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27.11.2013 - 22:46 Uhr


Bayer kommt gegen ManU unter die Räder

Bitterer Champions-League-Abend für Bayer 04: Gegen Manchester United setzt es für Rolfes und Co. (M.) eine 0:5-Klatsche

Die Werkself startet zunächst solide in die Partie, erspielt sich einige gute Tormöglichkeiten. Ausgerechnet nach der größten, vergeben durch Stefan Kießling (nicht im Bild), folgt...

...der erste Gegentreffer. Wayne Rooney (l.) flankt auf Antonio Valencia, der mühelos zum 1:0 einnetzt. Kurz darauf rappelt es wieder im Bayer-Netz

Emir Spahic (r., gegen Shinji Kagawa) befördert das Leder zum 0:2 per Kopf ins eigene Tor. Mit diesem Zwischenstand geht es in die Halbzeitpause

Nach Wiederanpfiff lässt die ManU-Tormaschine nicht nach. Im Gegenteil, die Gäste...

...machen weiter Druck. Ömer Toprak und Co. können die Red Devils nicht stoppen und kommen ordentlich unter die Räder

Chris Evans (r., mit Patrice Evra) lässt sich feiern. Der ManU-Kicker schraubt die Führung auf 3:0 hoch

Chris Smalling (M.) darf sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen. Er erhöht auf 4:0. Der Portugiese...

...Nani (r., gegen Bernd Leno) erzielt mit einem Lupfer den 5:0-Endstand. Da Donetsk im Parallelspiel San Sebastian klar schlägt, hat...

...Bayer den Einzug ins Achtelfinale nicht mehr in der eigenen Hand. Am letzten Spieltag muss ein Dreier her, um die Chance auf das Achtelfinale zu wahren

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat seine Ausgangsposition in der Champions League nach einer 0:5 (0:2)-Lehrstunde gegen Manchester United verspielt und hat das Erreichen des Achtelfinals nicht mehr in der eigenen Hand. Der Bundesliga-Zweite rutschte durch die höchste Heimpleite seiner Champions-League-Geschichte auf den 3. Platz ab und braucht zum Abschluss der Gruppenphase einen Sieg bei Real Sociedad San Sebastian sowie Schützenhilfe der nun vorzeitig qualifizierten Briten gegen Shakhtar Donetsk.
Sollte Manchester am 10. Dezember gegen die Ukrainer gewinnen, würde Leverkusen ein Unentschieden im Baskenland genügen, um das zweite Vorrunden-Aus bei der achten Königsklassen-Teilnahme und den Abstieg in die Europa League abzuwenden.

"Mir fehlen selten die Worte, aber das ist ein ganz bitterer Abend. Wir müssen die Mannschaft jetzt wieder aufbauen. Die Spieler sind geknickt, damit haben wir nicht gerechnet. Wir haben aber noch eine Chance", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler nach der Partie und lenkte den Blick bereits auf das Spiel in San Sebastian.

Gäste nutzen Fehler der Werkself eiskalt aus



Bayer 04 fand keinen guten Start in die Partie, leistete sich viele Fehlpässe im Aufbauspiel und wurde dafür prompt bestraft. Antonio Valencia (22.) hatte die in der Premier League nur auf Rang 6 liegenden Engländer in Führung gebracht, acht Minuten später unterlief Abwehrchef Emir Spahic ein Eigentor, nach dem 0:3 durch Jonny Evans (66.) trafen noch Chris Smalling (77.) und Nani (88.). Wayne Rooney bereitete drei der fünf Tore vor. Der zweimalige Champions-League-Sieger aus Manchester überstand damit bei seiner 18. Teilnahme in Folge zum 17. Mal die Vorrunde.

Bayer musste zwar Sidney Sam (Muskelfaserriss) ersetzen, den Überflieger der aktuellen Saison. Doch Manchester traf es eigentlich ungleich härter: Michael Carrick, Marouane Fellaini, Kapitän Nemanja Vidic und Torjäger Robin van Persie fehlten - gleich vier absolute Stützen des Teams. So erhielt der Ex-Dortmunder Shinji Kagawa wie im Hinspiel eine seiner wenigen Bewährungschancen, die er diesmal eindrucksvoll nutzte. Zudem kam Ryan Giggs, Assistenz-Trainer und nach offizieller Wahl Manchesters "bester Spieler aller Zeiten", zwei Tage vor seinem 40. Geburtstag zum 138. Champions-League-Einsatz.

Trotz des personellen Aderlasses hatte der englische Rekordmeister die Partie jederzeit fest im Griff. Bayer legte den Respekt nie komplett ab, kam nicht richtig in die Zweikämpfe und ließ im Spiel nach vorne die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Nach Kießling-Chance folgt prompt das Gegentor



Bitter zudem, dass das 0:1 ausgerechnet Sekunden nach Leverkusens bester Torchance fiel. Stefan Kießling hatte sich zentral in den Strafraum durchgewühlt, seinen Schuss blockte Vidic-Ersatz Evans im letzten Moment zur Ecke. Direkt danach eroberte Kagawa 30 Meter vor dem eigenen Tor den Ball gegen Reinartz, den mustergültigen Konter vollendete Valencia nach einer schönen Hereingabe von Rooney am langen Pfosten. Acht Minuten später verlängerte Spahic einen Freistoß von Rooney unglücklich und unhaltbar für Bayer-Keeper Bernd Leno mit dem Kopf ins eigene Tor.

Nach dem Wechsel agierte der Bundesligist etwas couragierter, wurde jedoch nicht gefährlich genug. Manchester tat nur das Nötigste, ohne die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Nach 56 Minuten vergab Nani den dritten Scorerpunkt Rooneys, als er nach dessen schöner Vorlage vorbeizielte. Rooney selbst verzog kurz darauf ebenfalls knapp, ehe Evans nach einer Ecke alle Zweifel beseitigte. Danach war Bayers Widerstand gebrochen.

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