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2. Bundesliga

25.08.2014 - 13:42 Uhr


"Prinzip Rückstand" als neues Lauterer Erfolgskonzept

Seinen ersten Saisontreffer erzielt Karim Matmour gegen Eintracht Braunschweig. Im Vorjahr kam der Algerier auf drei Tore (Copyright imago)

FCK-Trainer Kosta Runjaic hat die Roten Teufel wieder in die Erfolgsspur geführt. Zum zweiten Mal in dieser Saison dreht sein Team gegen Braunschweig einen Rückstand (Copyright imago)

Eintracht-Stürmer Dennis Kruppke erwischt den FCK in der dritten Minute eiskalt (Copyright imago)

Kaiserslautern - Der FCK bezwang am Sonntag verdient Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig mit 2:1 (Spielbericht) - trotz des frühen Rückstand durch ein Tor von Dennis Kruppke schon nach drei Minuten.

Doch der FCK wirkte nicht schockiert gegen die betont defensiv ausgerichteten Norddeutschen und hätte am Ende auch höher gewinnen können als durch die Tore von Karim Matmour (11.) durch einen strammen Schuss nach Missverständnis der beiden erfahrenen Innenverteidiger Matthias Henn und Deniz Dogan sowie dem Elfmetertor von Srdjan Lakic (53.; Foul von Henn an Matmour).

"Ich bin sehr zufrieden", sagte Runjaic, dessen Mannschaft nun nach drei Ligaspielen mit sieben Punkten einen guten Start hingelegt hat und im DFB-Pokal in der zweiten Runde gegen Greuther Fürth steht.

"Betze-Feeling" ist wieder da

Und auch wenn der Trainer "das Prinzip Rückstand" aus verständlichen Gründen lieber nicht im Grundrepertoire seiner Mannschaft haben will - so ungelegen kommen Runjaic, der Mannschaft und dem Club diese Dramen nicht. Ein bisschen bringen ja diese Aufholjagden dieses alte "Betze-Feeling" wieder zurück, das so lange im Fritz-Walter-Stadion vermisst worden war, und das der FCK so gerne wieder als Dauergast bei den Heimspielen dabei hätte. Wie schon nach dem 3:2 gegen 1860 München (nach 0:2-Rückstand) feierten die mehr als 33.000 FCK-Fans ihre Mannschaft euphorisch. Für den Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft gibt es nichts besseres als Erfolge nach Rückständen.

Auch Runjaic neigte nach dem wichtigen Sieg zu großen Worten: "Ich bin stolz auf diese Mannschaft", sagte er. "Sie hat wieder eine gute Moral und einen guten Geist gezeigt." Der FCK hat im Gegensatz zum Vorjahr, als die Mannschaft mehr an sich selbst als an der Konkurrenz am Aufstiegsziel gescheitert war, offenbar endlich wieder einen größeren inneren Zusammenhalt. Torschütze Matmour erklärte: "Alle arbeiten und kämpfen zusammen, der Teamgeist funktioniert."

Ohne Änderungen keine Verbesserung

Der FCK hat Routiniers wie Florian Dick und seine Torjäger Simon Zoller und Mohamadou Idrissou ziehen lassen. Runjaic sagt: "Hätten wir nichts geändert, wäre auch nichts besser geworden." Und der FCK hat im Mittelfeld nun deutlich mehr Alternativen und Kreativität durch Kevin Stöger und vor allem durch Amin Younes, der gegen Braunschweig ein starkes Kurzdebüt gab, nachdem der schnelle Dribbler erst am Donnerstag aus Mönchengladbach für ein Jahr auf Leihbasis gekommen war.

Auch die Braunschweiger haben nach dem Abstieg einige Leistungsträger verloren. Nach der ersten Niederlage ist noch nicht viel passiert, aber wenn der Eindruck nicht täuscht, wird es schwierig für die Eintracht und ihren Trainer Torsten Lieberknecht, einen ähnlichen Flow aufzubauen wie in der Aufstiegssaison. In Lautern versuchten die Norddeutschen aus einer stabilen Deckung heraus immer wieder zu kontern. "Wenn man so spielt, muss man aber fehlerfrei verteidigen", erklärte Lieberknecht und ärgerte sich über die Fehler seiner Routiniers in der Innenverteidigung. "Wir müssen uns jetzt auf das besinnen, was uns stark macht", fordert Deniz Dogan für die nächsten Spiele.

Und der FCK, der in der vergangenen Saison vor allem bei Gegnern aus den unteren Tabellenregionen den Aufstieg vergeigt hatte, kann schon am kommenden Wochenende beim VfR Aalen beweisen, dass man sich tatsächlich weiterentwickelt hat und neben der Kür auch die Pflicht beherrscht.

Aus Kaiserslautern berichtet Tobias Schächter

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