2. Bundesliga

21.01.2016 - 17:00 Uhr


Domi Kumbela: "Wir können sofort loslegen"

In Braunschweig erlebte Domi Kumbela seine beste Zeit, jetzt ist er wieder da

Köln - Es war so etwas wie die Rückkehr des verlorenen Sohnes. Nach eineinhalb Jahren Wanderschaft ist Domi Kumbela seit Jahresbeginn wieder zurück in Braunschweig. Dort erlebte der 31-Jährige zwischen 2010 und 2014 seine erfolgreichste Zeit, in 164 Spielen gelangen ihm 64 Tore. Im Interview mit bundesliga.de spricht Kumbela über sein Wiedersehen mit den alten Kollegen, Veränderungen im Verein und die sportliche Perspektive.

bundesliga.de: Domi Kumbela, nach 18 Monaten sind Sie nun wieder zurück bei Eintracht Braunschweig. Wie hat sich die Rückkehr angefühlt?

Domi Kumbela: Sehr schön. Es war trotzdem auch ein komisches Gefühl, weil bei mir in den ersten beiden Tagen noch etwas Nervosität im Spiel war. Nachdem ich dann den Vertrag unterschrieben hatte, den Laktattest absolviert hatte und mit der Mannschaft trainiert habe, hat sich alles super angefühlt. Jetzt bin ich mittendrin in der Mannschaft. Die Vorbereitung läuft. Ich freue mich auf die nächsten Wochen.

bundesliga.de: Wie groß war die Fluktuation im Kader, seit Sie den Verein im Sommer 2014 verlassen hatten?

Kumbela: Es sind noch einige Spieler da, die ich von früher kenne. Ich denke da an Ken Reichel, Damir Vrancic, Jan Hochscheidt, Orhan Ademi, Marcel Coreira oder Mirko Boland. Mannschaften ändern sich, manchmal gibt es auch einen großen Umbruch. Aber in Braunschweig ist es nicht so heftig gewesen. Das macht es für mich einfacher, mich zu integrieren, weil noch so viele Jungs von früher dabei sind. Das Gleiche gilt auch für das Trainerteam. Die Eintracht ist mein alter Verein, ich bin wieder in meiner alten, gewohnten Umgebung.

"Der Trainer hat ein paar taktische Dinge verändert"

bundesliga.de: Haben Sie in den viereinhalb Jahren zwischen Januar 2010 und Sommer 2014 bei der Eintracht Ihre schönste als Profi erlebt?

Kumbela: Auf jeden Fall. Es war auch meine längste und erfolgreichste Zeit bei einem Verein. Ich habe für die Eintracht die meisten Tore geschossen und die meisten Siege gefeiert, dazu kamen die Aufstiege, erst in die 2. Bundesliga, dann in die Bundesliga.

bundesliga.de: Was hat sich verändert?

Kumbela: Für mich persönlich hat sich nicht viel verändert. Es wird genauso kontinuierlich weitergearbeitet wie früher. Die Mitarbeiter im Verein sind auch noch alle da. Das Gesicht der Mannschaft ist mittlerweile ein anderes, auch der Trainer hat ein paar taktische Dinge verändert.

bundesliga.de: Sie kommen aus Fürth, wo Sie in einem halben Jahr auf sechs Einsätze und zwei Assists gekommen sind. Warum hat es Fürth nicht richtig funktioniert?

Kumbela: Es ist einfach so, dass es manchmal passt und manchmal nicht. Nach einiger Zeit musste ich einsehen, dass Fürth nicht der richtige Platz für mich ist. Ich habe mich dann dazu entschieden, zurück nach Braunschweig zu gehen und mich dort der Herausforderung zu stellen.

"Der Auftakt ist nie leicht"

bundesliga.de: In den ersten vier Testspielen für die Eintracht haben Sie bereits fünf Tore erzielt. Wie ist es um Ihre Form und Fitness bestellt? Sind Sie bereit für den Ernstfall und den Auftakt in zwei Wochen?

Kumbela: Wir können sofort loslegen. Die Vorbereitungsspiele sind aber immer etwas anderes als die Punktspiele. Wir wollen gut in die Rückrunde starten, der Auftakt ist nie einfach. Wir bereiten uns jetzt sehr gut auf das erste Spiel in Leipzig und danach unser Heimspiel gegen Bielefeld vor.

bundesliga.de: Der Auftakt könnte schwerer nicht sein. Sie haben den Gegner Leipzig angesprochen, den souveränen Tabellenführer der 2. Bundesliga. Der Eintracht bietet sich aber auch in Leipzig die Gelegenheit, ein Ausrufezeichen zu setzen. Wie bewerten Sie die Chancen?

Kumbela: Leipzig ist die beste Mannschaft. Wir werden versuchen, dort auch zu punkten. Wir wissen nicht, ob es für einen Sieg reichen wird. Das hängt auch immer von der Tagesform ab, und ein Quäntchen Glück braucht man auch. Aber wir werden alles in die Waagschale werfen und dafür geben, um aus Leipzig etwas Zählbares mitzunehmen.

bundesliga.de: Wie schätzen Sie die sportliche Perspektive bei der Eintracht ein?

Kumbela: Sehr gut. Ich sehe viele Spieler im Kader, die sehr viel Potenzial haben. Wir haben hier ideale Bedingungen und ein tolles Umfeld. Das Trainerteam fördert die jüngeren, entwicklungsfähigen Spieler., von denen es viele in der Mannschaft gibt. Gerade für sie ist Braunschweig eine sehr gute Adresse. Im Moment hat etwa Salim Khelifi einen großen Schritt nach vorne gemacht. Gerrit Holtmann ist ein sehr auffälliger Spieler auf der linken Außenbahn. Das sind Jungs, die sich bei der Eintracht weiterentwicklen werden.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski

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