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25.11.2013 - 15:55 Uhr


BVB droht K.o. vor den K.o.-Spielen

Mächtig unter Druck: Borussia Dortmund muss gegen den SSC Neapel gewinnen, um die Chancen aufs Achtelfinale zu wahren (© Imago)

"Wir werden alles tun, um uns ein Endspiel am 11. Dezember in Marseille zu erarbeiten", sagt BVB-Trainer Jürgen Klopp (© Imago)

Klopp muss in der Abwehr improvisieren - wahrscheinlich wird Kapitän Sebastian Kehl (Bild) in der Innenverteidigung neben Sokratis auflaufen (© Imago)

Dortmund - Mut-Reden, Durchhalteparolen und die Hoffnung auf das Ende der Bayern-Depression: Trainer Jürgen Klopp steht bei Borussia Dortmund vor der größten Herausforderung seiner fünfjährigen Amtszeit. Denn nur ein Sieg kann die Westfalen 185 Tage nach dem Wembley-Finale vor dem vorzeitigen Aus in der Champions League bewahren.
Nach dem 0:3 im Bundesliga-Gipfel gegen den Triple-Gewinner aus München setzt Club-Boss Hans-Joachim Watzke auf eine Jetzt-erst-recht-Mentalität der Borussen im vorentscheidenden Gruppenspiel am Dienstag gegen Italiens Vizemeister SSC Neapel (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker).

Watzke: "Wir werden gewinnen"



"Wir können gewinnen, wenn wir alles aus uns herausholen. Und wir werden dieses Spiel gewinnen, weil die Jungs alles aus sich herausholen werden", sagte Watzke voller Inbrunst mit Blick auf das Achtelfinale. Von einem K.o. noch vor den K.o.-Spielen und Absturz in die Europa League will er nichts wissen.

Dennoch, die Situation ist prekär: Mit einem Sieg könnte der BVB mit Neapel und Tabellenführer FC Arsenal (beide neun Punkte) gleichziehen und im letzten Gruppenspiel beim abgeschlagenen Team von Olympique Marseille das Überwintern in der Königsklasse klarmachen (Was wäre, wenn...?).

Klopp ist vor dem Nervenspiel mehr den je als Psychologe gefordert. Das Personal-Dilemma und zuletzt drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge sind seiner Mannschaft aufs Gemüt geschlagen. Nur kurze Zeit blieb, um die Wunden der Niederlage gegen die Bayern zu lecken. "Ich habe vollstes Vertrauen in die mentale Stärke der Mannschaft", betonte BVB-Präsident Reinhard Rauball. "Richtig verloren hat man erst, wenn man aufgibt." Doch davon sind die Borussen weit entfernt.

Bender oder Kehl in der Abwehr



"Wir werden alles tun, um uns ein Endspiel am 11. Dezember in Marseille zu erarbeiten. Das ist unser Auftrag", sagte Klopp. "Es wird nicht leicht. Aber unsere Chance reicht aus, um daran zu glauben." Wenn da nicht die Abwehr-Probleme wären.

Klopp brütet nach dem Ausfall von Neven Subotic, Mats Hummels und Marcel Schmelzer über die Formation der Abwehrkette, zumal der am vergangenen Mittwoch als Ersatz verpflichtete Manuel Friedrich wegen der fehlenden Spielberechtigung für die Champions League nicht zur Verfügung steht. Die defensiven Mittelfeldspieler Sven Bender oder Sebastian Kehl sind die wahrscheinlichsten Optionen.

Die Improvisation in der hintersten Reihe bereitet Sportdirektor Michael Zorc offenbar weniger Probleme: "Uns fehlt in der Offensive die Effektivität. Das war gegen die Bayern so und bisher in der Champions League. Wir müssen kaltschnäuziger werden. Da haben wir noch Potenzial nach oben."

Auch Neapel verpatzte die Generalprobe



Der BVB muss sich nunmehr aus einer Lage befreien, die er sich mit dem unnötigen 1:2 im Hinspiel eingebrockt hat. In jener Begegnung am 18. September, in der Klopp nach seinem Wutanfall in der 30. Minute auf die Tribüne verbannt - und anschließend für zwei Spiele gesperrt - wurde, Hummels mit einer Rückenverletzung (45.) ausschied und Torhüter Roman Weidenfeller in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit Rot wegen Handspiels außerhalb des Strafraums sah.

Aber auch die Italiener verpatzten ihrer Generalprobe vor der Reise nach Dortmund. Das Team von Trainer Rafael Benitez bezog gegen den FC Parma mit dem 0:1 die zweite Niederlage in Folge. Dennoch ist auch Neapel hochmotiviert. Torjäger Gonzalo Higuain meinte: "Allein den letztjährigen Finalisten rauswerfen zu können, ist Motivation genug."


Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Dortmund: Weidenfeller - Großkreutz, Sokratis, Kehl, Durm - Sahin, Bender - Blaszczykowski, Mkhitaryan, Reus - Lewandowski

Neapel: Reina - Maggio, Raul Albiol, Britos, Armero - Behrami, Inler - Callejon, Pandew, Mertens - Higuain

Schiedsrichter: Carlos Velasco Carballo (Spanien)
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