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Champions League

05.03.2013 - 22:49 Uhr


BVB zaubert weiter auf Europas Bühne - Nach 15 Jahren im Viertelfinale

Techisch fein ins Eck gespitzelt: Mario Götze (r.) erzielt das 2:0 gegen Donetsk

Der BVB legt gleich los wie die Feuerwehr. Marco Reus (r.) und seine Offensivkollegen drängen auf das 1:0, obwohl ein 0:0 oder 1:1 theoretisch reichen würde

Der BVB belohnt sich nach einer kurzen Drangphase der Ukrainer durch das Tor von Felipe Santana (o.) mit dem 1:0 in der 31. Minute

Santana (l.) spielt für den grippekranken Mats Hummels. Hier feiert der frisch rasierte Innenverteidiger mit Leonardo Bittencourt

Dann das 2:0 - Torschütze Götze (r.) herzt Vorbereiter Robert Lewandowski nach dem 2:0

Donetsk hat kaum Großchancen, aber vor und nach der Pause gibt es einige knifflige Szenen für Keeper Roman Weidenfeller zu überstehen

Jakub Blazczykowski (r.) legt nach der Pause noch das 3:0 nach

Kuba schreit seine Freude heraus. Nach dem 3:0 ist jeder Zweifel am Sieger beseitigt

Was für eine Gala der Dortmunder. Viertelfinale!

Dortmund - Nach einem weiteren Fußball-Fest auf der europäischen Bühne steht Borussia Dortmund erstmals seit 15 Jahren im Viertelfinale der Champions League. Der Deutsche Meister gewann das Achtelfinal-Rückspiel gegen den ukrainischen Titelträger Shakhtar Donetsk souverän mit 3:0 (2:0), blieb auch in seinem achten Spiel des laufenden Wettbewerbs ungeschlagen und hat sich damit endgültig in Europas Beletage zurückgemeldet. Die Grundlage hatten die Westfalen mit dem 2:2 im Hinspiel gelegt.
Felipe Santana (31.), Mario Götze (37.) und Jakub Blaszczykowski (59.) erzielten die Tore und machten den 65.413 begeisterten Zuschauern Appetit auf die Runde der letzten Acht (2./3. und 9./10. April), aber auch auf das Liga-Derby am kommenden Samstag bei Schalke 04.

"Das ist ein außergewöhnlicher Moment, die gesamte Champions-League-Saison läuft wie geschnitten Brot", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp. "Es war über 80 Minuten ein unglaubliches Spiel von uns." Sportdirektor Michael Zorc zeigte sich "sehr erleichtet. Das war mehr als verdient. Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, dann steht das Derby an. Santana hat die Truppe auf die Siegerstraße gebracht. Das hat mich sehr für ihn gefreut."

Donetsk spielt auf Konter



Gegen den von einem milliardenschweren Oligarchen gesponserten UEFA-Cup-Sieger von 2009 setzte der BVB die Reihe seiner beeindruckenden Auftritte in der Königsklasse fort und darf sich auf weitere Millionen-Einnahmen (bisher 40 Millionen Euro) freuen.

Vor dem Hintergrund des Remis aus dem ersten Duell versuchte die Borussia den Gegner mit einer kontrollierten Offensive in Schach zu halten. Lediglich in einigen Aktionen deuteten die Gäste ihre gefürchteten Konter an, vorwiegend über ihre technisch versierten und schnellen Brasilianer wie den 15 Millionen Euro teuren Winter-Einkauf Taison. Doch die erste Möglichkeit erspielte sich der BVB, als Robert Lewandowski nach zwölf Minuten und einem Pass von Götze an Shakhtar-Keeper Andriy Piatov scheiterte.

Santana ersetzt Hummels



Die BVB-Abwehr wirkte gut organisiert, obwohl sie zum insgesamt dritten Mal in Folge auf Nationalspieler Mats Hummels verzichten musste. Für den Innenverteiger wäre der Einsatz nach seinem grippalen Infekt zu früh gekommen. Ihn vertrat einmal mehr Torschütze Santana.

In der Offensive sorgte Lewandowski für reichlich Unruhe bei den Ukrainern, die dem Spiel der Dortmunder zunächst nur wenig entgegenzusetzen hatten und ihre Defizite mit teilweise überharten Aktionen zu kompensieren versuchten. Als druckvollere Mannschaft präsentierte sich die Borussia, die sich schließlich mit dem Kopfballtreffer von Santana nach einem Eckball von Götze belohnte. Götze selbst spitzelte den Ball nach einer Hereingabe von Lewandowski zum Pausenstand ins lange Eck.

Douglas Costa sorgt für Belebung



Nach der Pause folgten zunächst die erwartet aggressiven Angriffe der Gäste aus der ostukrainischen Bergbauregion. Ein Warnschuss des eingewechselten Douglas Costa (48.) verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter. Doch das Aufbäumen von Shakhtar entpuppte sich schnell als Strohfeuer, dafür brannte es im eigenen Strafraum mehr denn je, weil der BVB auf die Entscheidung drängte. Diese gelang durch den Abstauber Blaszczykowski, nachdem Piatov einen Schuss von Ilkay Gündogan nicht festhalten konnte.

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Felipe Santana, Schmelzer - Gündogan (82. Sahin), Sven Bender (46. Kehl) - Blaszczykowski (70. Großkreutz), Götze, Reus - Lewandowski. - Trainer: Klopp
Donezk: Piatov - Srna, Kucher, Rakitskyy, Rat - Fernandinho, Hübschman (82. Stepanenko) - Teixeira, Mkhitaryan, Taison (46. Costa) - Adriano. - Trainer: Lucescu

Schiedsrichter: Damir Skomina (Slowenien)
Tore: 1:0 Felipe Santana (31.), 2:0 Götze (37.), 3:0 Blaszczykowski (59.)
Zuschauer: 65.413
Gelbe Karten: - Kutscher (4)
Torschüsse: 17:14
Ecken: 8:6
Ballbesitz: 53:47 Prozent
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