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2. Bundesliga

26.07.2014 - 13:00 Uhr


Landgraf, Aachen und die 2. Rekord-Liga

Er ist der "Mister 2. Bundesliga": Willi Landgraf (M.) lief als einziger Profi mehr als 500 Mal in der 2. Bundesliga auf - exakt 508 Einsätze verbuchte der "Kampfgraf"

Köln - Elf Jahre später war es soweit. Nachdem die Bundesliga im Jahr 1963 in ihre Premierensaison gestartet war, zog die 2. Bundesliga 1974 nach. Mit 40 Mannschaften - zur Hälfte aufgeteilt in die Staffeln Nord und Süd - wurde eine Liga angepfiffen, die bis heute eine schillernde Vergangenheit und aufregende Gegenwart zu bieten hat.

121 verschiedene Clubs haben seit 1974 in dieser Liga gespielt, die mit Beginn der Saison 1992/93 endgültig eingleisig organisiert wird. In dem 1. FC Heidenheim und in RB Leipzig kommen aktuell die Clubs Nr. 122 und 123 dazu. bundesliga.de blickt zurück: auf Rekordspieler, -ergebnisse, -torschützen und vieles mehr.

Der Rekord-Spieler

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Denk ich an die 2. Bundesliga, denk ich an Willi Landgraf. Das ist kein Wunder, denn erstens ist Landgraf der Profi mit den meisten Zweitligaspielen in den Beinen. 508 Mal lief der gebürtige Mülheimer in dieser Liga auf - für Rot-Weiss Essen, den FC Homburg, den FC Gütersloh und Alemannia Aachen. Und zweitens hat Landgraf niemals in der Bundesliga gespielt.

Der Rekord-Schütze

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Rot-Weiss Essen war einst auch die sportliche Heimat von Horst Hrubesch (Foto, © Imago). In der Luft war der Mittelstürmer eine Macht, der sich vor allem in der Saison 1977/78 kaum jemand erfolgreich entgegenstemmen konnte. 41 Mal schlug das "Kopfballungeheuer" - natürlich auch mit den Füßen - zu: der bis heute unerreichte Bestwert der 2. Bundesliga.

Der Rekord-Verein

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1020 Spiele in 28 Jahren: Kein anderes Team hat so viel Zweitliga-Erfahrung gesammelt wie Alemannia Aachen. Das Rheinland ist generell ein gutes Pflaster für viel Fußball aus der 2. Liga. Der SC Fortuna Köln zählte von 1974 bis 2000 ununterbrochen zum Inventar der 2. Bundesliga und belegt mit 26 Jahren Ligazugehörigkeit den 2. Platz hinter der Alemannia.

Der Rekord-Aufsteiger

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Der 1. FC Nürnberg befindet sich in der Saison 2014/15 wieder einmal in der Liga, aus der er sich schon so oft freudig verabschiedet hat. Sieben Mal gelang dem "Club" der Aufstieg in die Bundesliga (1978, 1980, 1985, 1998, 2001, 2004 und 2009), und niemand im Umfeld des fränkischen Altmeisters hätte etwas dagegen einzuwenden, wenn der FCN diesen Zweitligarekord umgehend ausbauen würde.

Der Letzte

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Für manchen Berliner Club war das Abenteuer Bundesliga ein kurzes Vergnügen. Während Tasmania Berlin nur eine Saison in der Bundesliga arg gerupft überstand, hielt auch der Spandauer SV (Foto, © Imago) eine Spielklasse tiefer nicht wirklich mit. In der Saison 1975/76 verloren die Berliner 32 von 38 Spielen und zieren somit das Tabellenende der ewigen Zweitligatabelle.

Der Rekord-Torjäger

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Mit einem Dieter Schatzschneider (Foto r., © Imago) im Kader wäre dem Spandauer SV das alles sicher nicht passiert. Denn "Schatz" hat so oft wie kein anderer in der 2. Bundesliga getroffen. 153 Treffer markierte der wuchtige Torjäger für Hannover 96 und Fortuna Köln.

Das Rekord-Spiel

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13 Tore in nur einem einzigen Spiel - der Eintritt für die Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Meppen am 11. Juni 1997 hat sich richtig gelohnt. Das torreichste Spiel der Zweitligageschichte war gleichzeitig das letzte jener Saison, in der Trainer Otto Rehhagel den FCK zurück in die Bundesliga führte, um direkt Deutscher Meister zu werden. Olaf Marschall eröffnete beim 7:6 den Torreigen mit den ersten beiden Treffern.

Der Spieltags-Beste

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Die nicht mehr ganz blutjungen Fans der Bundesliga kennen Ottmar Hitzfeld (Foto l., © Imago) nicht nur im Trenchcoat an der Seitenlinie. Vor seiner Trainerkarriere gehörte Hitzfeld zu den gefährlichsten Stürmern in Deutschland. Sechs Mal schlug Hitzfeld am 13. Mai 1977 im Trikot des VfB Stuttgart beim 8:0-Erfolg über Jahn Regensburg zu: So ein Kunststück gelang keinem Spieler weder vorher noch nachher.

Der Gegentor-Rekordler

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Hans Wulf (Foto r., © Imago) dürfte die Strafräume vieler Zweiligisten genauestens kennen. Mehr als 15 Jahre hielt und hechtete der Torhüter unter anderem für Schwarz-Weiss Essen und den KSV Hessen Kassel. Die Tornetze in den Stadien kennt Wulf leider auch nur allzu gut. 571 Mal musste der gebürtige Essener den Ball aus dem Netz holen, kein anderer Keeper der 2. Bundesliga wurde so oft bezwungen.

Der Rekord-Bruno

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Viele Top-Torjäger haben ihre Karriere in der 2. Bundesliga begonnen. Horst Hrubesch, Manfred Burgsmüller oder Rudi Völler sind nur einige von ihnen. Aber nur Bruno Labbadia hat es geschafft, sowohl in der Bundesliga als auch in der 2. Bundesliga eine dreistellige Zahl an Toren zu erzielen. 103 Treffer gelangen Labbadia in der Bundesliga, exakt 100 waren es in der 2. Bundesliga.

Der Rekord-Besuch

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Es ist der 32. Spieltag der Saison 1976/77. Der TSV 1860 München führt die Tabelle der 2. Bundesliga Süd an; mit zwei Punkten Rückstand folgt der VfB Stuttgart. Im Münchner Olympiastadion steigt an diesem Tag das Duell der beiden Besten (Foto, © Imago), und 77.573 Zuschauer freuen sich auf ein packendes Spitzenspiel. Das Spiel endet torlos, aber die mehr als 77.500 Zuschauer bilden die bis heute die größte Kulisse, die jemals in einem Zweitligastadion registriert wurde.

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