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2. Bundesliga

01.08.2014 - 16:08 Uhr


Aufsteiger gesucht!

Valérien Ismaël (l.) und Thorsten Lieberknecht starten mit dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig das Projekt direkter Wiederaufstieg

Die SpVgg Greuther Fürth und 1860 München gehören ebenfalls zum engeren Favoritenkreis

Auch Chris Löwe (r.) mit dem 1. FC Kaiserslautern und Tugrul Erat von Fortuna Düsseldorf haben die Bundesliga im Visier

Köln - 19 lange Tage liegen zwischen dem gewonnenen WM-Finale der deutschen Nationalelf und dem Saisonstart im bezahlten deutschen Fußball. Und auch wenn die Fans noch einmal drei Wochen auf den Start der neuen Bundesliga-Saison warten müssen, so beginnt am kommenden Freitag ein Wettbewerb, der viel mehr als ein Appetizer für den "großen Bruder" ist: die 2. Bundesliga legt los! 

War in der Vorsaison das Gerangel um die Aufstiegsplätze bereits riesengroß, so dürfte sich das auch in der anstehenden Spielzeit kaum ändern. Im Gegenteil: Einen klaren Aufstiegsfavoriten, wie es zuletzt der 1. FC Köln war, sucht man dieses Mal vergeblich. Doch welchem Club ist es zuzutrauen, um die begehrten Plätze mitzuspielen?

Sextett mit guten Chancen

Aue und Darmstadt werden weniger Chancen eingeräumt, doch alle anderen Mannschaften könnten - wie Paderborn in der vergangenen Saison - mit einer perfekten Spielzeit den Sprung in die Bundesliga schaffen. Bundesligisten aus Aalen, Heidenheim oder Sandhausen? Für 2015 jedenfalls keine Utopie! bundesliga.de mit dem großen Favoritencheck…

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Fortuna Düsseldorf: Heimlich, still und leise hat sich die Fortuna bereits in der vergangenen Rückrunde zu einem ernsthaften Aufstiegskandidaten gemausert - wäre da nicht der Rückstand gewesen, den der Traditionsverein der Hinrunde angesammelt hatte. Die Rückkehr in die Eliteliga könnte aber nur aufgeschoben sein, denn die Fortuna hat ihre tolle Form offenbar über die Sommerpause hinweg konserviert: In zehn Testspielen feierte man neun Siege und nur gegen Lokomotive Moskau musste sich die Elf von Trainer Oliver Reck mit einem 1:1 zufrieden geben. Mit Sergio da Silva Pinto, Lukas Schmitz, Lars Unnerstall und Christopher Avevor sicherte man sich zudem eine geballte Portion Bundesliga-Erfahrung.

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1. FC Nürnberg: Der Absteiger hat eine radikale Frischzellenkur hinter sich und geht mit einigen Fragezeichen in die neue Saison. Vor allem der Abgang von Top-Torjäger Josip Drmic dürfte schwer zu kompensieren sein - und dennoch sollte man den FCN im Aufstiegskampf nicht abschreiben. Denn mit Peniel Mlapa, Jakub Sylvestr, Niclas Füllkrug und Alessandro Schöpf - um nur vier prominente Zugänge zu nennen - hat sich die Elf von Trainer Valerien Ismael namhaft verstärkt. Wenn dem neuen Coach des Traditionsclubs die Integration seiner Neuankömmlinge schnell gelingt, dürften die Franken ein ernsthafter Kandidat für den sofortigen Wiederaufstieg sein.

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Eintracht Braunschweig: Nicht ganz so viele Spieler wie der FCN musste Torsten Lieberknecht in der Sommerpause verabschieden. Immerhin stehen dem Eintracht-Coach noch 20 seiner Schützlinge aus der Vorsaison zur Verfügung. Dennoch verließen mit Omar Elabdellaoui, Domi Kumbela, Kevin Kratz, Timo Perthel, Karim Bellarabi, Daniel Davari und Marco Caligiuri zahlreiche Leistungsträger das Team. Trübsal blasen gilt aber nicht, denn die Neuen (unter anderem Mushaga Bakenga, Vegar Eggen Hedenstad und Saulo Decarli) haben in der Vorbereitung schon angedeutet, die Lücken schließen zu können. Zudem könnte sich der uneingeschränkte Fanzuspruch wieder einmal als Trumpf im Aufstiegskampf erweisen.

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SpVgg Greuther Fürth: Nachdem die Franken in der Vorsaison den Aufstieg um Haaresbreite verpassten, gab es in der Sommerpause einen größeren personellen Aderlass: Die Abgänge von Nikola Djurdjic, Daniel Brosinski, Tim Sparv, Zoltan Stieber, Niclas Füllkrug und Mergim Mavraj hinterlassen bei der Spielvereinigung eine Lücke, die Cheftrainer Frank Kramer nur schwer kitten kann. Abschreiben sollte man Fürth aber nicht, denn mit Rückkehrer Stephan Schröck, sowie einigen viel versprechende Neuzugängen (Robert Zulj, Florian Mohr, Zhi Gin Lam oder Kacper Przybylko) hat Kramer neue Möglichkeiten. Und bereits im vergangenen Jahr zauberte der Coach aus dem damaligen Absteiger ein starkes Team herbei.

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1. FC Kaiserslautern: Die Roten Teufel haben zwar im Offensivbereich mit Albert Bunjaku, Mo Idrissou und Simon Zoller Top-Spieler abgegeben. Doch was bei anderen Vereinen ein Nachteil wäre, ist für die Pfälzer ein Vorteil: In der letzten Saison gab es gerade im Offensivbereich zu viele Top-Spieler im Kader. Deshalb war der Mannschaftsgeist nicht so ausgeprägt, wie er hätte sein sollen. Im Gegensatz zur letzten Saison, als Kosta Runjaic erst nach Saisonstart dazu stieß, war der Trainer diesmal vom ersten Tag an in die Planungen eingebunden. Und wenn sich durch Erfolge erst einmal Euphorie in der Pfalz breit macht, ist auch wieder mit dem bedingungslosen Rückhalt der Fans zu rechnen.

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TSV 1860 München: Die Löwen werden in der öffentlichen Diskussion hoch gehandelt. Der Siebte der letzten Saison hat mit Benjamin Lauth, Yuya Osako und Moritz Stoppelkamp zwar die wichtigsten Offensivspieler abgegeben, doch Hoffnung macht der Paradigmen-Wechsel: Sportdirektor Gerhard Poschner und Trainer Ricardo Moniz setzen voll auf mutigen Offensivfußball, mutiges, vertikales Spiel soll im Vordergrund stehen. Auch bei den Verpflichtungen gingen die Löwen ins Risiko, holten Spieler aus Österreich, Spanien, Ungarn und Monaco. Keine Frage - die Münchner haben das Zeug zur positiven Überraschung. Moniz: ("Wir werden Meister") glaubt sogar fest an den Aufstieg. 

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