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07.11.2012 - 11:54 Uhr


"Meine Arbeit hat sich gelohnt"

Hartes Stück Arbeit: Robert Lewandowski (l.) war gegen Real Madrid in viele Zweikämpfe involviert

Ein Torerfolg blieb dem polnischen Nationalspieler verwehrt, in der Vorbereitung war er aber an beiden BVB-Treffern beteiligt

Lewandowski (l.) bereitete das Dortmunder 1:0 durch Marco Reus (r.) mit einer Kopfballverlängerung vor

Madrid - An das Spiel bei Real Madrid (2:2) wird sich Robert Lewandowski wohl noch lange erinnern. Nicht nur, weil er mit Borussia Dortmund die "Königlichen" an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Und auch nicht nur, weil er ein Tor direkt und ein weiteres in der Entstehung vorbereitet hat. Sondern vor allem, weil sein Aufgabenbereich im Estadio Santiago Bernabeu an diesem Champions-League-Abend weit über das Übliche hinausging.
"Uns war von vornherein klar, dass wir von der ersten Minute an kämpfen müssen. Jeder musste alles geben. Ich hatte dieses Mal viel mehr Arbeit zu verrichten. Das war für mich etwas ungewohnt. Aber es hat sich gelohnt", erklärte der Pole im Interview mit bundesliga.de.

Lewandowski analysierte die Partie bei den Madrilenen, die Ausgangslage in der Gruppe des BVB und blickte voraus auf das nächste Bundesliga-Spiel beim FC Augsburg.

bundesliga.de: Herr Lewandowski, der BVB hat wie schon bei Manchester City in Madrid den Ausgleich in der Schlussphase kassiert (XL-Galerie: Bilder des 4. CL-Spieltags). Wie fühlt sich das an?

Robert Lewandowski: Wenn man zum zweiten Mal in den letzten Minuten noch das Gegentor kassiert, dann ist das schon bitter. Insgesamt ist dieser Punkt zwar nicht viel, aber auch nicht zu wenig. Denn immerhin haben wir bei einem der großen Favoriten auf den Gewinn der Champions League gespielt.

bundesliga.de: Real Madrid hat mächtig Dampf gemacht. Haben Sie den Gegner so energisch erwartet?

Lewandowski: Uns war von vornherein klar, dass wir von der ersten Minute an kämpfen müssen. Jeder musste alles geben. Ich hatte dieses Mal viel mehr Arbeit zu verrichten. Das war für mich etwas ungewohnt. Vor allem mit Pepe und Sergio Ramos ging ich oft in die Zweikämpfe. Aber es hat sich gelohnt.

bundesliga.de: Konnten Sie den Auftritt im Estadio Santiago Bernabeu denn auch genießen?

Lewandowski: Diese Atmosphäre war schon etwas ganz besonderes. Dazu die Unterstützung unserer tollen Fans, die zu tausenden da waren. Dieser Abend in diesem Stadion war richtig gut.

bundesliga.de: Zumal Sie ein Tor direkt und eines indirekt vorbereitet haben. Sind diese Kopfballverlängerungen speziell eingeübt?

Lewandowski: Nein, das haben wir nicht extra im Training einstudiert. Beim ersten Tor habe ich Marco (Reus, Anm. der Red.) durchstarten sehen. Da wusste ich, dass alles klar geht. Ich bereite die Tore natürlich gerne vor, aber noch schöner wäre es, wenn ich selbst treffen würde.

bundesliga.de: Beim nächsten Spiel in Amsterdam reicht bereits ein Remis. Das ist machbar, oder?

Lewandowski: Das ist natürlich eine gute Ausgangslage. Wir wollen in Amsterdam aber nicht bloß den einen, sondern drei Punkte holen. Doch das wird eine schwierige Aufgabe. Unsere Konzentration sollte jetzt aber erst einmal der Bundesliga gelten.

bundesliga.de: Und da geht es am Samstag zum FC Augsburg. Ein Erfolg ist fast schon Pflicht.

Lewandowski: Ja, wir haben in der Bundesliga bislang einfach zu wenige Punkte geholt. Von daher muss in Augsburg ein Sieg her. Wir haben jetzt drei Tage Zeit, um uns auf dieses Spiel vorzubereiten. Das muss uns reichen.

Das Gespräch führte Michael Reis
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