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2. Bundesliga

09.08.2014 - 16:30 Uhr


Kapitän Kreilach ein Leader "auf seine Art"

Unions neuer Kapitän Damir Kreilach bekam nach dem Spiel ein Sonderlob von Trainer Norbert Düwel (© Imago)

Kreilach (u.r.) erzielte gegen Düsseldorf den wichtigen Ausgleichtreffer (© Imago)

Kreilach hatte Union-Urgestein Torsten Mattuschka als Kapitän abgelöst (© Imago)

Berlin - Nein, da wo sie hinwollen, sind sie noch nicht. Trotzdem haben die Schützlinge von Unions neuem Trainer Norbert Düwel eine klare Steigerung gezeigt. Gegen eine Düsseldorfer Fortuna, die einiges mehr in die Waagschale zu werfen wusste als Auftaktgegner KSC, gab es am Freitagabend im heimischen Stadion an der Alten Försterei ein verdientes Unentschieden für die Köpenicker.

Vor allem im Spiel nach vorn zeigte sich Union insgesamt stark verbessert. "Heute haben wir gezeigt, dass wir es auch offensiv können", freute sich der neue Union-Coach. Das könnte aber auch daran gelegen haben, dass der 46-Jährige in einer unveränderten Startelf einen Rollentausch vornahm: Die beiden zentralen Mittelfeldspieler Baris Özbek und Björn Jopek tauschten die Positionen. Der laufstärkere Özbek spielte defensiver, während Jopeks Kreativität als Zehner besser zur Geltung kommen sollte. Dennoch hakte es auch diesmal immer mal wieder im neuen 3-5-2-System.

Sonderlob für Kreilach

Özbek brachte im Wechsel mit Jopek immer wieder gefährliche Standards, und Özbek schlug auch den Eckball, den schließlich ausgerechnet Damir Kreilach zum Ausgleich ins Düsseldorfer Tor bugsierte. Ausgerechnet Kreilach, weil der Kroate die durchaus nicht einfache Aufgabe zu bewältigen hat, als Nachfolger von Publikumsliebling Torsten Mattuschka die Kapitänsbinde zu tragen. Und zumal viele Union-Fans ihren "Tusche" natürlich lieber auf dem Platz als auf der Ersatzbank sehen würden.

Zurecht gab es für den 25-Jährigen Damir Kreilach hernach noch ein Sonderlob von seinem Trainer: "Er ist ein hervorragender Fußballer, ein toller Typ - er ist ein Leader auf seine Art." Dem sonst relativ ruhigen Kroaten, der zwar nicht in jeder Szene so glücklich agierte wie beim Tor, merkte man jedenfalls die gesteigerte Motivation bis in die Haarspitzen an.

Düwel: "Jedes Spiel ist neu"

Und zum Glück für alle Beteiligten ist auch Mattuschka Profi genug, um sich nicht öffentlich über seine derzeit unbefriedigende Situation zu beklagen. Der letztjährige Topscorer der Liga weiß genau, dass er seinen Trainer und nicht das Publikum überzeugen muss, ihn zu bringen. Umgekehrt hat auch Düwel ruhig und sachlich erklärt, warum er im 3-4-3-System, auf das er bei der Jagd nach dem Siegtreffer umgestellt hatte, keine Verwendung für Mattuschka hatte.

Und wer weiß? Vielleicht sieht das ja schon am nächsten Montag, wenn es im DFB-Pokal zum 1. FC Heidenheim geht, wieder anders aus. Auch wenn die erste Elf nun gewisse Vorteile hat: "Es zählen auch die Trainingseindrücke unter der Woche", so Düwel, "es zählt auch, was wir für einen Plan für das nächste Spiel haben, denn jedes Spiel ist neu, jeder Gegner ist neu."

Aus Berlin berichtet André Anchuelo

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