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09.04.2013 - 10:06 Uhr


"Das wird noch richtig heiß!"

Alexander Manninger stand von 2008 bis 2012 bei Juventus Turin unter Vertrag und sieht die "Alte Dame" im Rückspiel gegen den FC Bayern München nicht chancenlos

Beit den Italienern trainierte der Österreicher (l.) jahrelang an der Seite von Torhüter-Ikone Gianluigi Buffon

Seit seinem Wechsel zum FC Augsburg im November wehrte der 35-Jährige in bislang sechs Bundesliga-Spielen über 65 Prozent der Schüsse auf sein Tor ab

Dortmund - Der FC Bayern München darf sich in der Champions League bei Juventus Turin auf einen heißen Tanz gefasst machen - davon ist Alexander Manninger überzeugt. Der Torhüter des FC Augsburg kennt die Italiener um ihren Kapitän Gianluigi Buffon bestens und traut ihnen am Mittwoch (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) einen großen Auftritt zu.
Alexander Manninger war bei Clubs in England und Spanien unter Vertrag, dann über viele Jahre auch in der italienischen Serie A. Ab 2008 trug der Österreicher vier Jahre lang das Trikot der "Alten Dame" und trainierte Seite an Seite mit Gianluigi Buffon, bevor er im vergangenen Jahr in die Bundesliga zum FC Augsburg wechselte.

Manninger warnt vor Juve



Dass die Italiener das Hinspiel in der Allianz Arena fast sang- und klanglos mit 0:2 verloren haben, hat auch ihn überrascht. Abschreiben aber sollte man Juve dennoch noch nicht, meint der 35-Jährige.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der Keeper des FCA über die Partie des italienischen Champions gegen den frisch gekürten Deutschen Meister. Und er richtet den Fokus von Torhüter zu Torhüter auf Turins "Denkmal" Buffon, das im Hinspiel patzte, für Manninger aber noch lange kein "Rentner" ist.

bundesliga.de: Herr Manninger, waren Sie eigentlich überrascht, wie Juventus beim Hinspiel in München aufgetreten ist?

Alexander Manninger: Auf alle Fälle! Ich glaube, das war das schlechteste Spiel, das Juventus seit langem gespielt hat. Aber das wissen sie auch selbst. Auf der anderen Seite muss man aber auch dazu sagen, dass die Bayern eines ihrer besten Spiele gemacht haben. So hat für die Bayern am Ende alles genau zusammengepasst.

bundesliga.de: Hat Juventus jetzt überhaupt noch eine Chance, das Ergebnis im Rückspiel zu drehen?

Manninger: Juve weiß, wie es auch anders zu spielen geht. Wenn sie es schaffen, im Rückspiel wieder ihr anderes Gesicht zu zeigen und das Ganze von der Leistung her dieses Mal herumdrehen, dann bin ich überzeugt, dass es noch einmal eine heiße Sache werden kann.

bundesliga.de: Im Hinspiel hat Torhüter Gianluigi Buffon nicht den sichersten Eindruck gemacht. Sie kennen ihn sehr gut - waren Sie überrascht?

Manninger: Es ist in der Tat ein bisschen unglücklich für ihn gelaufen. Das fing schon mit dem frühen Tor durch den abgefälschten Schuss von David Alaba nach einer Minute an. Das hat Buffon und die Mannschaft wie einen Schlag ins Gesicht getroffen. Natürlich sah Gigi auch insgesamt in diesem Spiel nicht immer sehr glücklich aus. Aber da gilt eben auch die alte Regel, dass du als Tormann immer der Letzte bist. Wenn die Spieler vor Dir nicht richtig attackieren, wenn mal einer falsch steht oder wenn Du die Bälle nicht gut siehst, dann kann so etwas passieren.

bundesliga.de: Als "Rentner", wie ihn Franz Beckenbauer bezeichnet hat, sehen Sie Italiens Nationalkeeper also noch nicht? Oder hat er seinen Zenit schon überschritten?

Manninger: Es darf jeder sagen, was er denkt und das haben ja auch einige getan und ihre Aussagen zu diesem Thema gemacht. Aber ich sage ganz klar, dass Gigi Buffon sicher noch lange kein Rentner ist! Aber er ist erfahren genug, um selbst zu wissen, was speziell in diesem Spiel gut und was schlecht war.

bundesliga.de: Hand aufs Herz: Würden Sie vor dem Rückspiel am Mittwoch noch auf Juventus wetten?

Manninger: Ich wette prinzipiell nicht! Die Frage wird sein, wie Juve ins Spiel findet. Wenn sie in der ersten Halbzeit in Führung gehen, dann wird es in Turin noch einmal richtig heiß für die Bayern.

Das Gespräch führte Dietmar Nolte


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