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10.12.2013 - 23:50 Uhr


Aubameyang: Fluch beenden fürs Achtelfinale

Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang gab sich auf der Pressekonferenz vor dem entscheidenden Spiel bei Olympique Marseille gelassen

Im letzten Gruppenspiel gegen Neapel erzielte der Gabuner (M.) den 3:1-Endstand für die Borussia

Ob Nuri Sahin (M.) nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Leverkusen in Südfrankreich auflaufen kann, entscheidet sich erst kurzfristig

Marseille - Hätte Pierre-Emerick Aubameyang die Chance gehabt, er hätte sich an diesem frühen Abend in Marseille sicherlich eine andere Beschäftigung ausgesucht, als auf der Pressekonferenz von Borussia Dortmund am Rednerpult zu sitzen. Denn er wusste genau, dass eine ganz bestimmte Frage kommen musste. Aber als geborener Franzose und ehemaliger Spieler der französischen Ligue 1 war seine Anwesenheit zur Freude der einheimischen Journalisten eine Art Pflicht.

bundesliga.de ließ es sich dann auch nicht nehmen, Aubameyang auf seine Torflaute gegen Olympique anzusprechen. Mit dem OSC Lille, AS Monaco, AS St. Etienne und auch Borussia Dortmund ist es dem pfeilschnellen Stürmer in zehn Pflichtspielen gegen OM nicht gelungen, einen Treffer zu erzielen.

Aubameyang: "Eine extra Motivation"

Damit soll am Mittwoch (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) zum Abschluss der Gruppenphase der Champions League aber endgültig Schluss sein. "Ich habe bislang noch nicht das Glück gehabt, gegen Marseille zu treffen. Aber irgendwann muss sich das Schicksal ja zu meinen Gunsten ändern. Das gibt mir für die Partie auf jeden Fall eine extra Motivation", erklärte Aubameyang.

Ob der 24-Jährige im Stade Velodrome aber so viele Chancen bekommen wird, ist ob der möglichen taktischen Ausrichtung des BVB aber ungewiss. Denn durch die Verletztenmisere im gesamten Defensivbereich verzichtet Trainer Jürgen Klopp wohl auf den sonst gewohnten Hurra-Fußball.

Klopp trotz Verletztenmisere optimistisch

"Wir werden jetzt sicherlich nicht 'Holla die Waldfee' nach vorne spielen", erklärte Klopp, der trotz der angespannten Personalsituation zwar fokussiert, aber nicht sonderlich angespannt wirkte.

"Ich sehe dem Spiel sehr positiv entgegen. Wir haben es vor zwei Wochen gegen Neapel sehr gut hinbekommen und sind überglücklich über die Chance, die wir jetzt haben. Und genau so werden wir das ganze angehen", meinte der BVB-Coach weiter.

Dass die Dortmunder nach der Heimpleite gegen Bayer Leverkusen am Samstag besonders unter Druck stehen könnten, dem widersprach Aubameyang sofort. "Bei diesem Duell stehen beide Teams unter Druck. Aber den hatten wir auch schon vorher. Von daher hat sich durch die Niederlage gegen Leverkusen für uns nichts geändert", erklärte er.

Sahins Einsatz entscheidet sich kurzfristig

So wird am Mittwochabend für die Schwarz-Gelben wohl einfach nur viel davon abhängen, wie sich die dann neuformierte Defensivformation präsentieren wird - mit oder ohne Nuri Sahin. Dessen Einsatz wird sich erst wenige Stunden vor dem Anpfiff entscheiden, denn "wir werden da nichts riskieren", so Klopp.

Wer auch immer für die Borussia auflaufen wird, Aubameyang hat "vollstes Vertrauen in die Spieler, mit denen ich auf dem Rasen zusammenspielen werde." Wenn er dann auch noch selbst ins Tor trifft und damit seinen Marseille-Fluch besiegt, dann sollte der Einzug der Dortmunder ins Achtelfinale unter Dach und Fach sein.

Aus Marseille berichtet Michael Reis

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