2. Bundesliga

01.04.2016 - 10:33 Uhr


Nur noch Siege zählen - Die 2. Bundesliga am Freitag

Das Hinspiel zwischen St. Pauli und Union Berlin war spektakulär und endete 3:3

Der SC Paderborn konnte in der Hinrunde gegen Braunschweig gewinnen. Es war der bis dato letzte Heimsieg des SCP

MSV-Coach Ilia Gruev will die erfolgreiche Serie von vier Spielen ohne Niederlage fortsetzen

Köln - Der 28. Spieltag der 2. Bundesliga wartet mit zwei Abstiegskandidaten auf Punktejagd und dem Duell FC St. Pauli gegen 1. FC Union auf. Für alle sechs beteiligten Teams zählt heute nur eins: unbedingt gewinnen. Ab 18.15 Uhr können Sie die Spiele im bundesliga.de-Liveticker verfolgen.

FC St. Pauli - 1. FC Union Berlin

Der FC St. Pauli hat durch zwei Niederlagen in Folge am 25. und 26. Spieltag seine gute Ausgangsposition als Verfolger der Top drei verloren. Durch den Sieg am letzten Spieltag in Sandhausen (zum Spielbericht) sind die Chancen auf Platz drei immer noch vorhanden - wenn auch sehr gering. Nur mit einem Sieg kann St. Pauli sie aber überhaupt aufrecht erhalten. "Wir sind zu Hause in der Bringschuld", gibt St. Pauli-Coach Ewald Lienen die Marschrichtung vor. "Wir müssen kompakt und aggressiv stehen und die Laufbereitschaft muss passen. Immer wenn das nicht gestimmt hat, haben wir die Spiele verloren." Die Länderspielpause bewertet Lienen positiv: "Das Osterwochenende hat den Jungs gutgetan. Sie haben sich erholt und sind auch im Kopf wieder freier", sagte Lienen.

Für den 1. FC Union Berlin geht es zum einen darum, endgültig genug Punkte zwischen sich und die untere Tabellenregionen zu bringen. Und zum anderen möchte Coach André Hofschneider die Gastgeber gehörig ärgern. "Ich habe als Spieler dort schon gewonnen", sagte Hofschneider auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Es war ein schönes Gefühl, die Heimfans nach dem Spiel wütend zu sehen. Das Gefühl kann ich nur jedem empfehlen. Daran erinnert man sich gern", sagte der Union-Coach schmunzelnd.

Zum Liveticker des Spiels FC St. Pauli - 1. FC Union Berlin (ab 18.15 Uhr)

Eintracht Braunschweig - SC Paderborn

"Wir haben das große Bedürfnis, das Spiel gewinnen zu wollen", sagte nicht Paderborns Trainer Rene Müller, sondern Torsten Lieberknecht. Der Coach der Braunschweiger Eintracht wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg. "Jeder merkt, dass die Jungs gegen die Ergebniskrise ankämpfen", sagte Lieberknecht. Dabei plagen die "Löwen" momentan arge Personalprobleme, da mehrere Leistungsträger ausfallen. "Vielleicht wird es eine exotische Variante", sagte Lieberknecht zur Aufstellung. "Klar ist, dass jeder die Möglichkeit hat, zum Einsatz zu kommen."

"Das wird ein interessantes Spiel", sagte Paderborns Cheftrainer René Müller. "Wir brauchen eine gute Stabilität und eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive", sagte Müller zu den Anforderungen an sein Team. "Dann haben wir sehr gute Möglichkeiten in Braunschweig etwas mitzunehmen." Der SC Paderborn konnte noch nie ein Spiel an der Hamburger Straße gewinnen. Das soll sich nun aber ändern. "Es ist unsere Aufgabe, Spiele zu gewinnen", sagte der als SCP-Coach bislang ungeschlagene Müller. Angesichts der Tabellensituation ist das auch nötig, denn mit einem Sieg könnte der MSV Duisburg bis auf zwei Punkte an den SCP heranrücken. Und mit einem Dreier würde Paderborn die Abstiegsränge zumindest vorübergehend verlassen, was psychologisch einen positiven Effekt haben könnte und Schwung für die nächsten Aufgaben bringt.

Zum Liveticker des Spiels Eintracht Braunschweig - SC Paderborn (ab 18.15 Uhr)

MSV Duisburg - 1. FC Heidenheim

"Wir wollen da weiter machen, wo wir gegen Union Berlin aufgehört haben" - Duisburgs Trainer Ilia Gruev erinnert sich gerne an das Spiel am 26. Spieltag, als seine Mannschaft einen 0:1-Rückstand drehte. Überhaupt läuft es bei den Zebras aktuell nicht schlecht. Von den letzten vier Spielen verlor der MSV Duisburg kein einziges. Allerdings sprang auch nur ein Sieg heraus, bei fünf Punkten Rückstand auf Platz 17 muss also unbedingt wieder ein Dreier her. "Wir sind zuletzt sehr stabil geworden und glauben an einen Erfolg", sagte Duisburgs Torhüter Michael Ratajczak im Vorfeld des Spiels. In der Länderspielpause haben sich die Duisburger zudem mit einem 3:0-Testspielsieg gegen den niederländischen Club De Treffers Selbstvertrauen geholt.

Das hat der 1. FC Heidenheim laut Trainer Frank Schmidt in der Club-DNA. "Zu unserer Philosophie gehört eine ausgeprägte Siegermentalität", sagte Schmidt vor dem Spiel in Duisburg. Im Hinspiel war das zu sehen, der FCH gewann 1:0. "Die Spieler wissen, um eine Zukunft im Verein zu haben, ist es immer wichtig zu zeigen, dass man gewinnen will", so Schmidt. Das Ziel der Heidenheimer für diese Saison ist das Maximum an Punkten zu holen. Weder nach oben, noch nach unten sollte beim Tabellensechsten von der Ostalb in den sieben verbleibenden Spielen noch viel passieren. Die Aufgabe beim MSV Duisburg sieht Schmidt als durchaus schwierig an: "Wir werden auf einen Gegner treffen, bei dem wir schnell merken werden, dass es um die pure Existenz geht. Sie müssen fast gegen uns gewinnen."

Zum Liveticker des Spiels MSV Duisburg - 1. FC Heidenheim (ab 18.15 Uhr)

Sebastian Stenzel

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