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30.04.2013 - 08:08 Uhr


BVB bereit für historische Nacht: "Werden alles raushauen"

BVB-Trainer Jürgen Klopp sprach vor dem Real-Rückspiel von einer "historischen Nacht" und sagte: "Wenn wir unser Bestes geben, können wir nicht scheitern"

Der Coach (l.) kann höchstwahrscheinlich auf den zuletzt angeschlagenen Spielmacher Ilkay Gündogan bauen

Im Training im Bernabeu-Stadion war auch der fragliche Lukasz Piszczek (M.) mit von der Partie

Nach seiner Vier-Tore-Gala im Hinspiel sind auch in Spanien alle Augen auf Robert Lewandowski (l., mit Marco Reus) gerichtet

Madrid - Ilkay Gündogan konnte einem fast schon leidtun. Mit einem Trainer Jürgen Klopp kann es nämlich schnell passieren, dass selbst ein so gefragter Weltklassespieler auf einer Pressekonferenz nur mehr zum Statisten verkommt. Und das immerhin vor einem Halbfinal-Rückspiel der Champions League (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) bei Real Madrid.
In der mal wieder unfreiwilligen One-Man-Show "Kloppos" sorgte bundesliga.de zumindest einmal dafür, dass Gündogan auch zu Wort kommt. Dabei hätte der Mittelfeldstratege vor der entscheidenden Partie im Hexenkessel Bernabeu Stadion wahrscheinlich noch viel mehr zu sagen gehabt.

"Hier wird von der ersten Minute die Post abgehen"



"Wir haben unsere Erfahrungen gemacht. Aber ob am Anfang der Karriere oder am Ende - ein Spiel im Bernabeu mit dieser fantastischen Atmosphäre wird immer etwas Besonderes sein. Das wird nie Alltag sein", erklärte Gündogan auf Nachfrage von bundesliga.de.

Heute Abend gilt das wahrscheinlich mehr denn je. Denn die Real-Stars haben ihre Fans in einer Art Werbervideo zur unbändigen Unterstützung aufgefordert. Zudem sollen alle Madrilenen in weiß gekleidet ins Stadion kommen. Die "Königlichen" haben sich noch nicht aufgegeben.

"Alles was wir im Vorfeld der Partie gehört haben, ist vollkommen normal: Real Madrid glaubt, trotz der 1:4-Niederlage im Rückspiel noch etwas ändern zu können. Hier wird von der ersten Minute an die Post abgehen", erklärte Trainer Klopp.

Historische Nacht steht bevor



Der wahrscheinlich charismatischste Artgenosse seiner Zunft hatte sich zuvor wieder einmal in die Herzen der anwesenden Medienvertreter geredet, als er mit den verschiedenen Sprachen bei seinen Antworten und der, der Simultandolmetscher, ordentlich durcheinander kam. "Ist das kompliziert. Wollt ihr mich verarschen?", brach es mit einem Lachen aus ihm heraus.

Dabei ging der Ernst der Lage in der Folge natürlich nicht verloren. Schließlich steht Borussia Dortmund nach dem Finalsieg von 1997 erstmals wieder vor dem Einzug in ein Endspiel der Champions League.

"Es ist sicher, dass morgen etwas Historisches passiert. Entweder wir kommen weiter - das wäre historisch. Oder wir fliegen raus - auch das wäre historisch. Wir werden daher alles raushauen. Jeder soll morgen sehen, dass Borussia Dortmund ins Finale will", erklärte Klopp.

"Wir können nicht scheitern"



Von einem Selbstläufer wollte Klopp nach dem 4:1 aus dem Hinspiel nichts wissen. Im Gegenteil. Er vermied es weiterhin, vom letzten Spiel der Serie in Londoner Wembley-Stadion zu sprechen.

"Wir haben nicht das Gefühl, mit einem Bein im Finale zu stehen. Fakt ist, dass wir nach wie vor kein normaler Halbfinalist sind. Und so werden wir uns auch verhalten. Wir alle haben ein Leben lang davon geträumt, in einem Finale in der Champions League zu stehen. Die ganze Welt wird sehen, dass Borussia Dortmund mit aller Macht ins Endspiel will", so Klopp.

Wie das realisiert werden soll, stellt der Erfolgscoach ebenfalls deutlich klar. "Der einzige Weg, den Traum zu erreichen, ist, jede Partie mutig anzugehen. Wir können nicht scheitern, wenn wir unser Bestes geben."

Aus Madrid berichtet Michael Reis
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