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Champions League

24.10.2013 - 09:06 Uhr


"Die richtige Antwort gegeben"

Simon Rolfes (M.) und Stefan Kießling (r.) waren gegen Donetsk die spielentscheidenden Akteure

Rolfes sorgte per Foulelfmeter für die zwischenzeitliche 2:0-Führung

Kießling (r.) erzielte gegen Donetsk sogar einen Doppelpack

Leverkusen - Bayer 04 Leverkusen ist dem Ziel, in der Champions League im Achtelfinale zu überwintern, einen großen Schritt näher gekommen. Nach dem überzeugenden 4:0-Heimerfolg gegen Shakhtar Donetsk übernahm die Werkself Platz 2 in der Gruppe A. Nach der Gala stand Leverkusens Mannschaftskapitän Simon Rolfes, der mit seinem verwandelten Foulelfmeter zum 2:0 für die Vorentscheidung sorgte, Rede und Antwort.
Frage: Herr Rolfes, Sie haben in der Champions League schon wieder getroffen. Machen Sie jetzt Ihrem Mittelstürmer Stefan Kießling Konkurrenz?

Simon Rolfes: Ein bisschen Konkurrenz tut ja jedem gut. Es war eigentlich nicht geplant, dass ich den Elfmeter schieße. "Kies" (Stefan Kießling, die Red.) war als erster Schütze eingeteilt. Aber da er gefoult worden war, habe ich geschossen. Meine Bilanz ist gut. Es ist etwas ungewöhnlich, dass man als defensiver Mittelfeldspieler nach drei Spieltagen schon drei Tore auf dem Konto hat. Das freut mich. Ich habe aber auch früher schon immer meine Tore gemacht. Aber dass es so gut läuft, ist einfach super. Ich mache gerne Tore. Das ist doch das Schönste beim Fußball. Ich denke, es war auch das eine oder andere wichtige Tor dabei.

Frage: Leverkusen hat nun bereits den zweiten Sieg eingefahren. Nimmt die Mannschaft jetzt Fahrt auf?

Rolfes: Das wäre wichtig. Wenn man davon ausgeht, dass Donetsk der härteste Konkurrent um Platz 2 ist, war es wichtig, im direkten Vergleich richtig vorzulegen. Es war eine sehr gute Leistung von uns gegen einen starken Gegner. Donetsk hatte nicht umsonst vier Punkte aus den ersten beiden Spielen geholt. Sie haben gegen ManU zuhause unentschieden gespielt und haben eine starke Offensivabteilung.

Frage: Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Rolfes: Wir haben es viel besser gemacht als gegen San Sebastian. Wir haben ruhiger gespielt und das Spiel kontrolliert. Gegen San Sebastian standen wir vielleicht mehr unter Zugzwang. Das hat man gemerkt. Gegen Donetsk sind wir souveräner aufgetreten. In der zweiten Halbzeit, in der die Mannschaftsteile von Donetsk aus osteuropäischer Abwehr und südamerikanischen Stürmern etwas auseinander gezogen wurden, hatten wir mehr Räume. Die haben wir sehr gut genutzt. Wir haben insgesamt ein eindrucksvolles Spiel gemacht, besonders auch in der Art und Weise und noch dazu ohne Gegentor. Das gibt uns sehr viel Selbstvertrauen.

Frage: Leverkusen steht nun auf Platz 2 in der Gruppe. Wie interpretieren Sie das?

Rolfes: Das ist sehr gut. Der Sieg war wichtig. Wir wollen ja in der Gruppe weiterkommen. Daher ist es wichtig, dass wir auf diesen Platz springen und ihn auch verteidigen. Es wird ein schwieriges Rückspiel, in dem Donetsk gerade mit seiner Offensivkraft alles versuchen wird. Wir müssen hochkonzentriert sein. Vorher haben wir zweimal Bundesliga, da müssen wir auch Punkte holen.

Frage: In den letzten Spielen hat die Mannschaft sehr effizient gespielt. Hat ein Entwicklungsprozess stattgefunden?

Rolfes: Nach den letzten Wochen mussten wir mal wieder in unserem eigenen Spiel zulegen. Das haben wir getan. Wir haben gegen Donetsk auch schon in der ersten Halbzeit dominant gespielt, auch wenn es schwierig war. Wir hatten viel Ballbesitz und mussten aufpassen, dass wir nicht in einen Konter laufen.

Frage: Über Stefan Kießling und sein Phantomtor wurde in den vergangenen Tagen viel diskutiert. Wie bewerten Sie seine Leistung?

Rolfes: Er hat zwei Tore gemacht und einen Foulelfmeter herausgeholt. Viel besser geht es nicht. Der Druck und die Aufmerksamkeit waren auf ihn etwas höher. Deswegen war es für ihn enorm wichtig, die richtige Antwort zu geben, obwohl er es eigentlich gar nicht nötig hat. Er ist nicht so, wie ihn manche nach dem Hoffenheim-Spiel hingestellt haben. Stefan Kießling ist ein superfairer Spieler und hat die richtige Antwort gegeben.

Aufgezeichnet von Tobias Gonscherowski
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