Er war schon mal bei einem Fußballwunder dabei: Sami Hyypiä, der 2005...

...mit Liverpool die Champions League gewann. Der Finne (o.) und sein Team drehten damals einen 0:3-Pausenrückstand

Der Bayer-Coaah hält die Konzentration bei seinen Schützlingen um Simon Rolfes (M.) trotz der schweren Ausgangslage hoch

Bernd Leno (r.) war im Hinspiel noch der beste Leverkusener. Im Rückspiel fordert er von seinem Team mehr Einsatz

Zlatan Ibrahimovic (l.) war für die Bayer-Abwehr nicht in den Griff zu bekommen und schoss zwei Tore

Stefan Kießling (r.) wird im Rückspiel sehr wahrscheinlich nicht auflaufen. Ihn wird Eren Derdyiok ersetzen

Paris - 2005 leuchtete das Atatürk Stadium in Istanbul auf für ein kleines Fußball-Wunder. Der FC Liverpool egalisierte im Finale der Champions League einen 0:3 Halbzeitrückstand und gewann letztlich nach Elfmeterschießen gegen den AC Mailand. Sami Hyypiä war damals als Innenverteidiger bei den Siegern dabei. Der heutige Trainer von Bayer Leverkusen muss im Achtelfinal-Rückspiel bei Paris Saint Germain (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) nun erneut das Unmögliche möglich machen und ein 0:4 aus dem Hinspiel aufholen.

Richtig Mut konnte Hyypiä trotz seiner positiven Erlebnisse von 2005 aber nicht machen. "So etwas wie in Istanbul habe ich sonst in meiner Karriere nicht erlebt. Wir wollen das Spiel aber deshalb nicht wegschmeißen. Wir spielen schließlich Champions League", meinte der Finne einen Tag vor dem Anpfiff im Prinzenparkstadion.

Hyypiäs Gegenüber Laurent Blanc nahm vorzeitige Glückwünschen noch nicht an. "Bayer wird sicherlich auf eine Revanche aus sein. Deshalb möchte ich lieber bis nach dem Spiel warten, bevor wir über das Viertelfinale sprechen", erklärte der Weltmeister von 1998.

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Personal:

Über die finale Startelf wird Hyypiä erst spät nach Absprache mit der medizinischen Abteilung entscheiden. Denn mit Ömer Toprak (Risswunde), Stefan Reinartz (Probleme an der Achillessehne) und Lars Bender (Oberschenkelblessur) bestehen gleich drei Fragezeichen. Das Trio war zwar beim Abschlusstraining am Montag dabei, zumindest Bender wird aber wohl dennoch nicht auflaufen können. "Er wird wahrscheinlich nicht spielen", erklärte Hyypiä. Abwehrchef Emir Spahic fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Hinspiel. Torjäger Stefan Kießling könnte für Eren Derdiyok zur Abwechslung mal auf der Bank Platz nehmen.

Bei Paris Saint Germain greift in einer so komfortablen Ausgangslage die Rotation. Marco Verratti bekommt eine Pause verordnet, Blaise Matuidi wegen einer drohenden Gelbsperre ebenfalls. Und auch die Youngster Hervin Ongenda und Kingsley Coman sind nicht dabei, weil sie beim U-19-Team in der „UEFA Youth League“ ausgeholfen haben. Rechtsverteidiger Gregory van der Wiel fehlt verletzt. Dafür kehrt Starstürmer Edinson Cavani wieder ins Team zurück.

Ginge es nach Laurent Blanc, würde sich auch Superstar Zlatan Ibrahimovic mal eine Pause für seinen zwickenden Rücken gönnen. "Zlatan darf selbst entscheiden. Aber ich kenne ihn und weiß, wenn ich ihn frage ob er spielen möchte, wie seine Antwort sein wird", so Blanc.

Statistik:

In der Geschichte des Europapokals hat es noch keine Mannschaft geschafft, eine Heimniederlage mit vier Toren Differenz auswärts im Rückspiel zu drehen. Aber immerhin: Gleich dreimal schafften es Mannschaften zumindest vor eigenem Publikum, eine derartige Pleite zum Guten zu wenden...

Im Jahr 2003/04 wurde in der Champions League das Achtelfinale eingeführt. Und Bayer Leverkusen steht seitdem zum dritten Mal in der K.o.-Runde der letzten 16 Teams der Königsklasse. Aber: Die bisherigen fünf Hin- bzw. Rückspiele wurden alle verloren.

Ibrahimovic erzielte seine bisherigen zehn Champions-League-Treffer in den vergangen fünf Partien. Damit liegt er in der Torjägerliste hinter Real Madrids Cristiano Ronaldo (11) auf Rang zwei. Den Rekord für die Anzahl geschossener Tore in einer Saison hält Lionel Messi - der Argentinier traf in der Saison 2010/11 für den FC Barcelona 14 Mal.

Stimmen:

Sami Hyypiä: "Wir wollen zeigen, dass wir guten Fußball spielen können. Wir können das Geschehene nicht ändern, aber wir müssen nach vorne schauen."

Bernd Leno: "Wir sind dem deutschen Fußball etwas schuldig, weil wir im Hinspiel nicht so gut gespielt haben."

Philipp Wollscheid: "Jeder weiß, was im Fußball möglich ist. Es käme jedoch wirklich einem Wunder gleich, wenn wir weiterkommen würden."

Sidney Sam: "Es geht für uns darum, einfach unser Bestes zu geben und zu versuchen, eine bessere Leistung als im Hinspiel abzuliefern. Es muss ein Wunder passieren, dass wir das noch schaffen, wenn man ganz ehrlich ist. Trotzdem wollen wir uns gut präsentieren."

Ömer Toprak: "Wir wollen zeigen, dass wir es besser können. Da müssen wir natürlich eine ganz andere Körpersprache und mit einem ganz anderen Gefühl auf den Platz gehen, als im Hinspiel."

Laurent Blanc: "Wir bereiten uns auf jede Partie so vor, dass wir sie gewinnen wollen. Und das ist jetzt nicht anders. Wir müssen die Leistung aus dem Hinspiel bestätigen und die Sache ernst nehmen."

Lucas: "Es gibt im Fußball immer Überraschungen. Deshalb müssen wir auch in dieses Spiel mit der gleichen Motivation gehen, wie wir es im Hinspiel getan haben."

Die Aufstellungen:

Paris: Sirigu - Jallet, Marquinhos, Thiago Silva, Digne - Pastore, Cabaye, Rabiot - Cavani, Ibrahimovic, Lavezzi

Leverkusen: Leno - Donati, Wollscheid, Toprak, Guardado - Can, Reinartz, Rolfes - Sam, Derdiyok, Castro

Schiedsrichter: Ivan Bebek (Kroatien)

Aus Paris berichtet Michael Reis

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