DFB-Pokal

11.02.2016 - 08:44 Uhr


Robben: "Riesenkompliment an Bochum"

Bochum - Erleichtert, vor allen Dingen aber auch mit einer großen Menge Respekt vor der Leistung des Vertreters der 2. Bundesliga: Arjen Robben im Interview nach dem Pokal-Viertelfinale VfL Bochum gegen seinen FC Bayern.

Frage: Arjen Robben, sind Sie froh, dass der FC Bayern nicht schon im Halbfinale des DFB-Pokals auf Borussia Dortmund trifft?

Robben: Auslosung ist Auslosung und so, wie es kommt, muss man es nehmen. Aber ich bin froh, dass wir ein Heimspiel haben. Ich spiele lieber zuhause, vor allem in diesen vielen englischen Wochen. So ist es eine Reise weniger. Und vor allem für unsere Fans freut es mich, dass wir im Halbfinale zuhause spielen.

"Kompliment an Bochum!"

Frage: Im Finale könnte es dann wieder zum Finale mit dem großen Rivalen aus Dortmund kommen.

Robben: Es sind noch zwei Spiele, die müssen erstmal gespielt werden. Dortmund wird ein schweres Spiel haben in Berlin. Aber es wird auch schwer für uns, wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Es ist und bleibt der Pokal. Das hat Bremen jetzt gerade mit dem Sieg in Leverkusen bewiesen. Wir brauchen sicher eine super Leistung und es wird noch ein schwerer Schritt bis zum Finale.

Frage: Das Spiel in Bochum ging am Ende mit 3:0 deutlich an den FC Bayern. War es trotzdem ein schweres Stück Arbeit?

Robben: Das war es, vor allem in der ersten Halbzeit. Kompliment an Bochum, wie sie das gemacht haben. Sie spielen keinen negativen Fußball und haben gezeigt, wie es gehen kann. Bis zur Führung war es schwierig für uns. Aber wir sind immer in der Lage, ein Tor zu schießen. Das haben wir dann auch gemacht. Nach der Roten Karte für Bochum war das Spiel weitgehend entschieden.

Frage: Die Spielweise des VfL hat die Bayern in der ersten Halbzeit wirklich vor einige Probleme gestellt.

Robben: Ich habe Respekt vor jedem Gegner und jeder hat seine eigene Strategie. Aber es ist schön, wie Bochum Fußball spielt. Wirklich ein Riesenkompliment an die Mannschaft und den Trainer. (lacht) Er ist ja auch Holländer. Ich hoffe, der VfL schafft den Aufstieg. Das ist eine Mannschaft für die Bundesliga. Und hat das Spiel gezeigt, dass wir auf alles vorbereitet sein müssen. Manche ziehen sich zurück, manche spielen nach vorne. Wir müssen immer eine Lösung finden.

Frage: Wieviel muss der FC Bayern noch zulegen, auch mit Blick auf das Spiel in der Champions League gegen Juventus Turin in zwei Wochen?

Robben: Wir sind auf einem guten Weg, aber natürlich können wir uns immer noch verbessern. Wir haben gegen Bochum zu Null gespielt, das haben wir gut gemacht. Wir haben nicht viel zugelassen bis auf ein, zwei gute Chancen für den VfL in der ersten Halbzeit. Wir haben sehr konzentriert gespielt. Am Ende hätten wir vielleicht noch mehr Tore machen können.

"Respekt an Badstuber und Kimmich"

Frage: Bayern hat jetzt drei Mal in Folge zu Null gespielt, und das trotz vieler Verletzungssorgen in der Abwehr.

Robben: Die Ergebnisse sind ein großes Kompliment an die Jungs, die in der Abwehr spielen. Wie lange war Holger Badstuber verletzt und nicht dabei? Respekt, wie er spielt. Das ist wirklich Wahnsinn, wie er das macht nach so langer Pause. Und Joshua Kimmich löst es mit seinen gerade mal 21 Jahren auch super, das hat der Trainer ja auch schon betont. Aber es geht bei der Defensivarbeit nicht nur um die vier Verteidiger, sondern um die ganze Mannschaft. Wir müssen alle nach hinten und alle nach vorne arbeiten. Da darf keiner nachlassen.

Frage: Steht die Defensivarbeit auch im Training stärker im Fokus?

Robben: Wir gucken immer auf alles und versuchen uns ständig in allen Bereichen zu verbessern. Aber wir wissen natürlich um unsere Qualitäten in der Offensive. Wir wissen, dass wir die Qualität haben, in jedem Spiel ein Tor zu schießen, so wie in Bochum.

Frage: Sie selbst haben nach dem Rückrunden-Auftakt betont, Sie bräuchten vor allem Spiele, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Zuletzt standen Sie drei Mal in der Startelf. Wie weit sind Sie jetzt?

Robben: Ich komme immer weiter, das merke ich im Training, vor allem aber im Spiel selbst. Ich werde immer besser, immer stärker. Gegen Bochum habe ich vor allem in der zweiten Halbzeit gespürt, dass ich wieder in meinen Rhythmus komme. Es war gut, ich bin richtig zufrieden. Aber auch für mich war das nur ein Schritt und es geht immer weiter. Ich habe noch ein paar Prozent nach oben offen.

Aufgezeichnet von Dietmar Nolte

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