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2. Bundesliga

05.08.2014 - 16:08 Uhr


Lakic und der FCK: Gemeinsam gegen die Vergangenheit

Srdjan Lakic steigt unwiderstehlich hoch und trifft zum 2:2 gegen 1860 München (©imago)

Der 30-Jährige fühlt sich auf dem Betzenberg zuhause und ist froh wieder zurück zu sein

Der Kroate erzielte 2010/11 in seiner besten Bundesliga-Saison starke 16 Treffer

Köln - Srdjan Lakic hat bewegende drei Jahre hinter sich. Mit seinem Wechsel vom 1. FC Kaiserslautern zum VfL Wolfsburg kam seine Karriere ins Stottern. Es folgten Ausleihen zu 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt. Doch der Erfolg blieb aus. Ein halbes Jahr nach seiner Rückkehr an den Betzenberg scheint der Kroate das Glück nun wiedergefunden zu haben.

Es ist die 68. Minute der Partie zwischen dem FCK und 1860 München. Jean Zimmer zieht in den Sechzehner und wird von Guillermo Vallori zu Boden gerissen. Es gibt Elfmeter. Srdjan Lakic schnappt sich die Kugel und verwandelt zum wichtigen 1:2-Anschlusstreffer. Doch damit nicht genug, der 30-Jährige krönt seine Leistung nur drei Minuten später mit dem 2:2. Am Ende drehen die Hausherren die Partie durch den Treffer von Philipp Hofmann und feiern einen emotionsgeladenen Saisonauftakt.

Gut gestartet, aber nie angekommen

Der gefeierte Held des Abends war jedoch nicht der Doppeltorschütze, sondern der für ihn eingewechselte Hofmann. Eine Situation, mit der Lakic wohl gut leben kann, denn schon oft in seiner Karriere wurde er bereits zum Saisonstart mit Lobeshymnen überhäuft. Ob in Wolfsburg oder in Frankfurt, angekommen ist er am Ende trotzdem nie.

Dabei ist es gar nicht lange her, dass der Angreifer seine Gegner in der Bundesliga das Fürchten lehrte. In der Saison 2010/11 feierte er seinen großen Durchbruch. Mit 16 Treffern schoss er den Aufsteiger aus Kaiserslautern auf einen sensationellen 7. Tabellenplatz.

Sein Einsatz, sein Kampfgeist sowie seine enorme Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor weckten innerhalb der Liga schnell Begehrlichkeiten. Der VfL aus Wolfsburg klopfte an. Manager Dieter Hoeneß war auf der Suche nach einem Nachfolger für Edin Dzeko. Für Lakic das erhoffte Karrieresprungbrett. "Das ist eine große Chance, die ich nutzen möchte", verriet er damals voller Vorfreude.

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Als er dann im Sommer offiziell bei den Niedersachsen vorgestellt wurde, war Hoeneß bereits nicht mehr im Amt. Felix Magath hatte als Manager und Coach übernommen und setzte auf Patrick Helmes im Sturm der "Wölfe". Eine schwierige Situation für Lakic: "Du trainierst gut, haust dich voll rein, aber der Trainer setzt trotzdem nicht auf dich", so sein ernüchterndes Fazit.

Hoffenheim und Frankfurt als Durchgangsstationen

Eine Ausleihe nach Hoffenheim sollte Besserung bringen. Doch auch im Kraichgau lief nicht viel zusammen. Zunächst stoppte ihn eine Zerrung des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie, dann Coach Holger Stanislawski. Nach sieben Einsätzen und einem Treffer ging es aufgrund einer fehlenden Kaufoption zurück zum VfL.

An seiner Perspektive änderte sich nichts. Was folgte, war der nächste Versuch, die Karriere wieder ins Rollen zu bringen. Zwar hielt es ihn bei Eintracht Frankfurt ganze zwölf Monate, doch mit Coach Armin Veh wurde er nie wirklich warm.

"Kaiserslautern ist meine deutsche Heimat"

Kaiserslautern hatte die Entwicklung genau verfolgt und witterte eine Chance, den verlorenen Sohn zurückzuholen. Anfang des Jahres löste Lakic seinen bis 2015 laufenden Vertrag mit dem VfL Wolfsburg auf und machte die Rückkehr perfekt. "Ich bin sehr glücklich, wieder zum FCK zurückzukehren. Kaiserslautern ist meine deutsche Heimat und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden und in die Bundesliga zurückkehren."

In der abgelaufenen Spielzeit scheiterte die Mission Aufstieg noch knapp. Mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz kam der FCK als Vierter ins Ziel. In dieser Saison soll nun alles anders werden. Denn genau wie Srdjan Lakic will der 1. FC Kaiserslautern nach zwei Abstiegen in den vergangenen acht Spielzeiten die bewegenden Jahre endgültig hinter sich lassen.

Thomas Ziemann

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