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24.10.2013 - 09:35 Uhr


Götzes nächster Schritt Richtung Startelf

Premierentor: Mario Götze (l.) nach seinem ersten Pflichtspieltreffer für den FC Bayern

Gegen Viktoria Plzen trifft der Neuzugang von Borussia Dortmund in der Nachspielzeit...

...und sammelt so weiter fleißig Argumente für seinen ersten Startelf-Einsatz

München - Also doch wieder nur die Bank. Seit Samstag wurde in den Medien spekuliert, ob Mario Götze nach seinem Drei-Torvorlagen-Auftritt gegen Mainz nun endlich auch mal von Beginn an für die Bayern auflaufen dürfe. Antwort: Er durfte nicht.
Dabei hätte Götze für das Champions-League-Spiel gegen Viktoria Plzen am Mittwoch durchaus einen Startplatz verdient gehabt. Gegen Mainz war der 21-Jährige der entscheidende Mann gewesen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt, hatte er mit seinen Vorarbeiten dafür gesorgt, dass die Münchner einen 0:1-Rückstand binnen sieben Minuten drehten.

"Kann uns weiterbringen"



Fünf Minuten hatte Götze am Samstag für seine erste Torbeteiligung benötigt. Gegen den tschechischen Meister aus Pilsen legte er sogar bereits wenige Sekunden nach seiner Einwechslung in der 63. Spielminute auf; für Bastian Schweinsteiger, der per Drehschuss sehenswert zum 4:0 verwandelte.

"Dass er sehr, sehr viel Qualität hat und uns weiterbringen kann, das ist außer Frage. Das hat er gezeigt", lobte Philipp Lahm seinen Mitspieler, der beim 5:0-Sieg gegen den Tabellenletzten der Gruppe D einmal mehr seine Joker-Qualitäten bewies. Es sei wichtig, so der Bayern-Kapitän weiter, "dass Spieler von der Bank kommen, die eben auch den Unterschied ausmachen können".

Erstes Pflichtspieltor für Bayern



Diese extreme Leistungsdichte zeichne die Bayern derzeit aus, sagte Toni Kroos. Der Mittelfeldspieler meinte nach der Partie, man merke, "dass auch die Spieler, die reinkommen, was zeigen wollen, auch Tore machen wollen". Und diese dann auch schießen. So wie Götze, der gegen Plzen in der Nachspielzeit sein erstes Pflichtspieltor im Bayern-Dress erzielte und damit seinen jüngsten Sahne-Auftritten die Kirsche aufsetzte.

Ganz klar - die Formkurve bei Bayerns Nummer 19 zeigt einen eindeutigen Trend: Es geht aufwärts. Ob Götze aber bereits wieder bei hundert Prozent ist, könne er nicht beurteilen, erklärte Lahm. Schließlich war der Neuzugang von Borussia Dortmund lange verletzt.

Am Samstag erstmals von Beginn an?



Bei fünf Scorer-Punkten in den letzten beiden Pflichtspielen kommt Lahms Aussage aber fast einer unterschwelligen Drohung in Richtung der Konkurrenz gleich. Denn die Frage drängt sich auf: Wie stark wird die Bayern-Offensive sein, wenn Götze künftig noch stärker auftrumpfen sollte?

Dass Götze sein Topniveau wohl noch nicht erreicht hat, konnte man schon vor dem Spiel gegen Plzen bei Pep Guardiola heraushören. "Er spielt jeden Tag besser", hatte der Spanier einen Tag vor der Partie gesagt. "Wie viele Minuten er am Mittwoch spielen wird, weiß ich noch nicht." Letztlich wurde es eine knappe halbe Stunde, die der offensive Mittelfeldspieler bestens zu nutzen wusste.

Doch reicht diese erneut starke Vorstellung Götzes, um am kommenden Samstag gegen Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC endlich in der Bayern-Startelf zu stehen? Genau darüber dürfen die Fußballexperten nun wieder ein paar Tage lang spekulieren.

Aus der Allianz Arena berichtet Gregor Nentwig
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