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Champions League

20.09.2012 - 15:30 Uhr


Lichtblicke bei der Pflichterfüllung

Bastian Schweinsteiger bejubelt gegen Valencia sein achtes Tor in seinem 64. Spiel in der "Königsklasse"

Hier schickt Toni Kroos (M.) den Ball auf die Reise ins von ihm aus linke obere Eck - das zwischenzeitliche 2:0 für die Bayern

Schweinsteiger und Neuzugang Javier Martinez zeigen bereits gute Ansätze im Zusammenspiel

Der verschossene Elfmeter von Champions-League-Debütant Mario Mandzukic (h.l.) war ärgerlich, aber nicht entscheidend

FCB-Trainer Jupp Heynckes (r.) stellte auch für das Bundesliga-Duell auf Schalke wieder eine gewisse Rotation in Aussicht

München - Mit weit ausgestreckten Armen rannte Bastian Schweinsteiger Richtung Eckfahne und schrie seine doppelte Freude heraus. Die Freude über den wichtigen Führungstreffer nach einem 38-minütigen Geduldspiel gegen den FC Valencia und die über seine persönliche Wiederauferstehung in der Champions League.
Genau vier Monate zuvor war er an derselben Stelle nur ein Häufchen Elend gewesen nach seinem Fehlschuss im "Finale dahoam" gegen Chelsea und hatte sich das Trikot übers Gesicht gezogen.

"Bastian hat wieder Spaß am Fußball"



"Bastian ist wieder im physischen Zustand wie vor einem Jahr und hat wieder Spaß am Fußball", sagte Jupp Heynckes im Anschluss an den 2:1-Erfolg gegen die Spanier und lobte die "fußballerische Klasse" seines Führungsspielers. Gepaart mit der nötigen Entschlossenheit hatte Schweinsteiger diese eben in der 38. Minute gezeigt. Über Franck Ribery und Arjen Robben gelangte die Kugel halbrechts im Strafraum zu ihm. Und der 28-Jährige versenkte sie mit einem strammen Schuss im langen Eck. (XL-Galerie)

Schweinsteiger ging zwar kommentarlos an den Journalisten vorbei durch die Mixed Zone, mit seinem Auftritt beim Start in die neue Saison der "Königsklasse" wird er aber wohl gut leben können.

Die Münchner erfüllten ihre Pflicht und kontrollierten - bis auf zwei Unkonzentriertheiten in der Nachspielzeit - die Partie gegen Valencia. Letztlich waren der Gegentreffer durch den Ex-Bundesligaspieler Nelson Valdez und der verschossene Elfmeter des eingewechselten Mario Mandzukic (Interview) nicht mehr als Randerscheinungen an einem gelungenen Abend, der aber keinen Anlass zu Euphorie gab.

"Das ist wie ein Marathon, und wir haben gerade 1,2 Kilometer hinter uns und hoffentlich noch 40 vor uns. Wir dürfen nicht den Fehler machen und jetzt schon ans Finale in London denken", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Schweinsteiger und Martinez harmonieren



Neben Schweinsteiger und dem weiteren Torschützen Toni Kroos stand Javier Martinez besonders im Fokus. Der Last-Minute-Neuzugang gab sein Startelf-Debüt für die Bayern und harmonierte ordentlich mit den Kollegen. "Ich denke, dass es schon gut war. Javi ist ein intelligenter Spieler. Er macht sehr viele Dinge richtig", meinte Schweinsteiger.

"Wir haben viel Ballbesitz gehabt und dominiert. Auch das Mittelfeld war gut. Es klappt wunderbar mit den Mitspielern. Ich habe mich sehr wohl gefühlt", war Martinez, der für ein paar energische Balleroberungen Szenenapplaus bekam, ebenfalls zufrieden: "Es war schon aufregend, weil es mein erstes Spiel in der Champions League war. Da ist es ganz normal, Schmetterlinge im Bauch zu haben."

Die 69 Minuten, die er und Schweinsteiger gemeinsam als "Sechser" auf dem Rasen absolvierten, lassen durchaus auf ein neues Traumpaar hoffen. Heynckes allerdings äußerte sich betont nüchtern - Schweinsteiger habe "Luft nach oben" und von Martinez könne man "noch viel mehr erwarten".

Wahrscheinlich Rotation auf Schalke



Abgeklärt zur Tagesordnung übergehen - so lautete das Motto. Und auf der steht das Gastspiel beim FC Schalke am Samstag. "Das wird ein ganz schweres Spiel. Schalke hat zuletzt bewiesen, dass sie sehr gut aufgestellt sind", sagte Rummenigge. Aber der FC Bayern fahre nach Gelsenkirchen, "um nicht zu verlieren".

Und wahrscheinlich wieder mit ein paar Änderungen in der Startelf, denn der Erfolg gegen Valencia, bei dem Claudio Pizarro im Sturm begann und Thomas Müller zunächst draußen blieb, gibt Heynckes Recht. "Zu einer Fußballmannschaft gehören nicht nur elf Spieler. Wir haben ein Riesenpensum bis Dezember. Ich denke, jetzt haben wir den qualitativ guten Kader, um zu rotieren", bekräftigte der Coach seine künftige Marschroute und scherzte: "Das Leben wäre ja langweilig, wenn man nicht irgendwann eine Überraschung einbaut."

Aus der Allianz Arena berichtet Tim Tonner
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