2. Bundesliga

21.07.2016 - 14:34 Uhr


Der kleine Fan-Reiseführer der 2. Bundesliga - Teil 3

Ein Bild mit Symbolcharakter: Das Fritz-Walter-Stadion thront über der Stadt Kaiserslautern

Vor der Heimtribüne erinnert eine Statue an die Lauterer Weltmeister von 1954

Köln - Der Saisonstart der 2. Bundesliga rückt mit großen Schritten näher. Am 5. August eröffnet der 1. FC Kaiserslautern gegen Hannover 96 die Spielzeit 2016/17. Für die Gäste ist es der erste Auftritt in der 2. Bundesliga seit dem 5. Mai 2002. Damals gewannen die bereits als Meister und Aufsteiger feststehenden Niedersachsen mit 5:1 bei der SpVgg Greuther Fürth. Auch wenn die Fans auf die Rückkehr gerne verzichtet hätten, bietet der erste Spielort ganz viel greifbare Fußballgeschichte - und bildet den perfekten Einstieg in den dritten Teil des kleinen Fan-Reiseführers der 2. Bundesliga.

Wer sich dem Fritz-Walter-Stadion nähert, merkt schnell, dass der Fußball in Kaiserslautern eine besondere Rolle spielt. Nicht nur das Stadion thront über der Stadt, in der der Fußball ebenfalls allgegenwärtig ist. So erinnern beispielsweise Betonfiguren von Fußballern auf dem Philipp-Mees-Platz in der Nähe des Bahnhofs und des Polizeipräsidiums an die acht Nationen, die während der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Kaiserslautern Station gemacht haben (Japan, Australien, USA, Italien, Paraguay, Trinidad & Tobago, Spanien und Saudi-Arabien). Wenige Meter weiter beweisen die "11 Freunde" von Bildhauerin Christel Lechner am Löwenburgkreisel den fußballerischen Charakter der Stadt und sind ein beliebtes Fotomotiv bei Fußballfans.

Weltmeister von 1954 am Stadion verewigt

Auch am Stadion selbst ist die Bedeutung des Fußballs und seiner Historie direkt zu erblicken. Hinter der Heimkurve erinnert ein Denkmal an die fünf Lauterer Helden von Bern, die mit der Nationalmannschaft den WM-Titel 1954 errangen. Das vom Lauterer Bildhauer Richard Henkel geschaffene Kunstwerk zeigt Werner Liebrich, Fritz Walter, Werner Kohlmeyer, Horst Eckel und Ottmar Walter mit dem Coupe Jules Rimet. Wer sich genauer mit der Geschichte des 1. FC Kaiserslautern beschäftigen will, kann das auch im Museum im Fritz-Walter-Stadion tun. Die Fans von Hannover 96 sind die ersten, die in der kommenden Spielzeit die Atmosphäre am Betzenberg genießen dürfen.

Historie: Das Wunder vom Betzenberg

Während Kaiserslautern und Hannover die Saison einläuten, schließen der VfB Stuttgart und der FC St. Pauli den ersten Spieltag am 8. August ab. Für den VfB ist es die erste Partie in der eingleisigen 2. Bundesliga. Zuletzt waren die Schwaben in der Spielzeit 1976/77 zweitklassig. Damals war die 2. Bundesliga noch in eine Nord- und Südstaffel aufgeteilt.

Autos in Stuttgart, "Liegewiese" in Bielefeld

Für Autoliebhaber bietet eine Partie beim VfB einen ganz besonderen Reiz. Fußläufig vom Stadion ermöglicht das Mercedes-Benz-Museum das Eintauchen in die Geschichte des Automobils. Von den Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart bietet das Museum auf rund 17.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche unzählige Exponate. Neben Oldtimern sind so beispielsweise auch Konzeptwagen zu sehen, die nie in Serienproduktion gegangen sind.

Kein Museum, dafür aber ein Platz mit Straßenfest-Atmosphäre, kann der Auswärtsfan in Bielefeld entdecken. Der Siegfriedplatz, der in Bielefeld nur "Siggi" genannt wird, ist nur wenige hundert Meter vom Stadion der Arminia entfernt. Bei schönem Wetter sitzen die Menschen hier auf Bierbänken, Gartenstühlen oder einfach auf dem Pflaster und funktionieren den dreieckigen Platz zu einer Art Liegewiese um. Am 7. August können sich die Fans des Karlsruher SC davon überzeugen, denn die Badener sind die ersten Gäste in Ostwestfalen.

>>> Der kleine Fan-Reiseführer der 2. Bundesliga - Teil 1

>>> Der kleine Fan-Reiseführer der 2. Bundesliga - Teil 2

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