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22.11.2012 - 10:04 Uhr


"Mario ist ein Ausnahmespieler"

Kaum zu glauben: Borussia Dortmund steht nach dem 4:1-Sieg bei Ajax als Sieger der Hammer-Gruppe D fest

Auch dank dieser beiden: Marco Reus und Mario Götze (r.) verstehen sich - auf und neben dem Platz

In allen drei Auswärtsspielen der Champions-League-Gruppenphase hat Reus (M.) den BVB in Führung geschossen

Amsterdam - Marco Reus ist der Mann der wichtigen Treffer. Bereits zum siebten Mal in dieser Saison hat er Borussia Dortmund in einem Pflichtspiel in Führung geschossen. So auch beim 4:1 gegen Ajax Amsterdam, das für den BVB frühzeitig Platz eins in der Gruppenphase der Champions League zur Folge hat.
Von einem Sonderlob wollte Reus aber nichts wissen. "Wann und wie ich treffe, darüber mache ich mir keine Gedanken. Das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft gewinnen und eine gute Leistung bringen. Und das hat in Amsterdam wieder geklappt", erklärte der Nationalspieler im bundesliga.de-Interview.

Der 23-Jährige sprach auch über das "neue" Erfolgsrezept des BVB, sein Zusammenspiel mit Mario Götze und wagte einen Ausblick auf die anstehenden Spiele der Dortmunder, mit dem Top-Duell gegen den FC Bayern.

bundesliga.de: Herr Reus, der BVB hat frühzeitig den Sieg in der Meister-Gruppe eingefahren. Klingt das schon wirklich?

Marco Reus: So direkt nach dem Spiel ist das noch nicht ganz greifbar. Das wird sicherlich noch ein paar Tage dauern. Aber es ist schon etwas Besonderes, sich in dieser Gruppe mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam als Erster fürs Achtelfinale zu qualifizieren.

bundesliga.de: Die Vorstellung der Borussia wirkte sehr dominant und souverän. War das auf dem Platz auch zu spüren?

Reus: Nein, es war ein sehr schwieriges Spiel, auch wenn das Ergebnis das nicht widerspiegelt. Wir waren jedoch sehr gut auf Ajax eingestellt. Wir haben es ab 30 Meter vor unserem Tor richtig gut gemacht und wenig zugelassen. Nach vorne haben wir Nadelstiche gesetzt und zur Halbzeit zum Glück schon sicher mit 3:0 geführt.

bundesliga.de: Sie haben den BVB zum siebten Mal in dieser Saison in Führung geschossen. In der Champions League ist Ihnen das in allen drei Auswärtsspielen gelungen. Zeichnet das einen Weltklassespieler aus?

Reus: Wann und wie ich treffe, darüber mache ich mir keine Gedanken. Das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft gewinnen und eine gute Leistung bringen. Und das hat in Amsterdam wieder geklappt.

bundesliga.de: Ihr Zusammenspiel mit Mario Götze läuft aber mittlerweile traumwandlerisch sicher ab. Den Spielzug zum 1:0 können sie beide wahrscheinlich auch mitten in der Nacht sofort aus der Tasche zaubern, oder?

Reus: Ganz so einfach ist das nicht. Da steckt schon richtig harte Arbeit hinter. Über Mario braucht man aber nicht viel sagen. Er ist ein Ausnahmespieler. Das hat er nicht nur in Amsterdam bewiesen, sonder das beweist er schon über einen langen Zeitraum. Es macht großen Spaß, mit ihm zusammen zu spielen. Aber man muss die gesamte Mannschaft loben. Wie sie vor allem in der ersten Halbzeit gespielt und den Ball laufen gelassen hat, das war schon stark.

bundesliga.de: In der vergangenen Saison lief es für die Borussia in der "Königskasse" überhaupt nicht rund. Sie sind zwar neu dabei, haben die Partien des BVB aber mitverfolgt. Was macht den Unterschied zum Vorjahr aus?

Reus: Wir machen in dieser Saison die Tore. In der vergangenen Saison hat Dortmund das leider nicht geschafft. Die Chancen, die wir bekommen, nutzen wir. Das zeichnet uns jetzt aus. Es zählen nun einmal nur die Tore und nicht die Statistiken. Ajax hat gegen uns nicht schlecht gespielt, aber sie waren nun einmal nicht so effektiv, wie wir es waren.

bundesliga.de: Am übernächsten Wochenende kommt es zum großen Duell gegen den FC Bayern. Spukt die Partie schon ein bisschen in Ihrem Kopf herum?

Reus: Ehrlich gesagt: nein. Wir fahren gut damit, nur auf uns zu schauen und nicht auf die Bayern. Unser nächster Gegner heißt Mainz und auf den werden wir uns ab morgen fokussieren. Dem FSV gilt dann die ganze Konzentration.

Das Gespräch führte Michael Reis
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