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Champions League

02.10.2012 - 18:06 Uhr


"ManCity ist der Favorit"

Steffen Freund sieht Manchester City im Duell mit seinem Ex-Club Borussia Dortmund im Vorteil

Lang ist's her: Der 42-Jährige (r., gegen Andreas Fischer) spielte sechs Jahre für den BVB - feierte 1997 mit den "Schwarz-Gelben" den Champions-League-Sieg

Freund (r., mit Watford-Trainer Gianfranco Zola) ist seit Sommer Co-Trainer von Andre Villas-Boas bei Tottenham Hotspur

Von 1999 bis 2003 kickte der Defensivspieler (l.) an der White Hart Lane für die Spurs

Dortmund/Manchester - Steffen Freund weiß, wie es geht. Er war dabei, als der BVB zuletzt Hand anlegen durfte an den begehrten Henkelpott. 1997 - damals noch im Münchner Olympiastadion - schlugen die "Schwarz-Gelben" den italienischen Rekordmeister Juventus Turin mit 3:1 und sicherten sich den Champions-League-Sieg.
Bis zum Finale ist es noch weit für den BVB, doch zumindest in Sachen Achtelfinaleinzug könnte die Elf von Jürgen Klopp am Mittwoch im Auswärtsspiel bei Manchester City (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) entscheidende Zähler mitnehmen.

"Ein Punkt oder ein Sieg gegen Manchester wäre ein großer Schritt in Richtung Achtelfinale", sagt Freund, der viereinhalb Jahre lang an der White Hart Lane für Tottenham Hotspur spielte und die englische Premier League sehr gut kennt im bundesliga.de-Interview. Nach dem ersten Spieltag sind die "Citizens", die ihre erste Partie in Madrid unglücklich mit 2:3 verloren, schon unter Zugzwang.

Den BVB zu Fehlern zwingen



"ManCity steht jetzt unter Druck, das Heimspiel gegen die Borussia ist extrem wichtig", findet Freund. "Die Engländer werden versuchen, die Dortmunder sehr früh zu stören und Druck aufzubauen, um so die BVB-Spieler zu Fehlern zu zwingen."

Im Sommer kehrte der 42-Jährige an seine alte Wirkungsstätte in den Norden Londons zurück und ist seitdem die rechte Hand von Trainer Andre Villas-Boas. Für die Spurs lief Freund 102 Mal auf. Nur ein Verein nimmt in der Vita des Defensivspielers noch mehr Platz ein als Tottenham: Borussia Dortmund. Für den amtierenden Meister war Freund sechs Jahre aktiv, holte neben der Champions-League-Trophäe auch noch zwei Mal die Meisterschale in den Ruhrpott.

Nun kämpft sein Ex-Club in der Hammergruppe D mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam um das Weiterkommen. Dortmund ist mit einem 1:0 gegen Ajax komfortabel gestartet, im Etihad Stadium wartet mit dem Englischen Meister aber ein anderes Kaliber auf Mats Hummels und Co.

Üppig bestückte Offensive



"Die Dortmunder spielen sehr offensiv, haben aber zuletzt zu viele Gegentore bekommen", konstatiert Freund. "Aufgrund der Niederlage in Hamburg und des Unentschiedens bei der Eintracht sagt mir mein Gefühl, dass Dortmund auswärts noch nicht so gefestigt ist. ManCity ist sicherlich der Favorit und hat gute Chancen, dieses Spiel zu gewinnen."

Freund macht vor allem der üppig bestückte Angriff der Truppe von Trainer Roberto Mancini Sorgen: "ManCity hat einfach unglaublich viele Möglichkeiten in der Offensive." Damit spielt der Co-Trainer der Spurs natürlich auf Namen wie Carlos Tevez, Sergio Aguero, Mario Balotelli oder Edin Dzeko an, der den "Himmelblauen" im letzten Ligaspiel mit seinem Treffer zum 2:1 gegen den FC Fulham den Sieg bescherte.

Gerade deshalb sei es "wichtig, in Manchester kompakt zu stehen und wenig zuzulassen". In der vergangenen Saison ist der BVB auswärts ja nicht nur ein Mal ins offene Messer gelaufen - in Piräus verlor Dortmund mit 1:3, in Marseille gar mit 0:3 und auch beim FC Arsenal gab es beim 1:2 nichts zu holen.

David Schmidt / Bernard Reeves
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