2. Bundesliga

04.02.2016 - 15:04 Uhr


Immanuel Höhn: "Wir sind gierig auf den Erfolg"

Verteidiger Immanuel Höhn verpasste in dieser Saison noch kein Spiel und erzielte bereits drei Treffer

Köln - Nach sieben Wochen Winterpause startet die 2. Bundesliga am Freitagabend wieder den Spielbetrieb. Der Tabellen-Zweite aus Freiburg gastiert beim VfL Bochum, der auf Rang 6 steht. Vor dem Topspiel spricht Freiburgs torgefährlicher Innenverteidiger Immanuel Höhn (drei Treffer) im Interview mit bundesliga.de über die Umstellung auf die 2. Bundesliga, die Winterneuzugänge und den kommenden Gegner.

bundesliga.de: Immanuel Höhn, am Freitag geht für den SC Freiburg mit der Partie beim VfL Bochum (zur Fakten-Vorschau) der Ernst des Liga-Spielbetriebs wieder los. Wie sehr freuen Sie sich auf das erste Punktspiel im Jahr 2016?

Immanuel Höhn: Wir freuen uns, dass es wieder los geht. Die Vorbereitung ist für einen Profi nicht immer die schönste Zeit. Jetzt wollen wir wieder auf dem Platz unsere Leistung abrufen, so wie wir es am Ende der Vorrunde getan haben, und wieder direkt gut in den Rhythmus kommen.

"Die 2. Bundesliga ist kein Zuckerschlecken"

bundesliga.de: Die Vorrunde ist für den Sport-Club sehr gut gelaufen. Wie überrascht waren Sie, dass die neuformierte Mannschaft nach dem Abstieg so schnell in Tritt gekommen ist?

Höhn: Man konnte nicht davon ausgehen, dass der ganze Prozess so schnell und so gut funktioniert und die Mannschaft so gut harmoniert. Jeder im Verein war daran beteiligt, dass es gut funktioniert hat. Die neuen Spieler wurden super aufgenommen und integriert. Deswegen ist es so gekommen, wie es gekommen ist.

bundesliga.de: Der SC Freiburg steht wieder für Spektakel und viele Tore. Wie viel Spaß macht es, in dieser Truppe zu kicken?

Höhn: Sehr viel. Wenn du oben stehst und viele Spiele erfolgreich bestreitest, hast du auch viel Freude auf dem Platz. Man sieht uns allen an, dass wir mit Spaß und Leidenschaft spielen und gierig auf den Erfolg sind. Das setzen wir um, und daran wollen wir anknüpfen.

bundesliga.de: Wie schwer ist Ihnen persönlich die Umstellung auf die 2. Bundesliga gefallen?

Höhn: Man sagt ja immer, dass es ein großer Unterschied ist, ob man in der Bundesliga oder der 2. Bundesliga spielt. Ich kann das eigentlich nicht bestätigen. Man muss in jedem Spiel seine 110 Prozent abrufen. Wenn man das nicht macht und nicht mit der nötigen Einstellung und Konzentration ins Spiel geht, wird es auch in der 2. Bundesliga nicht für drei Punkte reichen. Das haben wir schon in der Vorbereitung schnell gemerkt. Die 2. Bundesliga ist kein Zuckerschlecken. Man muss zu jeder Zeit auf seinem Topniveau sein und seine absolute Leistungsgrenze erreichen, um erfolgreich zu sein. Das ist uns bisher ganz gut gelungen.

"Die Neuzugänge helfen uns weiter"

bundesliga.de: Im Gegensatz zu vielen Teamkollegen sind Sie nach dem Abstieg in Freiburg geblieben. War es die richtige Entscheidung?

Höhn: Absolut. Ich bin sehr froh darüber, dass ich so viele Spiele gemacht habe. Daran will ich anknüpfen und der Mannschaft weiter helfen.

bundesliga.de: In der Winterpause hat sich im Freiburger Kader einiges getan, drei Neue wurden geholt. Welchen Eindruck machen die neu verpflichteten Florian Niederlechner, Pascal Stenzel und Harvard Nielsen?

Höhn: Man sieht, dass alle drei Qualität mitbringen, der Mannschaft weiterhelfen und ihr guttun. Sie haben super Charaktere, wurden von der Mannschaft gut aufgenommen und geben richtig Gas. Niederlechner und Nielsen haben schon in der Bundesliga gespielt, auch Stenzel hat seine Qualität in Dortmund gezeigt.

"Haben mit Bochum noch eine Rechnung offen"

bundesliga.de: Wenn Sie sich in der langen Winterpause die Tabelle der 2. Bundesliga angeschaut haben, müssen Sie strahlend durch Freiburg gelaufen sein. Der Sport-Club hat bereits fünf Punkte Vorsprung auf Platz 3 und sogar acht auf Rang 4. Wie bewerten Sie die Ausgangssituation vor den letzten 15 Spieltagen?

Höhn: Die aktuelle Tabellensituation ist für uns natürlich schön. Aber in dieser Liga kann es sehr schnell gehen. Der 1. FC Nürnberg war zum Beispiel nach den ersten Wochen schon abgeschrieben, jeder meinte, dass der Club nur um den Klassenerhalt spielt. Und jetzt ist die Mannschaft Dritter. Die 2. Bundesliga ist unberechenbar. Wir dürfen nicht den Fehler machen, zu denken, dass wir schon etwas erreicht haben. Wir müssen an die Leistungen der Vorrunde anknüpfen, weiter Gas geben und unsere Spiele erfolgreich gestalten. Dann wird sich die Tabellensituation am Ende von selbst ergeben.

bundesliga.de: Am Freitag gastiert der Sport-Club nun beim VfL Bochum, mit dem nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel noch eine Rechnung offen ist. Wie stark schätzen Sie den Gegner ein, der nach einem tollen Saisonstart sein Niveau nicht mehr halten konnte?

Höhn: Bochum ist eine Mannschaft, die eine wahnsinnige Qualität hat, dann aber den gegenteiligen Weg von Nürnberg gegangen ist. Sie sind extrem gut gestartet und waren über die ganze bisherige Saison eine sehr spielstarke Mannschaft. Aus irgendwelchen Gründen haben sie es nicht geschafft, ihr Spiel durchzuziehen und oben dranzubleiben. Sie hatten einen kleinen Durchhänger, haben sich aber auch wieder gefangen. Wir stellen uns auf eine Mannschaft ein, die für jeden Gegner gefährlich sein kann, die auch sehr robust auftritt. Wie Sie schon sagten, haben wir noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, die wir nun begleichen wollen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski

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