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02.10.2012 - 22:44 Uhr


BATE Borisov stoppt Bayerns Serie

Der FC Bayern München um Nationalkeeper Manuel Neuer (l.) kassiert bei BATE Borisov seine erste Saisonniederlage. Aliaksandr Pavlov (r.) bringt die Hausherren Mitte der ersten Hälfte in Führung

Der Rekordmeister kontrolliert trotz des Rückstands das Geschehen, kommt aber nur selten zu Großchancen. Thomas Müller (l.) scheitert vor der Pause mit einem Kopfball am Keeper

Nach dem Seitenwechsel rennen die Gäste weiter vergeblich an - und die Weißrussen kontern. Das 0:2 zehn Minuten vor Schluss sieht schon wie die Vorentscheidung aus, aber die "Roten" schlagen nochmal zurück...

...um dann in der Nachspielzeit das 1:3 zu kassieren und endgültig auf dem Boden der Tatsachen zu landen - der angepeilte Vereinsrekord von zehn Pflichtspiel-Siegen in Folge zum Saisonstart ist dahin!

Minsk - An einem schwarzen Abend ist die Erfolgsserie des FC Bayern München sensationell gerissen. Die Mannschaft von Coach Jupp Heynckes verlor ihr zweites Gruppenspiel in der Champions League beim weißrussischen Außenseiter BATE Borisov völlig überraschend mit 1:3 (0:1) und verpasste damit den Clubrekord von zehn Pflichtspiel-Siegen zum Saisonstart.
Aliaksandr Pavlov (23.) und Vitali Rodionov (78.) schockierten mit ihren Toren die Bayern, die in keiner Phase an ihre herausragenden Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen konnten. Franck Ribery (90.+1) verkürzte noch auf 1:2, ehe Renan Bressan (90.+4) alle Hoffnungen der Gäste auf einen "Lucky Punch" in der Nachspielzeit zunichte machte.

"Ich wusste vor dem Spiel schon, dass wir gegen einen sehr guten Gegner antreten würden. In solchen Spielen musst du 1:0 in Führung gehen", sagte Heynckes und verwies damit auf einige Großchancen der Bayern. "Wir haben permanent Druck gemacht, aber wir müssen den Sieg des Gegners anerkennen."

Bayern unter Druck



Während Borisov mit seinem ersten Champions-League-Heimsieg und nun sechs Punkten die Tabellenführung in der Gruppel F behielt, stehen die Bayern vor den Spielen gegen den OSC Lille (23. Oktober/7. November) stark unter Druck. Toni Kroos (13.) und Ribery (83.) trafen für die Münchner nur den Pfosten bzw. die Querlatte.

Ohne den zum ersten Mal nach seiner Rückkehr geschonten Bastian Schweinsteiger, für den Javi Martinez begann, hatte der FCB große Probleme mit dem schnellen Passspiel des weißrussischen Meisters, der sich immer wieder gefällig in die Gefahrenzone kombinierte. Schon in der sechsten Minute musste Manuel Neuer bei einem Schuss von Edgar Olekhnovich erstmals eingreifen.

Kroos an den Pfosten



Die Münchner fingen sich zunächst. Nach einer Hereingabe von Ribery setzte Mario Mandzukic, der wieder anstelle von Claudio Pizarro stürmte, eine Direktabnahme neben das Tor (9.). Die größte Chance zur Führung vergab Kroos, der den Torwart bereits ausgespielt hatte, als er vom Fünfer-Eck an den linken Pfosten schoss (13.).

Als sich die Bayern endlich ein Übergewicht erspielt hatten und die Führung möglich schien, traf Borisov. Der freistehende Pavlov hatte nach einem Querschläger aus acht Metern keine Mühe, Neuer zu überwinden. Die Gäste antworteten mit wütenden Angriffen. Thomas Müller und erneut Mandzukic scheiterten mit Kopfbällen aber an Torwart Andrey Gorbunov (beide 25.). Insgesamt war das Spiel der Bayern aber nicht klar genug, Martinez setzte kaum Impulse.

Neuer hält Münchner im Spiel



Schweinsteiger durfte sich warmlaufen - doch Xherdan Shaqiri kam für den Spanier (58.). Der kleine Schweizer sollte die schläfrigen Bayern wachrütteln, die sich viel zu viele Fehler leisteten - und sich bei Neuer und den im Umgang mit ihren Torchancen fahrlässigen Weißrussen bedanken mussten, dass sie nicht bald deutlicher zurück lagen.

Neuer parierte stark gegen Olekhnovich (55.), für den der ehemalige Bundesliga-Profi Aliaksandr Hleb aufgelegt hatte. Der frühere Freiburger Rodionov vergab drei Minuten später freistehend. Erneut nach Zuspiel von Hleb verzog Pavlov (65.). Die Einwechslung von Pizarro für den harmlosen Mandzukic sollte die Wende bringen (75.), auch Schweinsteiger kam noch (77.).


BATE Borisov: Gorbunov - Polyakov, Filipenko, Simic, Bordachev - Olekhnovich, Likhtarovich (66. Sivakov), Volodko - Pavlov (84. Bressan), Hleb - Rodionov (87. Mozolevski)

FC Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber (77. Schweinsteiger) - Martinez (58. Shaqiri), Gustavo - Müller, Kroos, Ribery - Mandzukic (75. Pizarro)

Schiedsrichter: Stavrev (Mazedonien)

Tore: 1:0 Pavlov (23.), 2:0 Rodionov (78.), 2:1 Ribery (90.+1), 3:1 Bressan (90.+5)

Zuschauer: 30.000

Gelbe Karten: Gorbunov, Pavlov, Bordachev - Badstuber, Dante, Gustavo, Pizarro
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