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20.02.2013 - 08:56 Uhr


"Ein wichtiger Moment"

Javier Martinez (l.) meldete sich nach seiner Zehen-Verletzung mit einer starken Leistung gegen Arsenal zurück

Das erste Gegentor des Jahres 2013 für die Münchner ärgerte den Spanier ein bisschen - Lukas Podolski (r.) war der "Übeltäter"

Nach Abpfiff genoss Martinez (M.) allerdings mit den Kollegen den beeindruckenden 3:1-Sieg und die gute Ausgangsposition fürs Rückspiel

Nach dem Bundesligaspiel gegen Bremen am kommenden Samstag folgt für Martinez und die Bayern der Pokal-Kracher gegen Dortmund am nächsten Mittwoch

London - Javier Martinez war an diesem Abend in London eine Klasse für sich. Der Spanier drückte beim 3:1-Erfolg des FC Bayern gegen den FC Arsenal dem Spiel seinen Stempel auf. Im Mittelfeld hatte er das Zepter fest in der Hand, erkämpfte reihenweise Bälle und leitete mit viel Übersicht so manchen Angriff ein.
Das erste Pflichtspiel-Gegentor der Münchner in diesem Jahr konnte aber auch er nicht abwehren. "Das tat schon sehr weh. Das hätten wir verhindern können und so hätten wir für das Rückspiel sicherlich eine noch bessere Ausgangsposition gehabt. Aber das 3:1 sollte uns schon weiterhelfen", sagte Martinez nach dem Schlusspfiff im exklusiven bundesliga.de-Interview.

Der 24-Jährige analysierte die 90 Minuten im Emirates-Stadion, erklärte den Schlüssel zum Erfolg beim FCB und blickte voraus auf die anstehenden Spiele gegen Werder und Dortmund.

bundesliga.de: Javi Martinez, war das 3:1 in London schon das Ticket fürs Viertelfinale?

Javier Martinez: Nein, auf keinen Fall. Wir haben noch 90 Minuten zu spielen. Und das gegen einen großen Verein mit großartigen Spielern. Wenn wir das Rückspiel auf die leichte Schulter nehmen, wird uns das sicherlich nicht gut bekommen.

bundesliga.de: Aber der FC Bayern war gegen den FC Arsenal schon überlegen, oder?

Martinez: Das kann man wohl sagen. Wir waren von Beginn an sehr präsent auf dem Platz und haben überzeugend gespielt. Wir haben die Räume eng gemacht und waren immer am Gegenspieler dran, so dass Arsenal sein schnelles Passspiel nicht aufziehen konnte. Das frühe Tor spielte uns natürlich in die Karten. Dieser Abend hat Lust auf das Rückspiel gemacht.

bundesliga.de: Einen kleinen Wermutstropfen gab es aber dennoch: Manuel Neuer musste das erste Mal in 2013 den Ball aus dem Tornetz holen. (XL-Galerie: Bilder des CL-Achtelfinals)

Martinez: Ja, das tat schon sehr weh. Das hätten wir verhindern können und so hätten wir für das Rückspiel sicherlich eine noch bessere Ausgangsposition gehabt. Aber das 3:1 sollte uns schon weiterhelfen.

bundesliga.de: Wer kann die Bayern in dieser Saison überhaupt noch stoppen?

Martinez: Das weiß ich nicht. Wir spielen in dieser Saison wirklich einen attraktiven Fußball und verschaffen uns viele Torchancen. Dazu stehen wir in der Defensive fast immer sehr kompakt. Da haben wir eine sehr gute Balance. Wir befinden uns in diesem wichtigen Moment, in dem wir unsere Leistung unbedingt konservieren müssen.

bundesliga.de: Werder Bremen ist der nächste Gegner in der Bundesliga - aber gleich danach ist Borussia Dortmund im DFB-Pokal zu Gast. Schweifen Ihre Gedanken schon um das Duell gegen den Rivalen aus Dortmund?

Martinez: Der Spielplan hat gerade richtig schöne Duelle für uns parat. Davon darf man schon träumen. In den nächsten Wochen kann sich einiges im Hinblick auf die Bundesliga und den DFB-Pokal entscheiden.

bundesliga.de: Aber in der Bundesliga sollten 15 Punkte Vorsprung doch für die Meisterschaft reichen?

Martinez: Das interessiert uns nicht. So lange wir mathematisch noch einholbar sind, so lange werden wir keine Meisterlieder anstimmen.

Das Gespräch führte Michael Reis
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