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Virtuelle Bundesliga

04.02.2016 - 15:14 Uhr


Mirza Jahic: "Man sollte immer einen Plan B haben"

Mirza Jahic setzte sich beim ersten Live-Event des Jahres gegen ein starkes Teilnehmerfeld durch

2014 gelang dem FIFA-Gamer bereits der ganz große Wurf und Jahic (M.) konnte die Meisterschale der Virtuellen Bundesliga in die Höhe recken

Köln - Mirza Jahic weiß, wie es sich anfühlt, die Meisterschale in Händen zu halten. Der FIFA-Gamer aus Mistelbach in Österreich triumphierte 2014 in der TAG Heuer Virtuelle Bundesliga. Auch in diesem Jahr ist mit Jahic wieder zu rechnen. Der 25-Jährige zeigte beim ersten Live-Event des Jahres in Dresden eine ganz starke Leistung und erspielte sich mit den virtuellen Stars des FC Bayern München den Turniersieg. Damit sicherte sich Jahic auch ein Ticket für das große VBL-Finale, in dem die besten deutschsprachigen Gamer um den Titel und 10.000 Euro Preisgeld kämpfen. Im Interview spricht er über seine Matchvorbereitung, seine Ziele für das Finale und das nötige Quäntchen Glück.

EA SPORTS: Hallo Mirza. Zunächst mal herzlichen Glückwunsch zum Turniersieg. Was bedeutet die damit verbundene Qualifikation für das Finale für dich?

Mirza Jahic: Das bedeutet mir sehr viel. Ich war jetzt jedes Jahr dabei - aber bislang immer durch die Onlinequalifikation. Jetzt bedeutet es mir noch mehr, weil es offline nochmal was anderes ist und hier viele gute Spieler dabei waren.

EA SPORTS: Bist Du immer mit einem festen Matchplan in deine Spiele gegangen?

Mirza Jahic: Immer. Es ist sehr wichtig, einen Gameplan zu haben. Ich habe, bevor ich in ein Turnier gehe, ein geplantes Angriffs- und Verteidigungskonzept, aber auch ein Notfallkonzept, falls es nicht nach Plan laufen sollte. Meine Taktik war, im 4-2-4 mit hohem Druck zu beginnen und bei früher Führung defensiver zu stellen. Dieses Mal ist der Plan größtenteils aufgegangen.

"Arjen Robben hat viele Buden gemacht"

EA SPORTS: Änderst Du deine Vorbereitung und vielleicht auch die Aufstellung, wenn Du deinen Gegner kennst?

Mirza Jahic: Zu Beginn nicht. Falls ich während des Spiels merken sollte, dass sich mein Gegner stark auf mich eingestellt hat, ändere ich meinen Angriffsplan, um unberechenbar zu bleiben. Man sollte immer einen Plan B haben.

EA SPORTS: Gab es einen Spieler in deinem Team, der auf dem Weg zum Turniersieg besonders wichtig war?

Mirza Jahic: Definitiv Arjen Robben. Sehr viele Aktionen gingen über ihn. Und er hat heute viele Buden gemacht!

EA SPORTS: Was war das dramatischste Spiel während des Turniers?

Mirza Jahic: Eindeutig das Finale. Was da zum Schluss abging, hätte man in keinem Drehbuch besser schreiben können (Mirzas Gegner verschoss in der Nachspielzeit einen Elfmeter, d. Red.). Ich bin für dramatische Spiele bekannt. Diesmal war das Glück endlich auf meiner Seite.

"Ich rechne mir gute Chancen aus"

EA SPORTS: Ein verschossener Elfmeter machte den Weg zum Sieg frei. Trainierst Du Elfmeterschießen im Vorfeld eines Turniers? Und wenn ja, wie?

Mirza Jahic: Nicht wirklich. Ich weiß, wie ich meine Elfer zu treten habe, damit sie mit großer Wahrscheinlichkeit ins Tor gehen. Den Moment, wenn es zum Elfmeter kommt, kann man nicht richtig trainieren, denn das Adrenalin, die Nervosität und Anspannung wenn es soweit ist, kann man schwer nachstellen.

EA SPORTS: Jetzt stehst Du in deinem vierten VBL-Finale. Welche Chancen rechnest du dir aus?

Mirza Jahic: Da ich es ja schon mal gewonnen habe, rechne ich mir gute Chancen aus, meinen Sieg zu wiederholen. Ich werde alles geben.

Auf seiner Facebookseite berichtet Mirza Jahic regelmäßig über seine eSport-Karriere.

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