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02.10.2012 - 21:43 Uhr


Klopp heiß auf "Citizens"

BVB-Trainer Jürgen Klopp bei der Pressekonferenz vor dem Spiel bei ManCity

Die Dortmunder durften einen Tag vor dem Spiel bereits den Rasen testen

Beim 5:0-Sieg gegen Gladbach am Samstag war Marco Reus der überragende Spieler

Manchester - Da stand Jürgen Klopp nun auf dem Rasen im "City of Manchester"-Stadion und wartete, dass seine Kicker zum Abschlusstraining aus der Kabine kommen würden. Die Zeit bis dahin überbrückte der Trainer von Borussia Dortmund mit einer kleinen Plauderei mit einem der "Greenkeeper" der Hausherren. Ob die Beschaffenheit und Pflege des Rasens für Klopps taktische Überlegungen gegen Manchester City vielleicht noch ausschlaggebend sein könnten?
Wohl eher nicht. Fest steht aber, dass der charismatische Trainer seinen Spielern den völligen Fokus auf das zweite Gruppenspiel der Champions League vorlebt. "Ich habe heute nicht viel zu sagen. Ich möchte eigentlich nur morgen Fußball spielen", meinte Klopp zum Einstieg auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen den englischen Meister. Dass der Trip nach Manchester für den BVB keine Kaffeefahrt sei, das stellte er klar heraus.

"Sind hier, um Punkte mitzunehmen"



"Wir sind hier, um Punkte mitzunehmen. Wir sind nicht hier, um tolle Champions-League-Atmosphäre zu schnuppern. Wir sind alle hochkonzentriert und ich weiß gar nicht, ob ich vor dem Anpfiff die UEFA-Hymne mitbekomme", erklärte ein trotz der deutlichen Worte wie immer locker aufgelegter Klopp. Zuvor hatte Torwart Roman Weidenfeller noch den besonderen Reiz der "Königsklasse" in seinen Worten vorgestellt. Dabei sei die Hymne eigentlich einer der Höhepunkte. Nun gut, sein Coach wird ihm die Liebe zur Musik wohl nicht verübeln.

Denn was das Sportliche anbelangt, waren sich die beiden Dortmunder Vertreter am Rednerpult einig: "Manchester City hat eine Mannschaft von hoher Qualität." Dass mit Sergio Agüero, Carlos Tevez, Mario Balotelli und dem Ex-Wolfsburger Edin Dzeko gleich vier Stürmer der absoluten Spitzenklasse im Aufgebot der "Citizens" sind, macht Weidenfeller aber keine Angst.

Die Sicherheit wiedergefunden



Im Gegenteil. "Es macht einfach nur Spaß, wenn man sich auf dieses Spiel vorbereitet. Deshalb wird man Fußballer, um sich mit solchen Stars zu messen. Darauf haben wir hingearbeitet", sagte der Dortmunder Torwart. Eine Rollenverteilung ist für diese Partie schwierig. Beide Mannschaften sind in ihren Ligen zuletzt besser in Fahrt gekommen. Nach zwei Unentschieden in der Premiere League und dem 2:3 gegen Real zum Auftakt der Champions League gewannen die "Sky Blues" am Samstag nach einem Rückstand noch 2:1 in Fulham.

Die Dortmunder haben die Pleite beim HSV und das Remis in Frankfurt in der Bundesliga auch gut verdaut. Beim 5:0 gegen Borussia Mönchengladbach zeigten die "Schwarz-Gelben" eine Gala-Vorstellung. Kein Wunder, dass Klopp positiv auf Mittwochabend blickt. "Wir haben uns gegen Gladbach die Sicherheit wiedergeholt. Wir mussten auf die Probleme der vergangenen Spiele Antworten finden. Obwohl das eigentlich eher individuelle Fehler waren. Aber das haben wir geschafft", meinte Klopp.

In Manchester erwartet er aber ein ganz anderes Spiel als noch am Wochenende. Dass die örtlichen Medien die Dortmunder nur am Rande auf dem Zettel haben, stört ihn nicht. "Ich weiß, dass Manchester City großen Respekt vor uns hat. Sie haben unsere Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren mitbekommen. Und ich bin mir sicher, dass wir für Manchester keine Überraschung sein werden. Sie sind auf uns vorbereitet", so Klopp.

Aus Manchester berichtet Michael Reis
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