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26.05.2013 - 13:01 Uhr


BVB-Keeper Weidenfeller: Enttäuschung und Kampfansage

Roman Weidenfeller spielt im Wembley-Stadion erneut weltklasse, doch an diesem Abend sollte seine Leistung nicht reichen

Bereits zu Beginn des Spiels lenkt der Keeper (l.) einen Kopfball von Mario Mandzukic (2.v.r.) über den Querbalken

Auch danach lässt der Routinier im BVB-Tor nichts anbrennen

Arjen Robben (l.) scheitert mehrfach am Dortmunder Schlussmann - nur in der 89. Spielminute nicht, da fällt das 2:1 für die Bayern (Copyright: Imago)

Schwerer Gang: Roman Weidenfeller (v.) bekommt von UEFA-Präsident Michel Platini (M.) die Silbermedaille, den Pokal darf der Torwart nur angucken, nicht anfassen

London - Hätte Borussia Dortmund das Endspiel gegen den FC Bayern gewonnen, Roman Weidenfeller hätte gute Aussichten auf die Auszeichnung "Spieler des Spiels" gehabt. Gleich reihenweise entschärfte der Torwart die Großchancen der Münchner. Vor allem in der ersten Halbzeit bewahrte er seine Farben vor einem frühen Rückstand. An den Treffern von Mario Mandzukic und Arjen Robben war Weidenfeller aber machtlos.
"Es ist schade, dass letztlich eine kleine Unachtsamkeit zu dieser Niederlage geführt hat. Dennoch haben wir alles reingeworfen, alles gegeben, um das Finale zu gewinnen. Aber es hat nicht sollen sein. Damit müssen wir nun auch leben", erklärte der Routinier nach dem Abpfiff in den Katakomben des Wembley-Stadions.

Weidenfeller sprach auch über seine Gefühlswelt, die Gründe für die Niederlage und gab für die kommende Saison eine Kampfansage ab.

Frage: Herr Weidenfeller, was überwiegt nach dem Schlusspfiff: Enttäuschung oder Stolz?

Weidenfeller: Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir hätten alle gerne den "Pott" in den Händen gehalten. Die ersten 30 Minuten haben wir auch sehr stark gespielt. Leider konnten wir kein Tor erzielen, denn das hätte uns sicherlich sehr geholfen. Aber wir haben dem FC Bayern mal wieder Paroli geboten und können insgesamt voller Stolz auf eine erfolgreiche Saison blicken.

Frage: Was hat gegen die Bayern im Vergleich zu den erfolgreichen Spielen zuvor gefehlt?

Weidenfeller: Ich weiß nicht, ob irgendwas gefehlt hat. Wir haben es einfach nicht geschafft, die Partie zu gewinnen. Das ist für uns sehr traurig, weil wir auch mit diesem Finale eine klasse Champions League gespielt haben.

Frage: Wie haben Sie dieses Finale erlebt?

Weidenfeller: Das war außergewöhnlich, einfach sehr speziell. Vor allem ich als älterer Spieler weiß ja nicht, ob ich noch einmal so eine Chance bekomme, ein Finale zu spielen. Dazu muss einfach alles passen. Real Madrid hat ja auch seit Jahren einen außergewöhnlichen Kader und schafft es nicht, ins Endspiel einzuziehen.

Frage: War das 1:2 zu verhindern?

Weidenfeller: Das ist schwer zu sagen. Es ist aber schade, dass letztlich eine kleine Unachtsamkeit zu dieser Niederlage geführt hat. Dennoch haben wir alles reingeworfen, alles gegeben, um das Finale zu gewinnen. Aber es hat nicht sollen sein. Damit müssen wir nun auch leben. Jetzt greifen wir in der kommenden Saison noch einmal neu an.

Aus London berichtet Michael Reis
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