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2. Bundesliga

21.08.2014 - 22:08 Uhr


Kaiserslautern vs. Braunschweig: Ein Hauch von Remis

Kaiserslautern Braunschweig

Das letzte Aufeinandertreffen endete 1:1

Lautern feiert den Siegtreffer von Philipp Hofmann gegen 1860

Braunschweigs Ken Reichel war gegen Heidenheim der Man of the Match (©imago)

Köln - Die Saison in der 2. Bundesliga ist noch jung, da kommt es schon zu einem echten Kracher. Am 3. Spieltag empfängt der 1. FC Kaiserslautern Eintracht Braunschweig zum Duell zweier Teams, die sich zum Ziel gesetzt haben, ganz oben mitzumischen.

Der Start verlief für beide Clubs mit jeweils einem Sieg und einem Unentschieden durchaus zufriedenstellend. Vor allem die Eintracht zeigte, dass mit ihr zu rechnen sein muss. Nach dem ordentlichen Remis im Eröffnungsspiel bei Fortuna Düsseldorf, beeindruckte die Elf von Coach Torsten Lieberknecht beim Heimsieg gegen die bis dahin erfrischend frech aufspielenden Aufsteiger vom 1. FC Heidenheim.

Der FCK hingegen stolperte in die Saison, ging jedoch nicht zu Boden und bewies schon früh Nehmerqualitäten. Trotz Unterzahl und 0:2-Rückstand gegen den TSV 1860 München fuhren die Jungs von Kosta Runjaic noch drei Zähler ein. Das anschließende Remis beim SV Sandhausen war in Ordnung - nicht mehr und nicht weniger.

Beide Teams im 4-1-4-1-System?

Lieberknecht und Runjaic setzten in den ersten beiden Partien auf ein 4-1-4-1-System. Die Umsetzung bzw. Philosophie dahinter unterscheidet sich jedoch deutlich. Braunschweig interpretiert das System flexibel. Die Außenverteidiger schieben permanent mutig mit an und kreieren so eine Überzahl auf der Außenbahn. Zudem stößt der zentrale offensive Mittelfeldspieler immer wieder in die Spitze vor, um den einzigen nominellen Angreifer zu unterstützen. So wird aus dem 4-1-4-1 je nach Spielsituation und Gegner ein 4-3-3 oder auch 4-4-2. Auch das Umschaltspiel des Absteigers weiß zu überzeugen.

Die Roten Teufel hingegen tendieren zum kontrollierten Ballbesitz-Fußball und suchen gerne den Weg durch die Mitte. In den ersten beiden Spielen fehlte es dabei aber noch an Kreativität und Flexibilität. Besonders auf den Außenbahnen wurde zu wenig rochiert und kaum Gefahr durch Flankenläufe entwickelt. So rieb sich auch die einzige Spitze im Sechzehner oft vergeblich auf. Immerhin hat sich die Defensive nach dem zeitweise vogelwilden Auftritt gegen 1860 wieder stabilisiert und dürfte Braunschweig vor das ein oder andere Problem stellen.

"Beide haben den Anspruch, oben mitzuspielen"

Dass sich die Zuschauer am Betzenberg auf ein echtes Spitzenspiel freuen dürfen, davon sind beide Trainer überzeugt. “Es wird mit Sicherheit eine attraktive und packende Partie zweier Teams geben, die beide den Anspruch haben, in dieser Saison oben mitzuspielen“, sagte Runjaic. Ähnlich sieht es Lieberknecht: “Lautern spielt einen sehr guten Fußball, nicht nur leidenschaftlich, sondern mit sehr guter Struktur. Es wird für alle eine große Herausforderung.“

Doch nicht nur die Prognosen der Coaches machen Lust auf diese Begegnung, auch ein Blick auf die Statistik verspricht eine enge Kiste. In vier Zweitliga-Duellen einigte man sich ganze dreimal auf Punkteteilung - und immer hieß das Ergebnis 1:1. Nur einmal gelang der Eintracht tatsächlich kein Treffer, prompt siegte Lautern mit 1:0.

Thomas Ziemann

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