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31.07.2014 - 12:07 Uhr


Der Fakten-Check: Fortuna gegen Eintracht

Oliver Reck (l.) ist gerade erst zum Cheftrainer ernannt worden, Torsten Lieberknecht bekleidet diese Position bereits seit 2008 (© imago)

Ein Spiel, das in Erinnerung bleibt: Am 10.5.2009 trennen sich beide Teams mit 5:5 (© imago)

Zwei Neuzugänge, die den Unterschied machen sollen: Sergio Pinto (l.) und Mushaga Bakenga

Köln - Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig eröffnen am Freitagabend (ab 20:15 Uhr im Liveticker) die 41. Spielzeit der 2. Bundesliga. Die große Fußball-Bühne gehört ihnen ganz allein. Weil die Bundesliga erst am 22. August loslegt, schaut Fußball-Deutschland am Freitagabend nach Düsseldorf.

bundesliga.de hat beide Mannschaften im großen Fakten-Check miteinander verglichen. Hier erfahren Sie mehr über die Stars, die Trainer, die Ziele und die Form beider Mannschaft - aber auch über ein ganz besonderes Duell in der Vergangenheit.

Die Stars - Individuelle Klasse vs. Teamarbeit

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Fortuna Düsseldorf: Am Rhein sollen vor allem drei Säulen der Mannschaft Stabilität und die nötige Durchschlagskraft verleihen: Mannschaftskapitän Adam Bodzek, der Mittelfeldstratege Sergio da Silva Pinto (im Foto links) und der Kreativspieler Michael Liendl. Zusätzlich erwarten die Fans viel von den Neuzugängen Lukas Schmitz und Lars Unnerstall, die beide Bundesliga-Erfahrung mitbringen.

Eintracht Braunschweig: In Niedersachsen ist es schon fast Tradition, dass der Star die Mannschaft ist. Thorsten Lieberknecht stellt immer wieder das Team und nicht den einzelnen Spieler in den Vordergrund. Viel verspricht man sich bei der Eintracht allerdings von den norwegischen Neuzugängen Vegar Hedenstad und Mushaga Bakenga (im Foto rechts), der Domi Kumbela im Sturmzentrum ersetzen soll.

Die Trainer - Der Neue vs. Der Boss

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Fortuna Düsseldorf: Vom Interimstrainer zum Chef: Oliver Reck sprang in der vergangenen Saison zunächst für Mike Büskens und später für Lorenz-Günter Köstner vertretungsweise als erster Übungsleiter ein. Er machte seinen Job so gut, dass er Köstner aus dem Amt verdrängte und zur neuen Saison selbst zum Chefcoach ernannt wurde. Zuvor stand er bereits beim MSV Duisburg und - allerdings nur für ein Spiel - beim FC Schalke 04 als Trainer an der Linie. Der ehemalige Torwart des SV Werder Bremen und von Schalke (451 Bundesliga-Spiele) bevorzugt eine offensive Spielweise und hilft seiner Mannschaft mit seiner enormen Erfahrung.

Eintracht Braunschweig: Torsten Lieberknecht, von den Fans einfach "Boss" genannt, ist seit 2008 der unumstrittene Chefcoach bei den Löwen. Mit ihm schaffte der Verein den Weg von der 3. Liga bis in die Bundesliga. Kein Zweiter macht die Mannschaft und den Verein so aus, wie Lieberknecht. "Er steht für die Werte, die Eintracht ausmachen", sagt Sportdirekt Marc Arnold über seinen Trainer, der immer den mannschaftlichen Zusammenhalt in den Vordergrund rückt und sein Team nicht nur über den Kampf, sondern auch mit ausgeklügeltem Taktikverständnis zum Erfolg führt.

Form & Ziele - Gut in Form, mit den selben Zielen

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Fortuna Düsseldorf: Von zehn Vorbereitungsspielen konnte die Fortuna neun gewinnen, lediglich gegen Lokomotive Moskau gab es ein 1:1-Unentschieden. Die Formkurve zeigt also eindeutig nach oben. In der "Generalprobe" am vergangenen Samstag hinterließ die Mannschaft beim 4:1-Erfolg über den englischen Zweitligisten Wigan Athletic einen starken Eindruck.

Mit Saisonzielen hält man sich in Düsseldorf aber zurück: "Unser Saisonziel ist es, oben mitzuspielen. Wir möchten am Ende das Maximum herausgeholt haben. Dann werden wir sehen, wo wir stehen", sagt Neuzugang Sergio Pinto im Interview mit bundesliga.de. Auch Oliver Reck hält vor allem die Braunschweiger und den 1. FC Nürnberg für die Aufstiegsfavoriten. "Dahinter kommen mehrere Klubs. Und da wollen wir uns dann auch einreihen", sagt der Trainer.

Eintracht Braunschweig: Auch die Vorbereitung der Eintracht verlief ohne größere Rückschläge und lässt auf eine Mannschaft schließen, die gut in Form ist. Einzig die letzten beiden Spiele (1:1 gegen Maccabi Haifa und 1:2 gegen den FC Sevilla) konnten nicht erfolgreich gestalltet werden.

Um den Aufstieg will die Eintracht ein Wörtchen mitreden, auch wenn Nürnberg hier ebenfalls als klarer Favorit gesehen wird. "Dahinter ist das Feld dicht gedrängt. Fürth hat bewiesen, dass man auf Top-Niveau mitspielen kann, auch Union Berlin, Kaiserslautern oder Düsseldorf erwarte ich da. In diesem Bereich wollen wir auch ein Wörtchen mitreden“, erklärt Sportdirektor Marc Arnold (Foto).

Das Jahrhundertspiel

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43 Mal trafen beide Mannschaften bisher in Pflichtspielen aufeinander, die Bilanz ist dabei fast ausgeglichen. 16 Mal konnte die Fortuna gewinnen, 12 Mal der BTSV, 15 Spiele endeten Remis. Auch wenn die Historie der Aufeinandertreffen bis in das Jahr 1966 zurückreicht, so fand das mit Abstand denkwürdigste Duell vor gerade fünf Jahren statt. Am 10. Mai 2009 trug sich im Braunschweiger Eintracht-Stadion am 35. Spieltag der 3. Liga Historisches zu.

Die Fortunen brauchten jeden Zähler, kämpften um den Aufstieg, während das Team von Coach Torsten Lieberknecht nur auf Platz zwölf stand. Als Schiedsrichter Daniel Siebert das Spiel nach 90 Minuten abpfiff, waren die 14.500 Zuschauer, egal ob im roten oder gelben Trikot, erschlagen vom Spektakel, dass auf dem Platz stattgefunden hatte. Mit 5:5 endete eine denkwürdige Partie, in der die Gastgeber gleich vier Mal in Rückstand geraten waren. Allein nach der Pause fielen innerhalb von nur 14 Minuten gleich fünf (!) Tore. Die Eintracht verschoss zudem noch zwei Elfmeter.

Von den damals Beteiligten stehen heute auf Braunschweiger Seite noch Deniz Dogan, Mirko Boland, Marc Pfitzner und Trainer Lieberknecht im Kader. Bei Düsseldorf lediglich Andreas Lambertz, der 2009 nach dem Spiel - wie die meisten Akteure - kaum Worte fand: "So etwas habe ich noch nicht erlebt."

Dennis-Julian Gottschlich

(Fotos: © imago)

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