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Champions League

11.04.2013 - 09:03 Uhr


"Haben das Endspiel im Visier"

Voller Einsatz für den Halbfinaleinzug: Javi Martinez (r.) im Duell mit Giorgio Chiellini

Gute Laune nach dem Schlusspfiff bei Javi Martinez (r.) und Thomas Müller: Die Bayern stehen zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale der "Königsklasse"

Im Halbfinale könnten die Bayern auf Dortmund treffen - erstmals in der 21-jährigen Geschichte der Champions League stehen zwei deutsche Clubs in der vorletzten Runde

Turin - Im Hinspiel in München musste Javi Martinez noch wegen einer Gelbsperre pausieren. In Turin war der Mittelfeldstratege des FC Bayern dann aber wieder mit von der Partie. Im Juventus Stadion sah sich der Spanier mit seinem Team wütenden Angriffen der Hausherren ausgesetzt - die "Alte Dame" zeigte ein anderer Gesicht als noch acht Tage zuvor, verlor aber dennoch erneut mit 0:2.
Die Bayern stehen damit zum siebten Mal im Halbfinale der Champions League. In der Runde der letzten vier Mannschaften warten nun Real Madrid, der FC Barcelona oder Dauerrivale Borussia Dortmund. Die Auslosung findet am Freitag (ab 11:30 Uhr im Live-Ticker) im schweizerischen Nyon statt.

"Jetzt haben wir das Endspiel im Visier. Welchen Verein wir auch zugelost bekommen, es wird ein sehr schwerer Gegner sein. Und wir werden hart arbeiten müssen, um letztlich auch nach London fliegen zu können", erklärt Martinez im Interview mit bundesliga.de.

Der 24-Jährige spricht über den Spielverlauf in Turin und das anstehenden Derby in der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg.

bundesliga.de: Herr Martinez, war der Sieg in Turin verdient?

Martinez: Wir hatten Juventus Turin unter Kontrolle. Die Italiener haben in Turin sicherlich ein wenig mehr vom Spiel gehabt als vor einer Woche in München. Aber letztlich hatten wir die Partie im Griff und haben auch dieses Mal verdient mit 2:0 gewonnen.

bundesliga.de: In der Anfangsphase stand Bayern aber doch ein wenig unter Druck.

Martinez: Uns war klar, dass Juve vor heimischem Publikum sehr viel Druck machen würde. Aber wir haben dem Stand gehalten. Im Verlauf des Spiels hat Turin dann physisch immer mehr nachgelassen. Das haben wir ausgenutzt und vor allem in der zweiten Halbzeit unser Spiel aufgezogen.

bundesliga.de: Es kommt nicht oft vor, dass man gegen ein System mit lediglich drei echten Verteidigern spielen muss. Fällt die Umstellung da jedes Mal schwer?

Martinez: Wir wussten ja, was auf uns zukommt. Das ist ja eine typisch italienische Spielweise. Und gerade Juventus hat auf diesen Positionen sehr viel Qualität. Das macht es sehr schwierig, gegen sie zu spielen.

bundesliga.de: Und welche Paarung wünschen Sie sich nun im Halbfinale. Eher ein spanisches Duell oder doch lieber gegen Dortmund?

Martinez: Das werden wir am Freitag sehen. Unser Ziel war es erst einmal, ins Halbfinale einzuziehen. Das ist für alle eine sehr schöne Erfahrung. Jetzt haben wir das Endspiel im Visier. Welchen Verein wir auch zugelost bekommen, es wird ein sehr schwerer Gegner sein. Und wir werden hart arbeiten müssen, um letztlich auch nach London fliegen zu können.

bundesliga.de: Die Meisterschaft ist gewonnen, das Finale in der Champions League vor Augen: Fällt es da schwer, sich in der Bundesliga auf das Derby gegen Nürnberg zu konzentrieren?

Martinez: Bei den Bayern bekommt man keine Ruhe. Es folgen immer wieder wichtige Spiele. Wir müssen jetzt schauen, dass wir uns schnell und gut regenerieren und die volle Konzentration auf Samstag legen. In Nürnberg haben wir nur unentschieden gespielt, das wollen wir im Rückspiel natürlich besser machen.

Das Gespräch führte Michael Reis
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