2. Bundesliga

08.04.2016 - 15:33 Uhr


Kampf um den Klassenerhalt - Die 2. Bundesliga am Freitag

Bereits nach drei Minuten bringt Süleyman Koc den SCP im Hinspiel in Berlin in Front - Paderborn siegt 2:0 bei den Eisernen

Durch ein Tor von Marco Stiepermann siegt Fürth im Hinspiel 1:0 gegen die Löwen und erobert den vierten Tabellenplatz

Mit 1:0 siegen die Löwen im vergangenen Oktober gegen Heidenheim

Köln - Für zwei Abstiegskandidaten geht es heute Abend zum Auftakt des 29. Spieltags der 2. Bundesliga wieder um alles oder nichts. Der SC Paderborn und der TSV 1860 München müssen dringend punkten, um dem Ziel Klassenerhalt einen entscheidenden Schritt näher zu kommen. Die übrigen vier Clubs, die heute Abend antreten, befinden sich indes allesamt im gesicherten Tabellenmittelfeld. Ab 18.15 Uhr können Sie die Spiele im bundesliga.de-Liveticker verfolgen.

SC Paderborn - 1. FC Union Berlin

Nur einen einzigen Sieg konnte der SC Paderborn in den vergangenen 16 Spielen einfahren. Die Ostwestfalen sind dadurch auf den 17. Tabellenplatz abgerutscht und liegen bereits vier Punkte hinter dem rettenden Rang 15. Unter Neu-Coach René Müller sieht die jüngste Bilanz aber zumindest hoffnungsvoll aus. In seinen ersten drei Spielen blieben die Paderborner ungeschlagen, holten fünf Punkte. Das 1:2 bei Eintracht Braunschweig (zum Spielbericht) in der vergangenen Woche bedeutete jedoch einen neuerlichen Rückschlag. "Jedem ist die Ausgangslage bewusst. Wir können uns nicht auf die Konkurrenz verlassen, sondern müssen uns selbst helfen", stellt Müller klar, dass dem SCP nur ein Sieg weiterhelfen kann. Um den zu erreichen, müsse seine Mannschaft aber einiges besser machen als gegen die Braunschweiger Löwen: "Wir müssen kaltschnäuziger vor dem Tor werden und in brenzligen Situationen kompromisslos agieren".

Für den 1. FC Union Berlin ist das Duell in Paderborn bereits das zweite Auswärtsspiel in Folge. Kein gutes Omen für die Hauptstädter, die in den jüngsten fünf Matches in der Fremde lediglich zwei Punkte (bei drei Niederlagen) einfahren konnten. Dennoch macht Coach André Hofschneider das Auftreten seiner Elf vor Wochenfrist beim 1:1 beim FC St. Pauli (zum Spielbericht) Mut: "Wenn wir so auftreten wie in den ersten 45 Minuten in Hamburg, wird es schwer uns zu stoppen", sagt er und fügt an: "Der Zähler auf St. Pauli ist nur dann etwas wert, wenn wir in Paderborn endlich dreifach punkten." Aktuell trennen die Eisernen zwölf Punkte von den Abstiegsplätzen - ein Sieg gegen Paderborn würde wohl den Klassenerhalt endgültig sichern.

Zum Liveticker des Spiels SC Paderborn - 1. FC Union Berlin (ab 18.15 Uhr)

TSV 1860 München - SpVgg. Greuther Fürth

Nach zuvor drei Siegen in Folge ist das Unternehmen Klassenerhalt für die Münchner Löwen in den vergangenen Wochen wieder ins Stocken geraten. Nur einen Punkt konnte der TSV 1860 München aus den jüngsten drei Spielen mitnehmen, zuletzt gab es ein 1:3 beim Karlsruher SC (zum Spielbericht). Die Sechziger hängen auf dem Relegationsplatz fest, haben drei Zähler Rückstand auf Fortuna Düsseldorf. Diesen wollen die Blauen heute gegen Fürth zunichte machen. "Wir müssen als Einheit auftreten, keiner kann sich rausnehmen, sonst funktioniert es nicht", gibt Coach Benno Möhlmann, der selbst jahrelang am Fürther Ronhof als Trainer aktiv war, die Devise aus. Und betont: "Auf die Spieler, die auf dem Platz stehen, kommt es an. Die müssen die Kohlen aus dem Feuer holen. Wir brauchen elf Kerle."

Nur drei Tage Pause hatte die SpVgg. Greuther Fürth nach dem unglücklichen 2:3 im Montagsspiel gegen den SC Freiburg (zum Spielbericht) vor dem Duell bei den Löwen. Coach Stefan Ruthenbeck hat bereits angekündigt, auf der einen oder anderen Position rotieren zu lassen. Dabei präsentierten sich die Kleeblätter zuletzt sehr stark, blieben vor dem starken Freiburg-Spiel in vier Partien ohne Niederlage (acht Punkte). Ähnlich wie Union können die Franken im Derby gegen die Löwen die 40-Punkte-Grenze erreichen und damit einen Deckel auf den Klassenerhalt machen.

Zum Liveticker des Spiels TSV 1860 München - SpVgg. Greuther Fürth (ab 18.15 Uhr)

1. FC Heidenheim - Eintracht Braunschweig

In der Heidenheimer Voith-Arena trifft der Tabellensechste auf den Siebten. Für beide Mannschaften ist Platz vier noch drin, der Rückstand auf die Aufstiegsplätz ist bei 16 (Heidenheim) bzw. 18 (Braunschweig) Punkten aber schon deutlich zu groß, um sich noch Hoffnungen machen zu können. Der 1. FC Heidenheim hat dennoch weiterhin große Ziele. Ein Jahr nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga wollen die Mannen von Coach Frank Schmidt das starke Vorjahresergebnis (Platz acht) noch einmal verbessern. Die Aussichten auf die beste Platzierung in der Clubgeschichte sind gut. In den jüngsten vier Spielen blieben die Heidenheimer unbesiegt, in den letzten neun Spielen gab es nur eine Niederlage - gegen Leipzig. "Wir können zufrieden sein. Wir haben unser Saisonziel erreicht, jetzt geht es darum so viele Punkte wie möglich zu holen", sagt Schmidt nach dem schon jetzt gesicherten Klassenerhalt. Und schickt gleich eine Warnung hinterher: "Kein Spieler kann sich ausruhen. Es gibt genügend Gründe, warum jeder Spieler in den letzten Wochen nochmals alles raushauen muss!"

Eintracht Braunschweig hingegen hat den Negativtrend der vergangenen Wochen beim 2:1 gegen Paderborn endlich stoppen können (). Sechs Spiele hatten die Niedersachsen davor nicht gewonnen und sich dadurch aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. In Heidenheim soll gleich ein Dreier nachgeschoben werden, zumal die Voith-Arena für die Löwen ein gutes Pflaster ist: alle drei Gastspiele an der Brenz konnte die Eintracht gewinnen. "Heidenheim wird erneut die große Motivation haben, uns endlich zu schlagen. Wir wollen das natürlich verhindern", sagt Coach Torsten Lieberknecht.

Zum Liveticker des Spiels 1. FC Heidenheim - Eintracht Braunschweig (ab 18.15 Uhr)

Tobias Schild

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