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Champions League

23.10.2013 - 22:41 Uhr


Bayer siegt dank Kießling souverän

Doppelpacker Stefan Kießling ist beim 4:0-Sieg gegen Donetsk der Matchwinner bei Bayer Leverkusen

Zu Beginn konzentrieren sich beide Teams zunächst auf die eigenen Ordnung. Vor den Toren passiert wenig Zwingendes

In der 22. Minute bringt Kießling (o.) nach einer Flanke von Giulio Donati die Bayer-Elf mit 1:0 in Führung

Für den 29-Jährigen ist es der erste Treffer im laufenden Wettbewerb

Im zweiten Durchgang erhöht Simon Rolfes (l.) per Strafstoß auf 2:0. Der Kapitän trifft bereits zum dritten Mal in dieser Champions-League-Saison

Kurz darauf sorgt Sidney Sam (r.) nach feinem Zuspiel von Heung-Min Son (l.) für die Vorentscheidung

Mitten in eine Drangphase von Shakhtar gelingt Kießling (l.) mit seinem zweiten Treffer des Abends die endgültige Entscheidung. Gäste-Keeper Andriy Piatov macht dabei keine gute Figur

Dank des Erfolgs zieht Bayer in der Gruppe A an den Ukrainern vorbei und liegt nun einen Punkt hinter Manchester United (1:0 gegen Real Sociedad) auf Platz 2

Leverkusen - Stefan Kießling hat Bayer Leverkusen zum Sieg in seinem Schlüsselspiel der Champions-League-Gruppenphase geführt und die Tür zum Achtelfinale weit aufgestoßen. Die Rheinländer gewannen gegen Shakhtar Donetsk mit 4:0 (1:0) und übernahmen dadurch bei Halbzeit der Gruppenphase den begehrten 2. Tabellenplatz vom ukrainischen Meister. Bundesliga-Torschützenkönig Kießling erzielte zwei Treffer (22./72.) und holte auch den etwas fragwürdigen Foulelfmeter heraus, den Kapitän Simon Rolfes zu seinem bereits dritten Saisontreffer in der Königsklasse verwandelte (50.).
Nationalspieler Sidney Sam hatte in der nicht ausverkauften BayArena mit seinem bereits elften Pflichtspieltor dieser Saison (57.) die letzten Zweifel am achten Heimsieg in Folge Bayers in der Champions-League-Gruppenphase beseitigt. Im nächsten Spiel am 5. November muss der am Mittwoch erst im zweiten Durchgang überzeugende Bundesliga-Dritte in der Ukraine antreten, ein Remis dort und er stünde mit einem Bein in der K.o.-Runde.

Reinartz fällt kurzfristig aus



"Wir haben auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Ich habe mich unwahrscheinlich für Stefan Kießling gefreut. Wir sind jetzt erst einmal froh, dass wir sechs Punkte haben", sagte ein zufriedener Bayer-Sportchef Rudi Völler kurz nach dem Schlusspfiff bei "Sky".

Bayer-Coach Sami Hyypiä musste gleich zwei defensive Mittelfeldspieler ersetzen. Neben Lars Bender (Muskelfaserriss) fehlte kurzfristig auch Stefan Reinartz (Fersenprobleme). An ihrer Stelle spielten Gonzalo Castro und Emre Can, die ansonsten auch als Außenverteidiger ein Thema gewesen wären.

Donetsk, das nach dem Verlust von Henrikh Mkhitaryan an Borussia Dortmund in der Offensive ausschließlich auf Brasilianer vertraut, stand relativ tief und überließ den selbst lieber konternden Leverkusenern weitgehend das Feld. Diese wussten mit den Freiheiten zunächst wenig anzufangen, spielten viel zu langsam und statisch nach vorne und verbuchten viel zu viele leichtfertige Ballverluste. Den ersten wirklich gelungenen Angriff nutzte der Bundesligist dann gleich zur Führung - unter tatkräftiger Mithilfe von Shakhtar-Keeper Andriy Piatov, der den haltbaren Kopfball Kießlings nach Musterflanke von Giulio Donati passieren ließ.

Bayer nach dem Wechsel zielstrebiger



Zwei Minuten später hätte Kießling noch einen Elfmeter bekommen müssen. Der Schiedsrichter Stephane Lannoy und seine insgesamt fünf Assistenten übersahen jedoch die Attacke von Alexander Kucher, der den Bayer-Stürmer mit beiden Händen zu Boden gestoßen hatte. Dafür ahndete der Franzose direkt nach der Pause eine nicht unbedingt elfmeterreife Aktion von Shakhtar-Spielführer Dario Srna an Kießling mit Strafstoß.

Shakhtar kam gegen im ersten Durchgang wenig überzeugende Leverkusener erst wenige Sekunden vor der Pause zur ersten Torchance durch Alex Teixeira. Nach dem Wechsel kam der Bundesligist dann wesentlich zielstrebiger aus der Kabine und hatte den Dortmunder Achtelfinal-Gegner der Vorsaison fest im Griff. Nach dem 3:0 machte Donetsk endlich auf, beide Teams kamen nun zu Chancen. Kießling nutzte schließlich einen weiteren Fehler Piatovs zum 4:0 und verdreifachte nach zuvor erst einem Tor im elften Champions-League-Einsatz seine Torquote in der Königsklasse.


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