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12.12.2013 - 09:12 Uhr


Draxler: "Es fällt eine große Last ab"

Geschafft: Der FC Schalke mit Julian Draxler (r.) besiegte Basel mit 2:0 und steht im Achtelfinale der Champions League

Der Youngster (M.) brachte die Knappen mit einem überlegten Flachschuss in Führung

Nach 66 Minuten musste Draxler (l.) allerdings wegen eines Muskelfaserrisses ausgewechselt werden

Gelsenkirchen - Schalke 04 hat dem Druck wieder einmal standgehalten und sein Endspiel um den Einzug in die K.o.-Phase der Champions League souverän gemeistert. Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung in der 66. Minute war Julian Draxler der überragende Mann bei Königsblau und legte mit seinem Treffer zum 1:0 den Grundstein für den ungefährdeten 2:0-Sieg gegen den FC Basel. Trotz seines Muskelfaserrisses stand der 20-Jährige nach der Partie zufrieden Rede und Antwort. 

Frage: Julian Draxler, Glückwunsch zum Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Wie groß ist die Erleichterung?

Draxler: Riesengroß. Wir wussten, was an diesem Spiel hängt und der ganze Verein war elektrisiert. Nach dem Sieg fällt eine große Last ab. Aber wie es auf Schalke so ist, kehrt dadurch wohl nicht sofort wieder Ruhe ein. Es war aber ein sehr großer Schritt, den wir in der Champions League gemacht haben.

Frage: Wie fällt Ihr Fazit zum Spiel aus?

Draxler: Man hat bei uns die Nervosität gemerkt. Basel kam zunächst mit seinen gefährlichen Außenspielern ganz gut in die Partie. In Überzahl haben wir das Spiel dann in den Griff bekommen und unsere Überlegenheit ausgespielt. Für Basel war es natürlich schwer, mit einem Mann weniger zu spielen. Sie konnten keinen Druck mehr aufbauen.

Frage: Ihr Tor brachte dann die Erlösung. War es gewollt, den Ball so sanft in die Ecke zu legen?

Draxler: Ja, das war gewollt. In letzter Zeit habe ich oft versucht, das Tor zu erzwingen, deswegen habe ich dieses Mal etwas lockerer gegen den Ball getreten und mit etwas Glück ist er dann in die Ecke gekullert.

Frage: Wie haben Sie das 2:0 durch Joel Matip erlebt?

Draxler: Alle im Stadion haben gedacht, dass es Abseits war. Joel war auch sehr überrascht. Souverän sah es jedenfalls nicht aus, wie er da rumgezappelt hat, aber im Stile eines Weltklasse-Mittelstürmers hat er das Ding dann rein gemacht (lacht). Nach dem Spiel haben wir alle gut Lachen, dass der Ball drin war. Ich freue mich für Joel und die Mannschaft.

Frage: Sie selbst haben eine starke Leistung gezeigt mit viel Spielfreude und vielen Kunststücken. Woher haben Sie diese Lockerheit genommen?

Draxler: Ich stand vor dem Spiel schon sehr unter Spannung, habe aber versucht, mein Bestes zu geben und das hat ganz gut geklappt. Ich habe mich in das Spiel richtig hinein gearbeitet. Dann klappt auch mal das ein oder andere Kabinettstückchen. Am wichtigsten war aber das Tor, über das ich mich sehr freue.  

Frage: Weniger erfreulich ist die Verletzung. Was sagt Ihr Gefühl?

Draxler: Ich möchte nicht spekulieren, aber mein Gefühl sagt mir nichts Gutes. Es war ein normaler Zweikampf, ich mache einen langen Schritt, plötzlich hat es am hinteren Oberschenkel gezogen und ich habe direkt gemerkt, dass nichts mehr geht.  

Frage: Nun warten Gegner wie Real oder Atletico Madrid, der FC Barcelona, Paris Saint-Germain oder Manchester United. Wer wäre Ihnen am liebsten?

Draxler: Das ist die absolute europäische Spitzenklasse. Es ist mir egal, auf wen wir treffen, denn es wird in jedem Fall eine schwere Aufgabe. Wir freuen uns darauf, egal wer kommt.

Frage: Schalke hat zuletzt immer zwei Gesichter gezeigt. Gibt es dafür eine Erklärung?

Draxler: Ich kann es nicht sagen. Es ist nervig und unnötig und am Ende liefern wir unter Druck doch immer die besten Spiele ab. Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn wir das jede Woche zeigen könnten. Da müssen wir auch hinkommen. Ich habe schon häufiger gesagt, dass wir nun optimistisch in die nächsten Spiele gehen können und dann haben wir wieder einen Rückfall erlitten, deshalb halte ich mich diesmal lieber mit Kampfansagen zurück. Bei uns weiß man ja wirklich nie, ich hoffe aber, dass wir die Leistung von heute in den letzen beiden Bundesligaspielen bestätigen können.

Aus Gelsenkirchen berichtet Markus Hoffmann

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