2. Bundesliga

29.07.2016 - 14:00 Uhr


Vorschau: Der Karlsruher SC im Check

Es ist wichtig für den KSC, dass Dimitrios Diamantakos gehalten werden konnte

Köln - Am 5. August rollt wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: Karlsruher SC.

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Saisonziel:

Der KSC steht vor einer Übergangssaison. Der Aufstieg, an dem der Club noch vor 14 Monaten nur knapp scheiterte, wäre ein utopisches Ziel, mit dem Abstieg dürfte man aber auch nichts zu tun haben. Sportdirektor Jens Todt will stattdessen "zeigen, dass man auch mit begrenzten finanziellen Mitteln etwas Gutes erreichen kann." Zumal sich am Horizont neue Perspektiven auftun. Am 19. Juli beschloss der Karlsruher Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit den Umbau des maroden Wildparks. Nur mit einem neuen Stadion, da sind sich Verein und Stadt einig, wird der KSC auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben.

Trainer/Taktik:

Tomas Oral tritt ein schweres Erbe an. Vorgänger Markus Kauczinski, den es zum FC Ingolstadt zog, hat 15 Jahre in Karlsruhe gearbeitet, seinen Abschied haben viele bedauert. Nachfolger Oral, der beim FSV Frankfurt lange das Maximum herausgeholt hat, bekam gleich einen Drei-Jahres-Vertrag, um das Vertrauen des Präsidiums zu dokumentieren. Spielte die Mannschaft unter "Kaucze" bevorzugt im 4-2-3-1-System, will Oral nun flexibler agieren. Im Trainingslager wurde auch ein 4-4-2 einstudiert, der Neue legt Wert auf Ballbesitz und dominantes Agieren.

Neuzugänge/Kader:

Der KSC hat einen recht großen Umbruch hinter sich. Korsettstangen der Mannschaft wie Jonas Meffert, Manuel Gulde (beide SC Freiburg) oder Daniel Gordon (SV Sandhausen) gingen ebenso wie Pascal Köpke oder Dimitrij Nazarov (beide Aue), Dominic Peitz (Holstein Kiel) und Sascha Traut (Würzburger Kickers). Immerhin konnte Top-Torschütze Dimitrios Diamantakos (acht Saisontreffer) dauerhaft gebunden werden. Moritz Stoppelkamp, der aus Paderborn kam, hinterlässt bislang einen hervorragenden Eindruck. Vieles verspricht man sich auch vom Tunesier Franck Kom (ES Sahel), der im defensiven Mittelfeld sofort weiterhelfen soll. Der Spanier Jordi Figueras kam von Eskisehirspor und soll die Innenverteidigung verstärken.

Formcheck:

Gegen den Medipol Basaksehir FK aus der türkischen Süperlig gewann der KSC im Rahmen des Trainingslagers im österreichischen Flachau mit 1:0. Auch die Freundschaftsspiele gegen unterklassige Gegner aus der Region verliefen zufriedenstellend. 21 Tore schoss Karlsruhe in drei Spielen.

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