2. Bundesliga

05.05.2016 - 22:24 Uhr


Packend bis zum Schluss - der 33. Spieltag der 2. Bundesliga

Das Hinspiel zwischen Paderborn und 1860 endete spektakulär 4:4

Köln - Es ist der vorletzte Spieltag der 2. Bundesliga. Und er ist enorm spannend. Zwei direkte Duelle im Abstiegskampf, ein wiedererstarkter MSV Duisburg in Sandhausen und mögliche Entscheidungen an der Tabellenspitze - und das alles zeitgleich am Sonntag um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Liveticker).

Im Abstiegskampf der 2. Bundesliga ist es diese Saison unglaublich eng. Den Tabellenletzten SC Paderborn und den 14., den TSV 1860 München, trennen drei Punkte - und genau diese beiden Mannschaften treffen am Sonntag direkt aufeinander (zur Vorschau). "Ich will sehen, dass die Jungs 90 Minuten alles geben, um zu gewinnen", sagte Löwen-Trainer Daniel Bierofka vor dem Spiel. SCP-Trainer René Müller versprach: "Wir werden uns am Sonntag zerreißen." Die Münchner Löwen können sich retten, wenn sie gegen Paderborn gewinnen und der MSV Duisburg nicht gewinnt. Oder wenn Düsseldorf und Frankfurt unentschieden spielen (Warum? Steht hier: Diese Entscheidungen können am 33. Spieltag fallen). Das Hinspiel war eine der spektakulärsten Partien der Saison und endete 4:4. Wenn sich ein ähnliches Spiel entwickelt, können einem die Nerven der Trainer und Zuschauer schon jetzt leid tun.

Zur Tabelle der 2. Bundesliga

Das Spiel zwischen den Bornheimern und der Fortuna ist das zweite Highlight im Tabellenkeller. Der FSV Frankfurt steht unter enormem Druck, hat in den letzten 10 Partien keinen einzigen Sieg eingefahren und ist aktuell die formschwächste Mannschaft der 2. Bundesliga. "Wir sollten darauf vorbereitet sein, dass wir einen sehr angriffslustigen Gegner haben vor eigener Kulisse. Ich denke schon, dass die Düsseldorfer versuchen werden, diese Kulisse hinter sich zu bringen", warnte FSV-Trainer Falko Götz.

Doch auch der Gast aus Düsseldorf hat Schwierigkeiten. In der Formtabelle ist die Fortuna Vorletzter, holte aus den letzten fünf Spielen zwei Punkte. Besonders bitter war die Niederlage im Derby gegen den MSV Duisburg am letzten Spieltag.

Duisburg hat einen Lauf

Die Zebras haben nicht nur durch diesen wichtigen Sieg Boden gut gemacht. Nach 11 Punkten in der Hinrunde holte der MSV Duisburg in der Rückrunde bereits 17 Zähler, davon neun in den vergangenen fünf Spielen. Beim SV Sandhausen, der auf Platz 12 im Niemandsland der Tabelle steht, soll der nächste Dreier her.

Holt Freiburg den Titel?

Am oberen Ende der Tabelle ist schon jetzt klar, dass der SC Freiburg direkt aufsteigt. Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim können die Breisgauer mit einem Sieg auch den Titel perfekt machen. "Wir haben noch einmal ein Ziel, das wir anstreben, für uns, für unsere Fans und für den Verein", sagte Christian Streich auf der Pressekonferenz zur kommenden Begegnung. "Wir spielen am Sonntag um die Meisterschaft und entsprechend werden wir versuchen aufzutreten", so der SC-Coach. Auch Heidenheim hat als Achter erneut eine starke Saison gespielt, kann aber weder abrutschen noch oben mitmischen.

Fast die selben Voraussetzungen hat das Spiel von RB Leipzig gegen den Karlsruher SC. Mit einem Sieg steigen die Leipziger direkt in die Bundesliga auf. "Wir haben nun die große Chance, am Sonntag ebenfalls so einen magischen Fußballtag zu erleben", sagte Torwart Fabio Coltorti.

Der KSC ist Siebter und könnte bereits zufrieden die Saison beenden. Aber aufgepasst: Die Karlsruher haben momentan einen Lauf und holten 11 Punkte aus den letzten fünf Spielen (zur Vorschau).

Sollte der KSC die Leipziger ärgern, würde sich der 1. FC Nürnberg freuen - wenn die Franken gegen den FC St. Pauli gewinnen. Das Duell Dritter gegen Vierter ist nicht ganz so brisant, wie es die Platzierung verspricht, hat der FCN doch neun Punkte Vorsprung. Doch mit einem Sieg bei gleichzeitiger RBL-Niederlage wäre der Club auf zwei Punkte an den Leipzigern dran.

Entspannter Saisonausklang

Nur bei drei Spielen geht es tatsächlich für keines der beteiligten Teams mehr um wirklich viel. Arminia Bielefeld hat am letzten Spieltag den Klassenerhalt klar gemacht und kann beim Spiel gegen den 1. FC Union Berlin mit den Fans eine starke erste Saison nach dem Aufstieg feiern. Union kann als Sechster ebenfalls sehr zufrieden sein. Selbiges gilt für den Fünften VfL Bochum, der gegen Eintracht Braunschweig das letzte Heimspiel der Saison bestreitet. Und auch beim Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen die SpVgg. Greuther Fürth geht es in erster Linie darum, die Anhänger mit einer guten Leistung zu erfreuen.

Sebastian Stenzel

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