offizielle Webseite

Liveticker

Champions League

23.10.2013 - 22:41 Uhr


Die Bayern zerlegen Pilsen - Götze trifft

Deutliche Angelegenheit: Die Bayern schlagen Viktoria Plzen mit 5:0

Bastian Schweinsteiger (l.) und Co. sind vom Anpfiff weg haushoch überlegen und haben Chancen im Minutentakt

Doch erst in der 25. Minute platzt der Knoten: Arjen Robben (r.) wird von Roman Hubnik im Sechzehner gefällt...

...und Franck Ribery versenkt den fälligen Foulelfmeter per Flachschuss rechts unten

In der 37. Minute schnappt sich David Alaba (r.) eine Kopfballablage von Mario Mandzukic und schießt den Ball mit rechts ins linke Eck - 2:0 für die Bayern

Nach der Pause rollt der FCB-Express weiter: Erneut Ribery (r.) ist in der 63. Minute mit einem feinen Heber erfolgreich, ehe Bastian Schweinsteiger (l.) drei Minuten später per Drehschuss auf 4:0 stellt

Der eingewechselte Mario Götze (2.v.r.) setzt in der ersten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte

München - Titelverteidiger FC Bayern München hat seine Erfolgsgeschichte in der Champions League glanzvoll fortgesetzt. Der Bundesliga-Tabellenführer gewann nach einem Sturmlauf gegen Außenseiter FC Viktoria Plzen äußerst souverän und hochverdient mit 5:0 (2:0) und nimmt nach dem dritten Sieg im dritten Spiel der Gruppe D klar Kurs auf den Gruppensieg und das Achtelfinale. Mit einem Erfolg beim noch punktlosen tschechischen Meister am 5. November kann das Team von Trainer Pep Guardiola, das mit dem achten Sieg in der Königsklasse in Serie einen Clubrekord aufstellte, frühzeitig alles klar machen.
"Es geht immer noch besser, aber hauptsächlich müssen wir uns noch in der Bundesliga steigern. Unsere vier Spiele in Europa bisher waren sehr gut, aber auch da geht es noch besser. In diesem Spiel war ich aber trotzdem mit unserer Leistung zufrieden", sagte Guardiola.

Der bärenstarke Franck Ribery brachte die Bayern, die weiter drei Punkte vor Manchester City liegen, in einer sehr einseitigen Partie gegen das überforderte Plzen per Foulelfmeter in der 25. Minute in Führung. Vorausgegangen war eine Attacke des Ex-Berliners Roman Hubnik an Arjen Robben. David Alaba (37.) sorgte vor 68.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena noch vor der Pause für die Vorentscheidung.

Götze trifft in der Nachspielzeit



Nach dem Wechsel war es erneut Superstar Ribery (61.), der nach einem sehenswerten Solo das 3:0 besorgte. Bastian Schweinsteiger erzielte nur drei Minuten später den vierten Münchner Treffer, ehe der eingewechselte Götze in der Nachspielzeit den fünften nachlegte. Am Samstag will der Rekordmeister, der nunmehr 14 seiner letzten 16 Spiele in der Königsklasse gewann, auch in der Liga im Heimspiel gegen Hertha BSC nachlegen.

Präsident Uli Hoeneß schwärmte nach Spielende von Ribery und dem Niveau der Münchner. "Franck sprühte vor Spielfreude. Was er mit dem Ball macht, das ist wie Rastelli. Es ist auch gleichgültig, wer ein- und ausgewechselt wird: Es ist immer eine Qualität auf dem Platz, die in Europa ihresgleichen sucht", sagte der Weltmeister von 1974.

"Wir machen viele Dinge schon sehr gut. Wir hatten viele Chancen, viele Ecken, und wenn man sich die Statistik ansieht, sieht das sehr gut aus. Aber die Vorrunde ist immer noch etwas anderes als später die K.o.-Runde, deshalb sollten wir uns noch vor Prognosen hüten", resümierte Götze nach dem Schlusspfiff.

Contento beginnt in der Innenverteidigung



Guardiola wartete bei seinem Personal-Puzzle durchaus mit Überraschungen auf. Für den gesperrten Jerome Boateng und den verletzten Dante bot er in der Innenverteidigung neben Daniel van Buyten wie schon in der zweiten Halbzeit gegen Mainz (4:1) Linksverteidiger Diego Contento auf.

Im offensiven Mittelfeld musste nach der Rückkehr von Ribery zunächst Thomas Müller weichen. Auf der Bank neben dem Nationalspieler sowie dem wiedergenesenen Javi Martinez, der knapp zwei Monaten gefehlt hatte, musste erst einmal auch Götze Platz nehmen - trotz seiner Gala vom Samstag.

Bayern-Powerplay von Beginn an



Die erneuten Veränderungen in der Startelf hielten die Münchner, die nun 13 von 15 Pflichtspielen unter Guardiola gewonnen haben, aber nicht davon ab, gleich reichlich Druck zu machen. So musste Plzen, das nur noch theoretische Chancen auf die K.o.-Runde in der Champions League hat, schon in den ersten vier Minuten vier brenzlige Situationen überstehen. Die beste Möglichkeit vergab dabei Mario Mandzukic, der einen Kopfball aus kurzer Distanz über das Tor setzte. Nur wenige Sekunden später verzog Robben knapp.

Es war von Beginn an das erwartete Powerplay der Münchner, die Viktoria kaum Zeit zum Verschnaufen gaben. Allerdings fehlte den Bayern zunächst einige Male die Präzision. Und wenn der Ball in den ersten 20 Minuten auf das Tor kam, wie etwa bei einem Schuss von Alaba (15.), war Plzens Keeper Matus Kozaclik auf dem Posten.

Plzen nur um Schadensbegrenzung bemüht



Keine Abwehrchance hatte der 29-Jährige aber beim Strafstoß von Ribery, auch wenn er mit der Hand am Ball war. Dafür rettete Kozaclik sein Team nur kurz darauf vor dem 0:2, als er gegen Mandzukic und dann gegen van Buyten mit guten Reflexen klärte. Bei Alabas erneutem Versuch mit rechts war der Schlussmann allerdings machtlos.

Das Szenario blieb auch nach der Pause unverändert: Die Münchner belagerten die Hälfte von Viktoria, die unterlegenen Gäste waren nur um Schadensbegrenzung bemüht. Dies gelang aber kaum. Ribery hatte bei seinem Alleingang ebenso wenig Gegenwehr wie Schweinsteiger bei seinem Drehschuss, den Götze nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung vorbereitete.


Aufstellungen und Statistiken im Ticker
Verwandte Artikel
Champions League
Wettbewerbe

© 2014 DFL Deutsche Fußball Liga GmbH