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05.11.2012 - 19:05 Uhr


Spezielle Fragen vor dem BVB-Kracher

Den BVB im Blick: Die Real-Stars Mesut Özil, Sergio Ramos und Luka Modric

Jose Mourinho (l.) im Zwiegespräch mit Cristiano Ronaldo

Am 24. Oktober besiegten Marcel Schmelzers Dortmunder Real mit 2:1

Madrid - Was haben Leo Beenhakker, Luis Molowny, Miguel Munoz, Vicente Del Bosque und Jose Mourinho gemeinsam? Sie alle haben es geschafft, als Trainer von Real Madrid mindestens 100 Pflichtspiele zu gewinnen. Mourinho, der aktuelle Coach des Starensembles aus der spanischen Hauptstadt, vollbrachte dieses Kunststück am vergangenen Samstag mit dem 4:0 gegen Real Saragossa.
Doch "The Special One" wäre nicht sehr speziell, wenn er nicht nach dem Sieg die Aufnahme in den "Club der Hunderter" lässig heruntergespielt hätte. "Das ist nicht möglich. Schauen Sie noch mal auf die Statistik. Es müssen 50 sein, nicht 100", sagte er mit seinem verschmitzten Blick.

Wer ersetzt Khedira?



Mourinho wollte viel lieber über die Leistung seiner Kicker philosophieren als über seinen eigenen, neuen Stellenwert in der Vereinsgeschichte. Und nach dem Sieg gegen Saragossa gab es einiges zu diskutieren.

Denn während viele Fans im "Estadio Bernabeu" den behäbigen Auftritt Reals vor allem im zweiten Durchgang mit Pfiffen bedachten, sah Mourinho die 90 Minuten im Hinblick auf das Fehlen seiner beiden "6er", Xabi Alonso und Sami Khedira, als befriedigend an.

"Mir hat gefallen, wie wir ohne Khedira und Xabi Alonso aufgetreten sind. Die beiden sind für uns seit gut zwei Jahren absolute Schlüsselspieler. Wenn in den vergangenen Spielzeiten einer ausgefallen ist, waren wir in Schwierigkeiten. Ohne die beiden quasi verloren. Aber heute hat das Team alles getan, um zu gewinnen", sagte der Portugiese.

Die beiden Neuzugänge Luka Modric und Michael Essien vertraten das etatmäßige Abräumer-Duo. Und das mit Erfolg. Sowohl Essien als auch Modric trugen sich zum Ende der Partie in die Torschützenliste ein. Nun stellt sich die Frage, wer von den beiden am Dienstag gegen Dortmund neben Xabi Alonso in der Startelf stehen wird. Sami Khedira muss immer noch mit muskulären Problemen im linken Oberschenkel passen, Alonso fehlte gegen Saragossa wegen einer Gelb-Sperre.

"Das Spiel hat mir nicht gefallen"



Zwar ist Essien in der Defensive eher eine Art Khedira-Typ, doch der kleine Techniker Modric spielte zuletzt drei Mal von Beginn an und stand auch beim besten Real-Spiel in dieser Saison, dem 5:0 gegen Mallorca vor einer Woche, neben Xabi Alonso in der Startelf.

Welche Profis auch immer den Anstoß auf dem Rasen miterleben, sie müssen sich steigern. Denn Mourinho war zwar mit dem Ergebnis gegen Saragossa zufrieden und der Art, wie seine Mannschaft die Ausfälle kompensierte, aber das war s dann auch schon.

"Das Spiel hat mir nicht gefallen. Wir können und wir müssen besser spielen", haderte "Mou". Er schlug zwar nicht direkt die Brücke zum Duell gegen die Borussia, doch alle Anwesenden auf der Pressekonferenz wussten, wie seine Aussage gemeint war.

Reals lebende Stürmer-Legende Emilio Butragueno wurde deutlicher: "Das Spiel gegen Dortmund ist für uns überlebenswichtig. Wir wollen Gruppenerster werden, damit wir im Achtelfinale den schweren Brocken aus dem Weg gehen. Deshalb müssen wir zuhause gewinnen, denn danach geht es zu Manchester City. Und City darf sich auch keinen Ausrutscher mehr erlauben."

Aus Madrid berichtet Michael Reis
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