2. Bundesliga

30.12.2013 - 16:12 Uhr


Maroh: "Wir können uns nur selber ein Bein stellen"

Kölns Dominic Maroh geht guter Dinge in die verbleibenden 15 Spiele der 2. Bundesliga (© imago)

Maroh (r.) ist in Köln Teil der besten Defensive der 2. Bundesliga (zehn Gegentreffer)

Der Österreicher Peter Stöger ist seit Sommer Trainer des FC

Köln - Der 1. FC Köln ist zum Jahresende der Konkurrenz in der 2. Bundesliga mit vier Siegen in Folge davongezogen. Nach dem 3:2-Auswärtssieg im rheinischen Derby bei Fortuna Düsseldorf haben die Domstädter bereits acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Bevor sich Dominic Maroh in den wohlverdienten Winterurlaub verabschiedete, sprach er mit bundesliga.de.

bundesliga.de: Herr Maroh, was hat Ihnen der Derbysieg in Düsseldorf zum Abschluss des ersten Halbjahres der Saison 2013/14 bedeutet?

Dominic Maroh: Derbysiege sind immer die schönsten Siege, vor allem wenn man auf die Tabelle schaut und sieht, dass man acht Punkte Vorsprung auf den Nichtaufstiegsplatz hat. Das ist schon eine Zahl, von der am Anfang nicht viele erwartet haben, dass wir die erreichen. Derbysiege sind für die Fans und die Stadt unersetzlich. Ich habe selber das Derby Nürnberg-Fürth gespielt, das bleibt so lange hängen. Jetzt sind wir alle froh, dass Pause ist.

bundesliga.de: Welchen Anteil hat Trainer Peter Stöger am Erfolg?

Maroh: Der Trainer ist die Hauptperson. Er muss den Laden zusammenhalten und auch die unzufriedenen Spieler bei Laune halten. Wie er das mit seiner Art hinkriegt, das ist schon beeindruckend. Ich hatte schon ein paar Trainer. Aber er macht das in einer sehr ruhigen Art, das imponiert mir sehr. Das ist sein Verdienst in Kombination mit den anderen Mitarbeitern des Funktionsteams. Der Trainer durfte sich in Düsseldorf zurecht feiern lassen. Er lässt es zwar ungern über sich ergehen, aber er hat es verdient. Es ist toll, was er mit uns in dem halben Jahr angestellt hat.

bundesliga.de: Wenn Sie an das letzte halbe Jahr zurückdenken. Was bleibt vor allem hängen?

Maroh: Das Halbjahr war mit vielen schönen Spielen sehr erfolgreich. Das Highlight hatten wir dann ganz zum Schluss in Düsseldorf. Wir haben es auch noch einmal spannend gemacht und noch erstmals zwei Gegentore bekommen, über die ich mich als etwas penibler Abwehrspieler geärgert habe. Aber wir haben uns letztendlich durchgesetzt. Das zeigt dann auch die Qualität, die wir mittlerweile haben. Deswegen können wir jetzt alle beruhigt in die Pause gehen und dann gestärkt wieder im neuen Jahr den Aufstieg in Angriff nehmen.

bundesliga.de: Wie erklären Sie sich den Lauf des FC, nachdem die Saison mit drei Unentschieden etwas holprig anfing?

Maroh: Wir haben immer im Verein die Ruhe bewahrt. Das war in den letzten Jahren vielleicht nicht immer der Fall. Es war extrem ruhig, es war angenehm zu arbeiten. Der Trainer hat unfassbar gute Ansprachen gehalten. Das Training ist sehr gut. Es war immer schön, wenn der Trainer morgens durch das Geißbockheim und die Geschäftsstelle gelaufen ist und zu jedem Hallo gesagt hat. Das sind so Kleinigkeiten, die ganz wichtig für den Gesamterfolg sind. Der Erfolg war gegeben. Die Qualität der Mannschaft ist hoch, aber die muss man auch erst einmal auf den Platz bringen. Das hat der Trainer richtig gut gemacht.

bundesliga.de: Wer kann dem FC in der Rückrunde noch gefährlich werden? Kann sich die Mannschaft jetzt nur noch selbst schlagen?

Maroh: Bei acht Punkten Vorsprung können wir uns fast nur noch selber ein Bein stellen. Es sind noch 15 Spiele zu spielen und einige Brocken dabei. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass, wenn wir diese Qualität, die wir in Düsseldorf auf den Platz bekommen haben, im neuen Jahr auch abrufen, uns keiner mehr stoppen kann.

bundesliga.de: Dann haben Sie also mit Ihrem perspektivischen Wechsel von Nürnberg nach Köln vor 18 Monaten alles richtig gemacht?

Maroh: Ich sehe das nicht als Genugtuung. Es war natürlich meine Idee bei meinem Wechsel, dass ich mit dem FC wieder Bundesliga spielen wollte. Ich wäre froh, wenn ich nächstes Jahr gegen Nürnberg in der Bundesliga spielen könnte.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski

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