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Bundesliga

18.03.2014 - 10:00 Uhr


Hauptsache, die Premiere passt

BVB-Coach Jürgen Klopp (l.) und sein Stürmer Robert Lewandowski sind vor dem Rückspiel gegen Zenit St. Petersburg zuversichtlich

Die Borussia um Hinspiel-Torschütze Henrikh Mkhitaryan (2.v.l.) geht mit einem 4:2-Vorsprung in das Match am Mittwochabend

Trotz der 1:2-Niederlage gegen Gladbach sind die Schwarz-Gelben selbstbewusst. Den letzten drei Siegen in der Königsklasse waren jeweils drei Pleiten in der Liga vorausgegangen

Hinspiel-Doppeltorschütze Lewandowski warnt vor Leichtfertigkeit: "Wir können es uns nicht leisten so, aufzutreten wie gegen Gladbach"

München - "Schlechte Generalprobe - gute Premiere", so heißt es beim Theater. Borussia Dortmund hält sich konsequent daran. Einer Niederlage gegen Bayern folgte ein souveräner Sieg gegen Neapel. Einer Pleite gegen Leverkusen folgte ein denkwürdiger Erfolg in Marseille. Einem Debakel in Hamburg folgte ein furioser Triumph bei Zenit. Nur gut, dass der BVB vor dem Rückspiel gegen St. Petersburg (Mittwoch, ab 20:30 im Live-Ticker) das Gladbach-Match ebenfalls vergeigt hat.

Zumal die Schwarz-Gelben nach dem 4:2 im Hinspiel in St. Petersburg in einer komfortablen Ausgangssituation sind. Spielraum für Horrorszenarien gibt es eigentlich kaum. Doch auch nach der überraschenden 0:3-Niederlage gegen fast schon abgeschriebene Hamburger war die mediale Skepsis vor dem Hinspiel in Russland groß.

"Damals hatten wir die richtige Antwort"

Das Team von Jürgen Klopp ließ sich davon aber nicht beeinflussen. Mit aggressivem Pressing und überfallartigem Umschaltspiel zerlegte der BVB die Mannschaft um den brasilianischen Superstar Hulk. Der in der Liga gesperrte Henrikh Mkhitaryan und der angeschlagene Marco Reus, die nun wohl beide wieder zur Verfügung stehen, schossen bereits innerhalb von fünf Minuten ein 2:0 heraus.

Obwohl Dortmund bereits zum vierten Mal in Serie die Generalprobe vor dem Auftritt in der Champions League vergeigt hat, kann von angeknackstem Selbstbewusstein keine Rede sein. Das gilt auch für Stürmer Robert Lewandowski: "Wir sind in einer ähnlichen Ausgangsposition wie nach dem 0:3 beim HSV. Damals hatten wir die richtige Antwort parat", sagte er im Interview mit bundesliga.de. 

Schwarz-gelbes Ego angekratzt

Allerdings wissen die Spieler, dass das Modell der verpatzten Generalprobe keine dauerhafte Lösung sein kann. Die Punktverluste im eigenen Stadion gegen vermeintlich schwächere Gegner kratzen am schwarz-gelben Ego. "Wir wollen nicht noch einmal in Dortmund verlieren", erklärte Lewandowski. Deshalb warnte der Pole, der im Hinspiel doppelt traf, auch davor, die Russen zu unterschätzen: "Wir sind noch nicht im Viertelfinale. Wir können es uns nicht leisten wie gegen Gladbach aufzutreten." 

Denn wenn die Champions League nicht mehr als Trostpflaster herhalten kann, wird auch das Dortmunder Selbstbewusstsein leiden. Um das zu vermeiden, hilft nach der peinlichen Probe am Samstag nur eins: Eine perfekte Premiere.

David Meininger

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